Jugendorganisation dieser AfD: AfD-Landesverband rügt Vorständin dieser Generation Deutschland

Der AfD-Landesverband Niedersachsen hat eine Rüge gegen die
Vorständin der Jugendorganisation Generation Deutschland, Julia Gehrckens. Das bestätigte
der Landesverband der ZEIT. Gehrckens soll Medienberichten zufolge rassistische
und antisemitische Aussagen getätigt haben. Der Bundesvorstand hat sie um eine
Stellungnahme gebeten, wie in Parteikreisen bestätigt wurde.

Hintergrund sind Aussagen Gehrckens, die durch eine
Recherche von RTL und Stern bekannt wurden. Eine Reporterin hatte im
vergangenen Sommer undercover Filmaufnahmen gemacht. Gehrckens soll darauf zu
hören sein, wie sie Pforzheim als „gottlose Kanaken-Stadt“ und Linke als
„geisteskrank“ bezeichnet. Weiterhin soll sie eine antisemitische Verschwörungstheorie verbreitet haben, die Banken in Amerika würden den Juden gehören.

Der Landesvorstand habe sie darauf hingewiesen, dass
„unangemessene, geschmacklose und inhaltlich problematische Äußerungen“ für die
AfD inakzeptabel seien, unabhängig davon, ob sie im vermeintlich privaten
Bereich getätigt wurden, teilte der Landesverband der Nachrichtenagentur dpa
mit. „Wir gehen davon aus, dass der Bundesverband sich diesem Urteil
anschließen wird.“ Gehrckens habe ihr Verhalten sehr bedauert, hieß es.

Rüge ist mildeste Disziplinarmaßnahme

Der ZEIT gegenüber wies der Landesverband darauf hin, dass Gehrckens noch kein Mitglied in dem niedersächsischen Landesverband gewesen sei, als sie die Aussagen tätigte. Zu dem Zeitpunkt sei sie noch Mitglied im Landesverband Baden-Württemberg gewesen. Eine Rüge ist die mildeste Disziplinarmaßnahme, die
AfD-Regularien vorsehen. Härtere Maßnahmen wären etwa die Beantragung eines
Parteiausschlussverfahrens oder eine Ämtersperre. Dafür ist jedoch der
Bundesvorstand zuständig.

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