Beirut: Iran will Botschafter nicht aus dem Libanon überfallen
Trotz seiner Ausweisung durch die Behörden im Libanon bleibt der iranische Botschafter Mohammed Resa Scheibani im Land. Der
Botschafter werde seine Arbeit in Beirut fortsetzen, sagte der iranische Außenamtssprecher
Ismail Baghai laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
Das libanesische Außenministerium hatte den Botschafter vergangene Woche zur Persona non grata erklärt. Das Ministerium warf Scheibani vor, mit
Äußerungen „in die Innenpolitik des Libanon einzugreifen“. Er hätte das Land eigentlich
bis Sonntag verlassen sollen.
Libanons Regierungschef Nawaf Salam hatte zuvor der iranischen Führung vorgeworfen, die von ihr unterstützte Terrormiliz Hisbollah in seinem Land zu befehligen. Die iranischen Revolutionsgarden seien „hier präsent und führen leider den Militäreinsatz im Libanon“, sagte Salam.
Konflikt zwischen Israel und Hisbollah
Seit Beginn des Irankrieges am 28. Februar ist auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah erneut eskaliert. Die pro-iranische Miliz schießt immer wieder mit Raketen auf israelisches Staatsgebiet. Israel rückte zuletzt auch mit
Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor.
Dieser Einsatz ist umstritten, eigentlich gilt zwischen Israel
und dem Libanon eine Waffenruhe. Die libanesische Regierung will die Hisbollah entwaffnen, Israel wirft ihr jedoch Versagen vor und bezeichnet die Kämpfe gegen die Miliz als Selbstverteidigung.
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