Ahmed al-Scharaa: Kein ganz normaler Staatsbesuch
Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) empfängt am Montag den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa zum ersten Mal in Berlin. Das
Treffen der beiden Politiker war ursprünglich für Januar geplant
gewesen und kurzfristig aufgrund der innenpolitischen Lage in Syrien verschoben worden. Damals
hatte ein Regierungssprecher angekündigt, dass ein Thema die mögliche
Rückkehr von in Deutschland lebenden syrischen Geflüchteten sei. Al-Scharaas Besuch ist umstritten. Für Montag sind in Berlin mehrere Demonstrationen angekündigt, Teile des Berliner Regierungsviertels werden abgeriegelt. Die außenpolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Cansu Özdemir, nennt die Einladung einen „moralischen Bankrott“. Al-Scharaa ist ein ehemaliger Kopf islamistischer Gruppen wie der HTS-Miliz, die Ende 2024 den Sturz des Assad-Regimes anführte. Als Politiker gibt er sich moderat, steht aber unter anderem wegen seines Umgangs mit Minderheiten in Syrien in der Kritik. Was sich die deutsche Regierung von seinem Besuch verspricht, erklärt die ZEIT-Autorin Anna-Theresa Bachmann im Podcast.
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) reist in wenigen Wochen zum zweiten Mal in die kanadische Provinz Alberta, um Lösungen für die deutsche Bildungskrise zu finden. Sie
treibt die Frage um, wie die Kanadier es schaffen, aus riesigen
Datenmengen über das Leben und Lernen ihrer Schülerinnen und Schüler
Erkenntnisse zu generieren, die im Idealfall jedem einzelnen Kind
zugutekommen. Kinder
und Jugendliche in Alberta schneiden im Lesen und in den
Naturwissenschaften so gut ab, dass sie zur weltweiten Spitzenklasse
gehören. Und auch
in Mathe sind sie besonders gut. Könnte Deutschland mit „datengestützter Schulentwicklung“ aus der Bildungsmisere kommen? Zum Schulsystem in Alberta hat die ZEIT-Wissensredakteurin Jeannette Otto recherchiert.
Und sonst so? Markus Söder besucht die NASA.
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Lisa Pausch, Marco Fründt und Mira Schrems
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