Iran-Liveblog: ++ WSJ: USA erwägen Entsendung 10.000 weiterer Soldaten ++
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Das Pentagon erwägt nach einem Bericht des Wall Street Journal, 10.000 zusätzliche Bodentruppen nach Nahost zu entsenden. Der saudische Kronprinz bin Salman und der ukrainische Präsident Selenskyj beraten laut saudischen Angaben in Dschidda.
Der größte chinesische Chip-Hersteller SMIC hat nach Angaben von Insidern aus der US-Regierung Ausrüstung zur Halbleiterproduktion an das iranische Militär geliefert, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf US-Regierungskreise berichtet. Die Lieferungen hätten vor etwa einem Jahr begonnen und dauerten an. Die Zusammenarbeit umfasse höchstwahrscheinlich auch technische Schulungen.
Es sei unklar, ob die Ausrüstung aus den USA stamme, was einen Verstoß gegen US-Sanktionen darstellen würde. Stellungnahmen von SMIC, der chinesischen Botschaft in Washington und der iranischen UN-Vertretung gebe es nicht.
Im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut gab es mehrere Explosionen. Aufnahmen zeigten am frühen Freitagmorgen Rauch, der aus den südlichen Vororten, die als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah-Miliz gelten, aufstieg. Libanesische Medien meldeten israelische Angriffe. Die israelische Armee hatte im Vorfeld weder eine Warnung ausgesprochen noch zur Evakuierung aufgerufen. Die normalerweise dicht besiedelten Viertel haben sich seit Ausbruch der Kämpfe weitgehend geleert. Es war zunächst unklar, ob es Opfer gab.
Nach einem Bericht des Wall Street Journal erwägt das Pentagon, 10.000 zusätzliche Bodentruppen in den Nahen Osten zu entsenden. Dies hätten Mitarbeiter des von der US-Regierung nun Kriegsministerium genannten Verteidigungsministeriums gesagt. Die Entsendung solle US-Präsident Donald Trump weitere militärische Optionen vis-à-vis Iran ermöglichen.
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beraten nach Angaben der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur in Dschidda über die Eskalation im Nahen Osten und den Krieg in der Ukraine.
Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Selenskyj hatte Anfang des Monats nach einem Gespräch mit dem Kronprinzen das Angebot Kiews erneuert, bei der Abwehr iranischer Drohnen zu helfen.
Das unter thailändischer Flagge fahrende Frachtschiff „Mayuree Naree“, das Anfang des Monats von Geschossen unbekannter Herkunft in der Straße von Hormus getroffen worden war, ist vor der iranischen Insel Qeschm auf Grund gelaufen, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet. Thailand hatte zuvor mitgeteilt, dass 20 Mitglieder der Besatzung von der omanischen Marine gerettet worden seien, während drei weitere vermisst seien. Nach einer Explosion am Heck brannte demnach der Maschinenraum.
US-Präsident Trump will die Frist für Iran zur Öffnung der Straße von Hormus bis zum 6. April verlängern. Die Länder am Persischen Golf sind von den iranischen Angriffen besonders betroffen – und kritisieren Teheran scharf.
Source: tagesschau.de