200 Millionen von Liverpool zu Händen Olise – so denkt Hoeneß via eine Offerte

Michael Olise hat beim FC Bayern einen Vertrag bis 2029. Es gibt aber Spekulationen über Mega-Angebote für den Münchener Star. Liverpool, Manchester City, Real Madrid – das Interesse ist groß. Für Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat aber eines Prämisse.

Nach Spekulationen über irre Ablösesummen für Michael Olise würde Uli Hoeneß den Star des FC Bayern München nicht einmal für 200 Millionen Euro verkaufen. Zuletzt gab es Gerüchte, dass der FC Liverpool bereit sein solle, genau diese Summe für den Franzosen zu zahlen.

„Falls das stimmt, ich glaube nicht, dass es stimmt, aber Liverpool hat ja in diesem Jahr 500 Millionen ausgegeben und spielt eine sehr schlechte Saison. Also wir werden nicht dazu beitragen, dass sie nächstes Jahr besser spielen“, sagte Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, auf dem KI-Festival data:unplugged in Münster.

„Wir spielen dieses Spiel für unsere Fans. Wir haben 430.000 Mitglieder, wir haben viele Millionen Fans auf der ganzen Welt, und es nützt ihnen wenig, wenn wir 200 Millionen auf dem Konto haben und jeden Samstag deswegen schlechter Fußball spielen“, stellte Hoeneß nach den jüngsten Weltklasse-Auftritten von Olise klar.

„Wer beim FC Bayern spielt, weiß, was er am FC Bayern hat“

Real Madrid als Münchener Viertelfinal-Gegner in der Champions League soll angeblich ein Angebot von 165 Millionen Euro für Olise vorbereiten. „Michael hat bei uns einen Vertrag bis 2029, ohne Ausstiegsklausel – wir sind entspannt“, sagte Sportvorstand Max Eberl zuletzt der „Sport Bild“. Auch Manchester City soll Interesse haben.

Flügelspieler Olise war im Sommer 2024 von Crystal Palace für rund 50 Millionen Euro zum deutschen Rekordmeister gewechselt. Dort läuft der Vertrag des 24-Jährigen bis zum 30. Juni 2029. „Welcher Verein ihm auch immer schöne Augen macht: Wer beim FC Bayern spielt, weiß, was er am FC Bayern hat“, sagte jüngst Vorstandschef Jan-Christian Dreesen.

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Auf den angeblichen Interessenten Real Madrid treffen die Münchener am 7. und 15. April im Viertelfinale der Champions League. „Wir spielen um Titel, und das ist das Wichtigste für solche Ausnahmespieler“, sagte Dreesen. „Da gibt es nicht so viele Vereine, und wir sind sicherlich einer derjenigen, die das können. Deswegen bin ich total sicher, dass Michael weiß, was er an uns hat.“

Technik erschwert Arbeit der Schiedsrichter, meint Hoeneß

Auf einem anderen Feld sieht Hoeneß unterdessen ungelöste Probleme sich häufen. Er glaubt, dass der Video-Assistent die Arbeit der Schiedsrichter eher erschwert als erleichtert. Er glaube nicht, „dass die Schiedsrichter schlechter geworden sind“, sagte Hoeneß. Allerdings mache der Video Assistant Referee (VAR) es für die Schiedsrichter schwieriger, weil er die Schiedsrichter verunsichere.

„Ich bin der Meinung, dass dieses VAR eigentlich geschaffen wurde, um grobe Fehler zu verhindern. Wenn einer zwei Meter im Abseits steht, dann muss das verhindert werden. Aber wenn einer drei Zentimeter im Abseits steht, ist das kein Vorteil“, führte der 74-Jährige aus. „Und unter diesem Druck müssen die ganzen Schiedsrichter jetzt jedes Wochenende sein. Und da wird gesagt, ja, wieso hat er das nicht selber gesehen, der Blinde?“, sagte Hoeneß. „Also ich glaube nicht, dass die Schiedsrichter schlechter geworden sind, sondern ich glaube, dass die moderne Technik denen die Arbeit schwieriger gemacht hat.“

Zuletzt gab es wieder vermehrt Diskussionen zu Schiedsrichterleistungen. Die Stimmung gegen den VAR und die Schiedsrichter sei gerade am Anschlag, räumte kürzlich auch Schiedsrichterchef Knut Kircher ein.

pk/dpa

Source: welt.de