Irankireg: Iran lehnt laut Staatsfernsehen US-Vorschlag pro ein Kriegsende ab

Der Iran hat laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens einen Vorschlag der USA für eine Waffenruhe abgelehnt. Der englischsprachige Kanal des Staatsfernsehens zitierte eine anonyme Quelle mit der Aussage, der Iran habe den 15 Punkte umfassenden Plan zurückgewiesen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf Aussagen eines hochrangigen iranischen Regierungsvertreters beruft, war die erste Reaktion des Iran auf den Vorschlag der USA zur ​Beendigung des Krieges nicht positiv ausgefallen. Diese Reaktion sei an
Pakistan übermittelt worden, um von dort an die US-Regierung weitergeleitet zu werden.

Offenbar eine Feuerpause von einem Monat geplant

Erst in der Nacht hatte die US-Regierung dem Iran den 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Pakistan habe der iranischen Regierung einen entsprechenden Entwurf mit Bedingungen übermittelt, berichteten unter anderem Axios, die New York Times und die Nachrichtenagenturen Reuters und AP unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Laut dem israelischen Sender Channel 12 verlangen die USA in dem Papier mutmaßlich ein Ende des Betriebs der Atomanlagen Natans, Isfahan ​und Fordo. Zudem solle in der Straße von Hormus demnach freier Schiffsverkehr gewährleistet werden. Die USA schlagen nach Angaben des Senders eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen. Ein Regierungswechsel im Iran werde in dem US-Plan nicht gefordert, berichtete der Sender.

Israel soll nicht an den Verhandlungen beteiligt sein

Die US-Regierung äußerte sich zunächst nicht
zu diesen Berichten. US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Montag überraschend angeblich erfolgreiche
Verhandlungen mit Teheran angedeutet. Er sagte etwa erneut, dass es zwischen dem Iran und den USA Gespräche gebe. „Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen“, sagte er. US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance seien an den Verhandlungen beteiligt. Weitere Details zu dem mutmaßlichen Austausch nannte Trump nicht.

Israel ist nach Angaben seines Botschafters bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, nicht an Gesprächen mit dem Iran beteiligt. Mit Blick auf mögliche Verhandlungen am Ende des Konflikts sagte er, Israel sei entschlossen sicherzustellen, dass der Iran weder über nukleare Fähigkeiten noch über ballistische Raketen verfügt. „Während wir hier sprechen, greifen Israel und die USA weiterhin militärische Ziele im Iran an, und wir werden das auch weiterhin tun“, sagte er.

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