Iran-Zusammenfassung: USA stellen offenbar Bedingungen für jedes Kriegsende, Tote im Libanon

Die US-Regierung hat Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Irankrieges vorgelegt. Pakistan habe dem Iran einen entsprechenden Entwurf mit Bedingungen übermittelt, berichteten unter anderem Axios, die New York Times und die Nachrichtenagenturen Reuters und AP unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Stellungnahmen der Regierungen in Washington und Teheran lagen zunächst nicht vor.

Laut dem israelischen Sender Channel 12 verlangen die USA mutmaßlich ein Ende des Betriebs mehrerer iranischer Atomanlagen sowie freien Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Laut der New York Times ist indes unklar, wie der Iran auf die Vorschläge reagiert und ob Israel in die Pläne einbezogen wurde. AP berichtete, israelische Vertreter seien von der Vorlage des Planes durch die US-Regierung überrascht worden.

Trump spricht erneut von Verhandlungen

US-Präsident Donald Trump behauptete erneut, zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten gebe es Gespräche. „Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen“, sagte er ohne weitere Details zu nennen. Der Iran, der Aussagen über angebliche Gespräche zwischen den Kriegsparteien zuvor dementiert hatte, reagierte nicht auf die Äußerungen. Israel ist nach Angaben seines Botschafters bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, nicht an einem Austausch mit dem Iran beteiligt. Der Preis für ein Barrel Öl der Nordseesorte Brent ist nach den Aussagen des US-Präsidenten unter die Marke von 100 US-Dollar gesunken.

Tote bei Angriffen im Libanon

Israelische Angriffe im Süden des Libanon haben libanesischen Angaben zufolge in der Nacht neun Menschen getötet. Bei den Angriffen seien zudem zahlreiche Menschen verletzt worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. In der Provinz Nabatije wurden demnach drei Menschen getötet und 18 verletzt, in der Provinz Sidon gab es sechs Tote und fünf Verletzte und in der Provinz Tyros 29 Verletzte.

Verletzte in Israel

In der Nacht sind beim Einschlag iranischer Raketen in ein israelisches Wohnhaus mindestens sieben Menschen verletzt worden. Die in Bnei Brak östlich von Tel Aviv tätigen Rettungsdienste teilten mit, ein Mann sei bei dem Angriff mittelschwer verletzt worden. Sechs weitere Menschen, darunter ein siebenjähriger Junge und eine 80-jährige Frau, hätten leichte Verletzungen erlitten. Weitere Einschläge wurden an mindestens sieben weiteren Orten im Zentrum des Landes gemeldet.

Israel startet Angriffswelle auf den Iran

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet. Die Angriffe zielten auf Infrastruktur in der iranischen Hauptstadt Teheran, teilte die israelische Armee auf Telegram mit. Zuvor hatte die Armee mehrmals neue Raketensalven des Iran auf Israel gemeldet. Nach israelischen Angaben feuert der Iran durchschnittlich zehn Raketen pro Tag auf Israel ab.

Frankreich fordert diplomatische Lösung

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian gesprochen und ihn zu einer Verhandlungslösung im Krieg mit den USA und Israel aufgefordert. „Ich habe erneut darauf hingewiesen, dass es unbedingt notwendig ist, die inakzeptablen Angriffe auf die Länder der Region zu beenden“, sagte Macron. Nach einem Gespräch mit seinem israelischen Kollegen Izchak Herzog hat Macron zudem Israel aufgerufen, direkte Gespräche mit dem Libanon zu führen.

Der französische ‌Armeechef ⁠Fabien Mandon hat militärische Alleingänge der USA kritisiert. Die USA starteten Militäroperationen, ohne Frankreich zu informieren, sagte Mandon auf einer Sicherheitskonferenz in Paris. ⁠Dies habe Auswirkungen ​auf die ‌Sicherheit und die ‌Interessen des Landes.

Drohnenangriff in Kuwait

Ein Treibstofflager am internationalen Flughafen von Kuwait ist bei einem Drohnenangriff getroffen worden und in Brand geraten. Es gebe keine Verletzten, und der Schaden halte sich nach ersten Informationen in Grenzen, teilte die Regierung auf der Plattform X mit. Alle relevanten Kräfte seien am Flughafen am Rande von Kuwait-Stadt im Einsatz.

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