Parlamentswahl in Dänemark: Knappes Rennen wohnhaft bei Parlamentswahl in Dänemark
Bei der Parlamentswahl in Dänemark haben die rechten Parteien das Linksbündnis der Regierungschefin Mette Frederiksen laut Prognosen fast überholt. Die Linksparteien führen derzeit noch, doch neuer Prognosen zufolge erhielten die Rechten fast 30 Prozent der Stimmen, wie der dänische Fernsehsender DR berichtete. Bisher ist erst ein Teil der Stimmen ausgezählt.
Laut den aktuellen Hochrechnungen von DR würden die Linken 83 Sitze im Parlament erhalten und die Rechten 79 Mandate. Keine der Seiten wird voraussichtlich die absolute Mehrheit erreichen. Eine Prognose von TV2 und Megafon sieht das linke Bündnis bei 86 und das rechte bei 75 Sitzen. Wie und ob Frederiksen das Land eine dritte Amtszeit lang regieren kann, ist deshalb noch nicht sicher. Endergebnisse liegen noch nicht vor.
Die Partei der Regierungschefin könnte ein historisch schlechtes Ergebnis einholen. Frederiksen bleibt zunächst als Regierungschefin im Amt, bis sie abgewählt wird. Nachdem die Endergebnisse bekannt sind, beginnen Koalitionsverhandlungen. Sie ist seit 2019 Regierungschefin.
Die Wahl fand auch unter dem Eindruck der Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen das
dänische Autonomiegebiet Grönland statt. Bis zur vergangenen Legislatur wurden zumeist Minderheitsregierungen innerhalb der Blöcke gebildet, mit der Zentrumspartei reichte es zuletzt aber für eine Mehrheitsregierung. Diese dürfte Frederiksen auch diesmal anstreben.