Parlamentswahl in Dänemärk: Schweinewahl

Lars Løkke Rasmussen dreht das Würstchen noch einmal um, dann klemmt er es in ein Brötchen und pumpt etwas umständlich Ketchup darüber. Neben dem dänischen Außenminister wummern Bässe aus einer riesigen Box. Vor ihm drängeln sich Oberstufenschüler, die alle ein Autogramm wollen, am liebsten auf einem der T-Shirts mit Løkkes Profil drauf, die Helfer mit lila Basecaps verteilen. Lila ist die Farbe der Moderaten, Løkkes Partei.

Es ist Wahlkampf-Endspurt in Kopenhagen. Der Minister schüttelt Hände, posiert für Selfies, grinst und winkt. Nebenbei reicht er Hotdogs über die Theke und beantwortet die Fragen der Reporter, die ihre Köpfe durch die Hintertür der Wurstbude stecken. Was tun, wenn Donald Trump wieder Appetit auf eine Einverleibung Grönlands bekommt? „Das, was wir jetzt schon sehr erfolgreich machen: mit all unseren Freunden und Verbündeten in Europa zusammenstehen“, sagt Løkke. „Aber wir wissen auch, dass es noch nicht vorbei ist.“