Irankrieg: Iran ernennt Nachfolger pro getöteten Sicherheitschef Laridschani
- Israel und die USA haben am 28. Februar einen gemeinsamen Angriff auf den Iran gestartet.
- Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.
- Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet.
- Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran.
- Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
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Libanon weist iranischen Botschafter aus
Als Begründung wurden Verstöße des Iran gegen diplomatische Normen und etablierte Gepflogenheiten zwischen den beiden Ländern genannt. Zudem ruft das Ministerium seinen eigenen Botschafter im Iran zu Konsultationen in den Libanon zurück.
Der Iran ist einer der wichtigsten Unterstützer der Hisbollah-Miliz, gegen die Israel im Libanon Krieg führt. Die israelische Regierung hat den Libanon wiederholt aufgefordert, die Hisbollah zu entwaffnen.
Neuer iranischer Sicherheitschef ernannt
Wadephul sieht in Gesprächen zwischen USA und Iran einen „Wendepunkt“ im Krieg
Über die möglichen Gespräche und die Spekulationen darum sagte Wadephul, dass „etwas stattfindet“, es aber noch am Anfang sei. Zudem fügte er hinzu, dass er es begrüße, dass US-Präsident Donald Trump die angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke für fünf Tage zurückgestellt habe. „Jeder würde sich mehr wünschen, in der Sache und auch von der Frist her, aber immerhin“, sagte er.
Israels Verteidigungsminister droht mit Zerstörung des Südlibanon
Beim Vorgehen gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz will Israel laut Katz außerdem im Südlibanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen. Der Fluss spielt seit Jahren eine wichtige Rolle bei den Bemühungen Israels, die libanesische Hisbollah-Miliz zurückzudrängen.
Katz hatte der libanesischen Regierung vorgeworfen, ihr Versprechen einer Entwaffnung der Hisbollah-Miliz nicht gehalten zu haben. Nun teilte er mit, fünf Brücken über den Litani seien gesprengt worden. Nach der Sprengung werde das israelische Militär „die restlichen Brücken und die Sicherheitszone bis zum Litani kontrollieren“. Hunderttausende Bewohner, die aus dem Südlibanon vertrieben wurden, dürften nicht in das libanesische Gebiet südlich des Flusses zurückkehren – bis die Sicherheit für die Bewohner im Norden Israels „garantiert“ sei.
Iran nimmt laut Medienberichten 446 Menschen fest
Iranische Medien berichten über Angriffe auf Energieinfrastruktur
An der Grenze zum Irak im Südwesten wurde den Angaben nach außerdem eine Erdgas-Pipeline im Kraftwerk Chorramschar angegriffen. Gestern hatte US-Präsident Donald Trump unter Verweis auf laufende Gespräche angekündigt, vorerst keine Kraftwerke angreifen zu wollen.
Iran meldet Festnahmen von mehreren „Söldnern“
Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Sicherheitskräfte gehen weiter gegen Irans Bevölkerung vor
Seit Kurzem gehen die Sicherheitskräfte zudem gegen Menschen vor, die Angriffe filmen und verbreiten. Wer solche Inhalte verbreite, sei Teil einer „fünften Kolonne des Feindes“, teilten das Geheimdienstministerium und der Geheimdienst der Revolutionsgarde mit. Darüber hinaus erhalten Bürgerinnen und Bürger Warn-SMS, in denen ihnen „beunruhigende Aktivitäten“ im Netz vorgeworfen werden. Die Repression gegen die iranische Bevölkerung ist also nicht nur physischer Natur, sondern findet auch digital statt.
Libanon meldet Tote nach israelischem Angriff auf Wohngebäude
Mehrere Einschläge in Tel Aviv bei iranischem Raketenangriff
Nach Angaben der Polizei handelte es sich um den Einschlag von Raketentrümmern. Videoaufnahmen zeigen, wie an einem Ort Rauch aufstieg. Außerdem berichteten Einwohner Tel Avivs von starken Explosionsgeräuschen.
Proiranische Gruppe im Irak meldet getötete Kämpfer
Zum Netzwerk Haschd al-Schaabi gehört auch die proiranische Miliz Kataeb Hisbollah im Irak. Sie hatte gestern ihre Angriffspause auf die US-Botschaft in Bagdad verlängert. Zuvor war die US-Botschaft mehrmals mit Drohnen und Raketen angegriffen worden. Die Gruppe Haschd-al-Schaabi, ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören, wurde seit Kriegsbeginn ebenfalls mehrfach angegriffen.
EU-Kommissionspräsidentin verlangt Ende der Angriffe
Sie verwies insbesondere auf die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs. Durch die Blockade der Straße von Hormus ist der Öltransport durch die Meerenge so gut wie zum Erliegen gekommen. Gas- und Ölpreise stiegen daraufhin. In vielen Ländern wurde das Tanken teurer.
Iran startet neue Angriffe auf Israel
Bei einem vorherigen iranischen Angriff war bereits ein Gebäude im Norden Israels getroffen worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom veröffentlichte ein Video eines beschädigten Gebäudes und teilte mit, dass es keine Toten gegeben habe.
Börse in Tokio legt nach Trumps verschobenem Ultimatum zu
Trump hatte gedroht, iranische Kraftwerke anzugreifen, falls die iranische Regierung die Straße von Hormus nicht freigibt. Dass Trump davon vorerst absieht und den Ablauf seines Ultimatums um mehrere Tage verschoben hat, ließ die Ölpreise sinken.
Israel attackiert südliche Vororte von Beirut
Mehrere Nachrichtenagenturen berichteten über Brände und Rauchwolken in der Region. Tote oder Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Zehntausende Bewohner hatten das Gebiet bereits verlassen.
Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von einer Reihe von Angriffen südlich der Hauptstadt. In und um Beirut seien niedrig fliegende israelische Kampfflugzeuge zu hören gewesen. NNA meldete außerdem weitere israelische Angriffe im Südlibanon.





