Kommunalwahlen in Bayern: Ein Alarmzeichen zu Gunsten von die CSU

Die Sensation, dass in München künftig ein Grüner die Geschicke führt, überstrahlt die übrigen Ergebnisse der bayerischen Kommunalwahlen. Nicht nur, weil nun ein Politiker ausgerechnet jener Partei, die Ministerpräsident und CSU-Chef Söder zur Hauptgegnerin ausgerufen hat, ihn künftig in der Landeshauptstadt mit Fahrradwegen und dergleichen Teufelszeug piesacken kann.

Es ist auch eine spektakuläre Niederlage der SPD. Bislang konnte man sagen, zwar spiele sie in Bayern keine Rolle, aber wenigstens: München. Damit ist es jetzt vorbei.

Auch Sozialdemokraten können noch gewinnen

Kommunalwahlen sind facettenreich, weswegen man sich hüten muss, pauschale Folgerungen zu ziehen. In Augsburg und Regensburg konnten die SPD-Kandidaten zeigen, dass Sozialdemokraten auch noch gewinnen können.

Für die CSU, und folglich auch für Söder, sind das Rückschläge, zumal man in der Münchener Stichwahl nur Zuschauer war. Allzu tragisch muss sie das aber nicht sehen. In den Großstädten ging es immer mal hin und her und historisch häufiger zugunsten der SPD aus. In Nürnberg hat sich der CSU-Mann behauptet.

Das Alarmzeichen für die Christlichsozialen leuchtet anderswo auf, nämlich in den 71 Landkreisen. Dass die Freien Wähler die Zahl ihrer Landräte verdoppeln konnten, während die CSU mehr als ein Dutzend dieser Posten verlor, kann nicht nur mit jeweils lokalen Bedingungen erklärt werden.

Source: faz.net