Erwägt Koalition Abschaffung?: Kostenlose Krankenversicherung pro Ehepartner könnte schräg stellen
Erwägt Koalition Abschaffung?Kostenlose Krankenversicherung für Ehepartner könnte kippen
23.03.2026, 12:35 Uhr
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Die Regierung erwägt laut „Handelsblatt“, die kostenlose Mitversicherung für Ehepartner abzuschaffen. Bundesgesundheitsministerin Warken will sich allerdings nicht zu dem Bericht äußern.
Die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung könnte für viele Familien spürbar teurer werden. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Koalitionskreise meldete, gibt es in der Bundesregierung Gespräche darüber, die kostenlose Mitversicherung für Ehepartner abzuschaffen. Wer bisher kostenlos mitversichert war, soll demnach künftig einen Mindestsatz von etwa 225 Euro im Monat zahlen.
Den Plänen zufolge soll künftig ein Beitrag von 200 Euro monatlich an die Krankenversicherung und von 25 Euro an die Pflegeversicherung gehen, berichtete das „Handelsblatt“ weiter. Ausnahmen soll es demnach für Menschen mit Kindern unter sechs Jahren oder pflegebedürftigen Angehörigen geben.
Die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung werde voraussichtlich ein zentraler Baustein der Reformen bei Gesundheit und Pflege, hieß es weiter unter Berufung auf Angaben aus der Bundesregierung. Die Maßnahme solle das Milliardendefizit der Krankenkassen verringern und zugleich den Anreiz erhöhen, einen Job anzunehmen.
Warken will sich nicht äußern
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will sich nicht zu dem Medienbericht äußern. Sie wolle die Ergebnisse der Finanzkommission Gesundheit abwarten, die in der kommenden Woche ihre Empfehlungen vorlegen werde, erklärte ihr Ministerium. „Einzelne Berichte werden bis dahin wie gehabt nicht kommentiert.“
Dies beinhalte „auch Mutmaßungen und verschiedene Berechnungen, die in den Raum gestellt werden“, hieß es aus Warkens Ressort weiter. Wie angekündigt werde „im Anschluss an die Vorstellung der Ergebnisse der Finanzkommission Gesundheit ein ausgewogenes Gesamtpaket präsentiert“.
Ende März wird eine von Gesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Expertenkommission Vorschläge zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge vorlegen. In der Bundesregierung laufen aber bereits parallel Gespräche über mögliche Reformen. Dabei zeichne sich ab, dass man die kostenlose Mitversicherung für Ehepartner abschaffen werde, hieß es laut „Handelsblatt“ in Koalitionskreisen. Eine finale Entscheidung stehe allerdings noch aus, zunächst soll der Kommissionsbericht abgewartet werden.
Wenn mitversicherte Ehepartner künftig den Mindestbeitrag zahlten, könnte das die Kranken- und Pflegeversicherung um einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag im Jahr entlasten. Insgesamt sind etwa 16 Millionen Menschen in Deutschland kostenlos mitversichert, der Großteil davon Kinder. Für sie soll sich nichts ändern.
Source: n-tv.de