Zoologie: Haie, Schlangen, Schmetterlinge: die spektakulärsten Tierwanderungen

Heute beginnt die UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten in Brasilien. Nicht nur Vögel gehen auf Wanderschaft, sondern auch viele andere Spezies reisen über die Erde.
Schwalben, Stare und Störche sind angesichts milder Temperaturen wieder aus ihren Winterquartieren nach Deutschland zurückgekehrt. Sie nutzen dabei unter anderem das Erdmagnetfeld zur Orientierung und unterschiedliche Luftströmungen, um möglichst energiesparend ans Ziel zu kommen.
Doch große Reisenunternehmen auch viele andere Tiergruppen. Legendär ist die Wanderung der Gnus durch die Serengeti in Afrika auf der Suche nach den besten Futterplätzen. Ebenso machen es Wale, die in den Ozeanen zwischen den nahrungsreichen Polgebieten und wärmeren Regionen pendeln, wo sie ihre Jungen bekommen.
Tierwanderungen: die langen Reisen der Falter
Ein Spektakel ist ebenfalls der Zug der Monarchfalter von Nordamerika bis nach Mexiko. Aber auch in Europa gibt es Wanderfalter, die erstaunliche Fernreisen antreten. Distelfalter überwinden dabei sogar die Alpen, eine außergewöhnliche Leistung für ein federleichtes Insekt.
Da Tiere bei ihren langen Wanderungen viele Grenzen und Kontinente überwinden, wurde zu ihrem Schutz das internationale Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten getroffen (englisch: Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals, CMS). Es wurde 1979 in Bonn verabschiedet und trägt daher auch den Namen Bonner Konvention. Dennoch sind immer mehr tierische Migranten bedroht; Straßen, Schifffahrtsrouten und Umweltverschmutzung schneiden ihnen Wege ab oder schaden ihrer Gesundheit.
Hier eine Schau mit einigen der spektakulärsten Wanderarten.
Source: stern.de