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Ölfeldausrüster SBO blickt auf Venezuela
Der österreichische Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) blickt angesichts des eskalierenden Krieges im Nahen Osten mit Sorge auf die globalen Lieferketten. Trotz eines Gewinnknicks im abgelaufenen Jahr sieht der Vorstandsvorsitzende Klaus Mader das Unternehmen aber gerüstet. Durch eine breite Diversifizierungsstrategie will sich die SBO künftig vom reinen Ölfeldausrüster zum Hochpräzisionstechnologie-Konzern wandeln.
Der Krieg im Nahen Osten trifft eine für die SBO wichtige Region. Das größte Geschäftsrisiko sei aktuell die Störung der Transport- und Logistikwege, heißt es. Der sprunghafte Anstieg der Energiepreise sei gar nicht im Sinne des Unternehmens, sagte der Vorstandsvorsitzende. „Der ideale Ölpreis für unser Geschäft wäre zwischen 70 und 90 Dollar“, erklärte er am Donnerstag anlässlich der Bilanzvorlage. Ein höherer Preis sei gefährlich, da er die Inflation antreibe und das Wirtschaftswachstum abwürge.
Sollte der Konflikt im Nahen Osten zu nachhaltigen globalen Engpässen führen, rechnet Mader mit verstärkten Investitionen in anderen Förderländern wie den USA oder Südamerika. Speziell mit Blick auf Venezuela sieht er die SBO gut positioniert. Eine Wiederbelebung der dortigen Erdölindustrie passiere jedoch sofort, da die lokalen Verfahren veraltet seien und das Land einen massiven „Brain Drain“ erlitten habe. SBO sei jedoch durch Niederlassungen im texanischen Houston und in Mexiko geografisch nah am Markt und produziere exakt jene Ausrüstung, welche die großen Service-Unternehmen dort nun für den Wiederaufbau der Infrastruktur benötigen würden.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr schrumpfte der Umsatz um 18,8 Prozent auf 455,3 Millionen Euro. Der Nettogewinn halbierte sich auf 23,6 Millionen Euro. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vor.