Iran-Liveblog: USA lockern Sanktionen hinauf iranisches Öl

Karte: Persischer Golf mit Iran, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und Vereinigte Arabische Emirate


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Stand: 21.03.2026 • 03:24 Uhr

Die USA wollen den stark gestiegenen Ölpreis eindämmen und dazu den Verkauf von iranischem Öl vorübergehend erlauben. Iran greift Israel erneut mit Raketen an.

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf Iran gestartet. Die israelische Armee „greift Ziele des iranischen Terrorregimes in Teheran an“, erklärte das israelische Militär am frühen Morgen.

Der Iran ist einem Medienbericht zufolge bereit, Schiffe mit Bezug zu Japan durch die Straße von Hormus fahren zu lassen. Die Regierung in Teheran führe bereits Gespräche mit Tokio über eine mögliche Öffnung der Meerenge, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den iranischen Außenminister Abbas Aragtschi.

Der Iran hält die für die weltweite Ölversorgung wichtige Route wegen des Krieges der USA und Israels gegen das Land seit drei Wochen weitgehend geschlossen. Japan bezieht rund 95 Prozent seines Öls aus dem Nahen Osten. Etwa 90 Prozent der Lieferungen für das Land werden durch die Straße von Hormus transportiert.

Die USA haben vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl gelockert, das sich derzeit auf Schiffen befindet. Laut dem US-Finanzministerium sind Verkauf und Lieferung bis zum 19. April erlaubt. Dadurch versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen.

US-Finanzminister Scott Bessent hatte die Lockerung bereits am Donnerstag in Aussicht gestellt. Er geht früheren Angaben zufolge von etwa 140 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) aus. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin vom Persischen Golf nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran.

Die iranische Führung hat den britischen Premierminister Keir Starmer gewarnt, sein jüngster Kurswechsel bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA werde nicht ohne Folgen bleiben. Die große Mehrheit der Briten wolle mit dem israelisch-amerikanischen Krieg nichts zu tun haben, schrieb Irans Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X.

Starmer bringe seine eigenen Landsleute in Gefahr, indem er zulasse, „dass britische Stützpunkte für Angriffe gegen den Iran genutzt werden“. Der Iran werde „sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen“.

Die britische Regierung hatte den USA zuvor die Nutzung ihrer Militärbasen für Angriffe auf iranische Raketenstellungen erlaubt, die die Schifffahrt in der Straße von Hormus bedrohen.

Der Iran hat nach israelischen Angaben Israel erneut mit Raketen angegriffen. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, „um die Bedrohung abzufangen“, erklärte das israelische Militär im Onlinedienst Telegram. Das saudiarabische Verteidigungsministerium erklärte im Onlinedienst X, dass 22 Drohnen im Osten des Landes abgefangen worden seien.

Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge Stellungen der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Über Opfer oder Schäden war zunächst nichts bekannt.

US-Präsident Donald Trump hat NATO-Verbündete wegen ihrer ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung des Öltransports durch die Straße von Hormus als „Feiglinge“ bezeichnet. Ohne die USA sei das Verteidigungsbündnis ein zahnloser Tiger, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er warf den Verbündeten vor, sich nicht am Kampf gegen eine atomare Bewaffnung des Irans beteiligt zu haben.

Jetzt, da der Kampf militärisch „GEWONNEN“ sei, beschwerten sie sich über die hohen Ölpreise, würden aber nicht dabei helfen, die Straße von Hormus zu öffnen. „Das wäre für sie so einfach und mit nur geringem Risiko verbunden. FEIGLINGE, das werden wir uns MERKEN!“, schrieb Trump weiter.

US-Präsident Trump erwägt nach eigenen Angaben, die Militärangriffe auf den Iran zurückzufahren. Der Sprecher der iranischen Streitkräfte hat wegen der Angriffe auf sein Land mit weltweiten Attentaten gedroht.

Source: tagesschau.de