Film weiterführend Müllabfuhr: Uwe Ochsenknecht – neuer Film mit Müllwerker „Käpt’n Träsch“






Uwe Ochsenknecht ist wieder als „Käpt’n Träsch“ zu sehen. „Die drei von der Müllabfuhr“ sind mit einer neuen Folge im Ersten. Wie sie gierige Immobilieninvestoren in ihre Schranken weisen wollen.

Kulturkampf mit „Käpt’n Träsch“: In einer neuen Folge der ARD-Reihe „Die drei von der Müllabfuhr“ setzt sich Uwe Ochsenknecht als Berliner Müllwerker Werner für ein linkes Kulturzentrum ein. Investoren wollen die Betreiber mit fiesen Methoden verjagen, um an das Gelände in bester Kreuzberger Lage zu kommen. Aram Arami als Tarik und Marc Oliver Schulze als Motte machen das Dreier-Team komplett, das im Müllwagen durch Berlin kurvt und für Ordnung sorgt, auch im Zwischenmenschlichen. 



Die Komödie „Hand in Hand“ läuft am Freitag (20. März) um 20.15 Uhr im Ersten und ab Mittwoch (18. März) in der ARD Mediathek. 

Worum geht es?

Werner Träsch und sein Team werden auf der Müllwagen-Tour Zeugen, wie Schläger das alternative Jugendzentrum Venceremos überfallen. Die Müllwerker greifen ein und verteidigen Jelena, die bei dem Überfall mitsamt ihrem Rollstuhl zu Boden geworfen wurde. Eine mutige Tat mit Folgen. Denn Jelena und Werner werden wegen Körperverletzung angezeigt. Dahinter steckt ein skrupelloser Anwalt, der seinen Sohn Florian zu dem Angriff angestachelt hat. 


Doch ist der 17-Jährige wirklich der fiese Schläger? Und wie lässt sich beweisen, dass hinter der Attacke eine Intrige steckt, eingefädelt von reichen Geschäftemachern? Das wollen Werner, Tarik und Motte herausfinden, auch mit Hilfe von Werners Tochter Annika, einer Journalistin. 

Lohnt sich das Einschalten?

Wer rund eineinhalb Stunden nette Unterhaltung und Ablenkung sucht, ist hier richtig. Ochsenknecht, Arami und Schulze als Ex-Pfarrer Motte sind ein eingespieltes Team und sichtlich mit Freude bei der Sache. Ihnen zuzusehen, bereitet Vergnügen. Das liegt zum einen am Humor, mit dem die großen und kleinen Sorgen des Alltags gemeistert werden. 




Zum anderen zeigt der Film auch so manche Probleme auf. Es geht um Einsamkeit alter Menschen, familiäre Konflikte und Vorurteile, die geschickt geschürt werden, aber auch um die Folgen ungehemmten Machtstrebens.


Gibt es Kritikpunkte? 

Der Film setzt auf so manche Klischees. Dort der erfolgreiche Rechtsanwalt, der sich mit Härte und ohne Gnade hochgearbeitet hat und das nun auch von seinem Sohn Florian erwartet. Dort die joviale Herzlichkeit der Leute, die im gesellschaftlichen Ranking nicht so weit oben stehen.

Es ist ein heimeliges Milieu, das der Film von Werner, seinen Kollegen, Freunden und seiner Familie zeichnet. Alle sind zupackend, herzlich und komplett ohne Vorurteile, auch nicht gegenüber Jelena, die als Aktivistin Teil der „bunten Antifa-Bewohnerschaft“ ist, wie es in der Ankündigung heißt. Es ist die Utopie einer idealen Gesellschaft voller Respekt und Menschlichkeit. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch ein schönes Gegengewicht zu einer Welt voller Hass und Hetze, in der das Recht des Stärkeren das Handeln bestimmt.





Wer spielt noch mit?

Jelena wird gespielt von Hannah Schiller („Eine fremde Tochter“). Laurids Schürmann („Flunkyball“) ist zu sehen als Florian, Sohn von Rechtsanwalt Brandner (Shenja Lacher).

Welche Sprüche gibt es?

„Seit wann ist es denn ein Verbrechen geworden, Antifaschist zu sein? Jeder anständige Mensch sollte das sein.“ (Träschs Chef Rüdiger Dorn wegen der Ermittlungen gegen seinen Mitarbeiter wegen Körperverletzung) „Auch eine ruhig vorgetragene Respektlosigkeit ist ein aggressiver Akt.“ (Der Leiter des Antiaggressionstrainings zu Werner)   „Musk, Musk, das war doch mal ein Parfüm, oder?“ (Werner Träsch, nachdem er über Elon Musk geredet hat)

dpa

Source: stern.de