Energieanlagen in Nahost: Was, wenn dasjenige weltweit größte Gasfeld zerstört wird?

Gestern hat Israel erstmals das iranische Gasfeld South Pars angegriffen, eines der größten der Welt und zentral für die Energieversorgung des Landes. Kurz darauf folgten Gegenschläge: Der Iran attackierte Energieanlagen in Saudi-Arabien und Katar. Auch die USA reagierten: Präsident Donald Trump drohte dem Iran mit weiteren Angriffen und der vollständigen Zerstörung des Gasfeldes, sollte das Land weiterhin Katars Flüssiggasanlagen angreifen. Nach den Angriffen in der Golfregion sind die Preise für Öl und Erdgas erneut gestiegen. Einer Studie zufolge wird die Inflationsrate in Deutschland durch den Energiepreisschock steigen. Welche weiteren wirtschaftlichen Folgen hat die Eskalation? Und was würde passieren, wenn die USA das größte Gasfeld der Welt zerstören? Omid Rezaee, Iran-Experte der ZEIT, ordnet im Podcast ein, wie groß die wirtschaftlichen Risiken sind und was das für die Menschen im Iran bedeutet.

Beim EU-Gipfel in Brüssel ringen die Staats- und Regierungschefs um neue Ukrainehilfen in Höhe von 90 Milliarden Euro. Eine Entscheidung wird erst am Donnerstagabend erwartet. Blockiert werden die Pläne weiterhin von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Er knüpft seine Zustimmung daran, dass wieder russisches Öl durch die beschädigte Druschba-Pipeline nach Ungarn fließt. Die Ukraine weist den Vorwurf einer Blockade zurück und spricht von notwendigen Reparaturen. Ein Kompromiss ist bislang nicht in Sicht. Mehrere europäische Regierungschefs werfen Orbán Wortbruch vor. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz mahnt zur Einhaltung gemeinsamer Beschlüsse und betont, wie wichtig Verlässlichkeit in der EU sei.

Das Deutschlandticket könnte bald wieder teurer werden. Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur sogenannten Trassenpreisbremse, die bislang dafür gesorgt hat, dass die Gebühren für Regionalbahnen bei der Nutzung der Schienen gedeckelt bleiben. Der EuGH erklärte diese Regel nun für rechtswidrig – damit droht eine Finanzierungslücke von mindestens 800 Millionen Euro im Schienennahverkehr. Wenn Bund und Länder die fehlenden Mittel nicht ausgleichen, könnte die Kostensteigerung an die Fahrgäste weitergegeben werden. Was das Urteil genau bedeutet und welche Folgen es für Bahnpreise und Pendler hat, erklärt Jonas Schulze Pals, Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT.

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Moderation und Produktion: Constanze Kainz

Produktion: Helena Schmidt, Hannah Grünewald

Redaktion: Philip-Johann Moser

Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković

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