Ein Drittel dieser Kliniken in Not – Verband fordert höhere Patientenbeiträge
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) spricht sich für eine höhere Zuzahlung der Patienten bei Klinikaufenthalten aus. „Eine Erhöhung der Zuzahlung auf 15 Euro wäre vernünftig und vertretbar. Die Zuzahlung war 2004 mit zehn Euro pro Tag eingeführt worden, seither wurde sie nicht erhöht“, sagte Vorstandschef Gerald Gaß der „Rheinischen Post“. Gaß verwies zugleich auf eine Härtefall-Regelung und eine Begrenzung auf maximal 28 Tage, für die man bei Klinikaufenthalten bezahlen muss.
Ein Drittel der Kliniken von Insolvenz bedroht
Gaß zeichnete zugleich ein düsteres Bild von der Lage der Krankenhäuser in Deutschland. „Die Lage ist ernst. Aktuell schreiben 80 Prozent der Kliniken rote Zahlen. Ein Drittel der Häuser in Deutschland ist von Insolvenz bedroht: 16 Prozent sind stark insolvenzgefährdet, weitere 21 Prozent gefährdet“, sagte der DKG-Chef.
Der Präsident des Landkreistages, Achim Brötel, ergänzte in der „Rheinischen Post“, besonders betroffen seien Häuser mit kirchlichen und freigemeinnützigen Trägern. Auch den kommunalen Krankenhäusern gehe es „richtig schlecht“, weil die Kommunen als Träger einen Defizitausgleich in der momentan erforderlichen Höhe schlicht nicht mehr leisten könnten.
Gaß forderte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf, die auf ein Jahr angelegte staatliche Ausgleichszahlung, die der Bund den Krankenhäusern zur Stabilisierung der finanziellen Lage seit November 2025 gewährt hat, zu verlängern. Es gehe um vier Milliarden Euro.
Source: welt.de