Babynahrung : Wie weitläufig ist welcher Milchpulver-Skandal?

Insa Backhaus stieß eher zufällig auf die Warnung von Nestlé. Anfang Januar suchte sie auf der Website des Lebensmittelkonzerns nach Produkten für ihre neun Monate alte Tochter, als sie dort von möglicherweise kontaminiertem Milchpulver erfuhr. Da machte es Klick: Ihre Tochter hatte sich regelmäßig etwa 30 Minuten nach dem Fläschchen schwallartig übergeben. Das Fläschchen rührte Backhaus mit Milchpulver von Nestlé an.

Das Erbrechen ihrer Tochter an Weihnachten hatte sie noch als ungewöhnlich langen Magen-Darm-Infekt abgetan – so wie ihr Kinderarzt. „Nun hatte ich eine Erklärung“, sagt die Medizinsoziologin. Backhaus nahm Kontakt mit Nestlé auf, weil die Dosen zu den betroffenen Chargen gehörten, die der Konzern zurückgerufen hatte. Über Nacht setzte sie die Milch ab – ihrer Tochter ging es sofort besser, sie behielt die Nahrung wieder bei sich.