Spanischer Schweinemastbetrieb: Das Leid hinterm Serrano-Schinken
Woran denkt man beim Biss in eine Scheibe Schinken? Wohl
eher selten an das Schwein, von dem sie stammt. Und wenn doch, so wünscht man
sich ein Schwein, das bis zur Schlachtung munter lebte, mit Auslauf,
Frischluft, „artgerecht“. Nur: Hinter manchem Schinken, der
in deutschen Supermärkten ausliegt, verbirgt sich offenbar das blanke Grauen.
Eitrige
Abszesse, offene Wunden, eingepferchte Tiere neben Kadavern, aus denen bereits
Larven dringen: Das alles ist auf Bildern aus einer Schweinemast in Spanien zu
sehen. Das Videomaterial, das der ZEIT vorliegt, stammt von der spanischen Tierschutzorganisation Animal
Respect and Defence of the Environment (ARDE).
Der Mastbetrieb belieferte ein spanisches Schlachtunternehmen, das auch nach
Deutschland verkauft. Aus dem Fleisch dieses Schlachthofs wird unter anderem ein
Serrano-Schinken hergestellt, den
Aldi Nord anbietet – unter der Eigenmarke „Tesoros del Sur“, Schätze des Südens.
In dieser Ware könnte also auch Fleisch aus dem
Mastbetrieb sein, aus dem die Horrorbildern stammen.