Neues Politiker-Ranking: Özdemir kassiert die meisten Punkte, Reiche fällt lichtvoll zurück

Neues Politiker-RankingÖzdemir kassiert die meisten Punkte, Reiche fällt klar zurück

17.03.2026, 14:55 Uhr

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Cem Özdemir dürfte der nächste Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden. (Foto: picture alliance/dpa)

Unverändert steht Verteidigungsminister Boris Pistorius im Politiker-Ranking von RTL und ntv auf dem ersten Platz, gefolgt vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst. Der Grüne Cem Özdemir bleibt auf Platz drei, legt aber trotzdem zu.

Im neuen Politiker-Ranking von RTL und ntv gibt es auf den Plätzen eins bis sieben zwar keine Veränderung in der Reihenfolge. Allerdings gibt es einen klaren Gewinner: Der Grünen-Politiker Cem Özdemir legt im Vergleich zur Dezember-Umfrage um 8 Punkte zu.

Das Umfrageinstitut Forsa ermittelt dieses Ranking anhand eines Punktesystems, mit dem die Befragten bewerten, bei welchen Politiker sie das Land in guten Händen sehen. Ihre Einschätzung können die Befragten mit Werten von 0 („überhaupt nicht in guten Händen“) bis 100 („voll und ganz in guten Händen“) abgeben.

Auf den ersten drei Plätzen landeten im März wie schon im Dezember Verteidigungsminister Boris Pstorius mit 56, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst mit 52 und Cem Özdemir mit 48 Punkten. Neu ist Platz acht, auf dem nun Bundeskanzler Friedrich Merz steht. Im Dezember lag er noch auf dem neunten Rang. Auch seine Punkte haben sich leicht verbessert. Grünen-Chef Felix Banaszak, der im Dezember nicht im Ranking vertreten war, liegt mit 31 Punkten gleichauf mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt auf Platz elf.

Bei den meisten Politikerinnen und Politikern haben sich die Werte kaum oder gar nicht verändert. Um zwei Punkte verbessert haben sich die Werte der AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla, um drei Punkte der Wert der Grünen-Vorsitzenden Franziska Brantner, die wie Özdemir aus Baden-Württemberg kommt. Özdemir verbucht mit seinem Plus von acht Punkten den größten Vertrauenszuwachs.

Bei drei politischen Akteuren haben sich die Werte um zwei Punkte verschlechtert: bei Kanzleramtsminister Thorsten Frei von der CDU, beim SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sowie bei der Linken-Fraktionsvorsitzenden Heidi Reichinnek. Den größten Vertrauensverlust im Vergleich zum Dezember gab es im März mit fünf Punkten bei Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU.

Auch von den eigenen Anhängern erhalten im März 10 der 19 schon im Dezember-Ranking berücksichtigten politischen Akteure ähnliche Werte wie schon Ende des letzten Jahres. Deutlich schlechtere Werte bei den eigenen Anhängern als im letzten Ranking erhalten im März nur Katherina Reiche (ein Minus von vier Punkten) und SPD-Fraktionschef Matthias Miersch (ein Minus von sechs Punkten).

Bessere Werte als im Dezember erhalten von den eigenen Anhängern sieben Politiker beziehungsweise Politikerinnen: Ein Plus von zwei Punkten verzeichnen Friedrich Merz, Außenminister Johann Wadephul, CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann und Linken-Chef Jan van Aken, ein Plus von drei Punkten Alexander Dobrindt, ein Plus von vier Punkten Markus Söder und ein Plus von 6 Punkten Cem Özdemir.

Die höchsten Vertrauenswerte bei den eigenen Anhängern haben im aktuellen Ranking Markus Söder (80 Punkte), Alice Weidel und Heidi Reichinnek (jeweils 79 Punkte), Boris Pistorius (78 Punkte) sowie Cem Özdemir mit 77 und Hendrik Wüst mit 76 Punkten.

Den geringsten Vertrauenswert bei den Anhängern der eigenen Partei haben im März dieses Jahres mit großem Abstand Katherina Reiche mit 41 Punkten und Unionsfraktionschef Jens Spahn, der von den Anhängern der CDU nur einen Vertrauenswert von 35 Punkten erhält und auch im Gesamtranking nur den letzten Platz erreicht.

In Ostdeutschland erreichen nur vier Politiker höhere Vertrauenswerte als in Westdeutschland: Heidi Reichinnek, Jan van Aken, Alice Weidel und Tino Chrupalla. Deutlich geringere Werte im Osten als im Westen haben Boris Pistorius, Johann Wadephul, Cem Özdemir und Friedrich Merz.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 11. und 13. März erhoben. Datenbasis: 1501 Befragte.

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Quelle: ntv.de, hvo

Source: n-tv.de