Leipziger Buchmesse, Klimakrise, Wiedersehen
Der Freitag fährt zur Leipziger Buchmesse, spricht dort unter anderem über die Klimakrise und heißt eine ehemalige Praktikantin wieder am Hegelplatz willkommen
Hallo,
als regelmäßige Freitagleser:innen wissen Sie sicherlich, dass morgen in Leipzig die Buchmesse losgeht. Und selbstverständlich wird der Freitag auch dabei sein.
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Für mich ist es die erste Buchmesse, auf der ich unter anderem mit Carla Hinrichs von der Letzten Generation darüber sprechen kann, warum die Klimabewegung – und mit ihr die Klimakrise – aus der öffentlichen Debatte verschwunden ist.
Denn die Krise hat ja in keinster Weise nachgelassen. Im Gegenteil: Wir beschleunigen sie immer weiter. Mit dem absterbenden Korallenriff vor Florida wurde letztes Jahr sehr wahrscheinlich der erste Klimakipppunkt überschritten, ab dem sich die Klimakrise auch ohne menschliches Zutun ganz von alleine verstärkt.
Und was macht die Bundesregierung? Während didie Emissionen in Deutschland kaum noch sinken, will Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mehr Gas fördern und die Erneuerbaren Energien ausbremsen. Es ist dringend nötig, dass wir der Politik hier wieder mehr auf die Finger schauen und sie daran erinnern, dass sie das Grundgesetz zu angemessener Klimapolitik verpflichtet. Carla Hinrichs wird am Donnerstag sicherlich einiges dazu zu sagen haben.
1. Heute wichtig
2. Made My Day
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➜ Wiedersehen: Es ist immer wieder schön, dass unsere Praktikant:innen uns nach ihrer Zeit hier als Autor:innen erhalten bleiben. Umso mehr freut es mich, wenn sie – wenn auch nur für kurze Zeit – wieder an den Hegelplatz zurückkehren.
Wie Sie bereits wissen, ist unser Politik-Chef Pepe Egger diesen Montag in Elternzeit gegangen, weshalb Elena Jaekel solange das Politik-Ressort verstärken wird. In letzter Zeit hat sie sich mit Erschöpfung im Kapitalismus, Verschwörungstheorien und Gewalt gegen Frauen beschäftigt. Persönlich freue ich mich aber nicht nur über die tollen Texte, an denen sie schon wieder arbeitet, sondern auch auf einige gemeinsame Mittags- und Kaffeepausen.
3. Kultur-Tipp
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➜ Gut zu lesen: Den deutschen Medien wird gerne vorgeworfen, dass sie im Blick auf die Auslandsberichterstattung zu sehr an wenigen Themen hängen, um dann endlos um diese zu kreisen. Als deutsche Journalistin muss ich leider sagen: Diese Kritik ist berechtigt.
Wer gerne einen umfassenderen Blick darauf haben möchte, was weltweit, insbesondere aber im Globalen Süden und in Regionen passiert, die hierzulande oft nicht einmal als Randnotiz auftauchen, sollte unbedingt den Newsletter „What Happened Last Week“ von Sham Jaff abonnieren. Hin und wieder ist sie auch als Autorin im Freitag zu lesen.
4. Lese-Empfehlung
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➜ Emissionen: Umweltminister Carsten Schneider (SPD) wurde die undankbare Aufgabe zuteil, die Bevölkerung darüber zu informieren, dass die in Deutschland ausgestoßenen Treibhausgase im letzten Jahr nur um 0,1 Prozent zurückgegangen sind. So wird das nichts mit den Klimazielen. Aber woher wissen wir eigentlich, wie viele Treibhausgase ausgestoßen werden und wo? Grünes-Wissen-Redakteur Nick Reimer hat aufgedröselt, wie kompliziert das ist. Jede Kuh zu zählen, ist da noch eine der einfacheren Aufgaben.
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Wojciechs Reisebus rollt bei Bamberg über die A9. Drei Studentinnen aus Litauen sind an Bord, die zur Universität nach Stuttgart wollen, ein älteres Ehepaar aus Riga, die Mehrzahl der Fahrgäste stammt aus Polen. In Görlitz stiegen zwei junge Männer zu, die auf Montage nach Baden-Württemberg reisen. „Busfahren ist entspannter“, sagt der eine. Wie berechnet man aber die Emissionen dieses Reisebusses? Wie viele Treibhausgase müssen in Polen, in der Ukraine, Litauen und Deutschland angerechnet werden?
„Im Prinzip ist das ganz einfach“, sagt Michael Strogies, der beim Umweltbundesamt in Dessau jahrelang für das „Nationale Treibhausgasinventar“ Deutschlands zuständig war. „Tankt der Bus in Polen, gehen die Emissionen ins nationale Treibhausgasregister Polens ein, tankt er in Deutschland, dann eben hier.“ Aus der Energiebilanz der Kraftstoffe lässt sich ermitteln, wie viele Treibhausgase in jedem Land entstehen, vollkommen unabhängig von der Zahl der Mitfahrer.
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende dieser Ausgabe. Vielleicht planen Sie ja auch zur Leipziger Buchmesse zu kommen und wir laufen uns dort persönlich über den Weg.
Viele Grüße,
Ihre Alina Saha
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