Tarifkonflikt: Jetzt könnten nebensächlich Eurowings-Piloten streiken

Abgestellte Maschinen der Fluggesellschaft Eurowings stehen auf dem Flughafen Hamburg.

Stand: 16.03.2026 • 15:03 Uhr

Gerade erst legten die Piloten der Lufthansa ihre Arbeit nieder, jetzt könnten die Kollegen der Konzerntochter Eurowings folgen. Eine große Mehrheit stimmte in einer Urabstimmung für Streik. Unklar ist noch der Zeitpunkt.

Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings drohen Pilotenstreiks. Bei einer Urabstimmung haben 94 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für einen Arbeitskampf gestimmt, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) berichtete. Teilgenommen haben den Angaben zufolge 82 Prozent der infrage kommenden Mitglieder. Ein konkreter Zeitpunkt für einen Arbeitskampf wurde noch nicht genannt. Es solle „zeitnah“ über das weitere Vorgehen informiert werden.

Bei der von vielen Urlaubern genutzten Direktfluggesellschaft mit Sitz in Köln geht es im Tarifstreit wie bei der Mutter Lufthansa um die Betriebsrenten der Pilotinnen und Piloten. Bei den Verhandlungen habe der Konzern jede Volumenerhöhung ihres Beitrags abgelehnt, kritisierte die Gewerkschaft.

Arbeitgeberseite soll sich bewegen

VC-Präsident Andreas Pinheiro verlangte ein „ernsthaftes Entgegenkommen der Arbeitgeberseite“. Er sagte laut einer Mitteilung: „Mit diesem eindeutigen Votum erhält die Vereinigung Cockpit ein starkes Mandat der Pilotinnen und Piloten bei Eurowings, ihre Forderungen nach einer Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung konsequent weiterzuverfolgen.“

Bei der Kerngesellschaft Lufthansa legten die Piloten in der vergangenen Woche bereits das zweite Mal die Arbeit nieder. Vor allem an den Drehkreuzen Frankfurt und München waren am Donnerstag und Freitag jeweils Hunderte Flüge ausgefallen. Betroffen waren Tausende Passagiere. Am Donnerstag hatte die VC auch die Regionaltochter Lufthansa Cityline bestreikt.

Source: tagesschau.de