„No to war – and free Palestine“ – Schauspieler Javier Bardem irritiert mit Ansteckpin

Auf der Oscar-Bühne nutzte Javier Bardem seinen Moment, um gegen Krieg zu protestieren. Mit den Worten „No to war – and free Palestine“ und entsprechenden Pins machte er auf den Nahost-Konflikt aufmerksam. Auch andere Prominente trugen Pins mit Botschaften.

Bei der 98. Verleihung der Academy Awards nutzte der spanische Schauspieler Javier Bardem seine Bühne, um ein politisches Statement zu setzen. Der Oscar‑Preisträger trat am Sonntagabend gemeinsam mit der Schauspielerin Priyanka Chopra als Präsentator des Preises für den besten internationalen Film auf. Noch bevor die Nominierten bekanntgegeben wurden, richtete Bardem direkte Worte an das Publikum: „No to war“ sagte er und fügte hinzu: „And free Palestine“.

Dabei trug er sichtbar ein rotes Abzeichen mit dem spanischen Schriftzug „No a la guerra“ („Nein zum Krieg“) sowie ein weiteres Zeichen, das auf den israelisch‑palästinensischen Konflikt Bezug nahm.

Bardem war nicht der einzige Prominente, der bei der Gala politische Botschaften zeigte. Zahlreiche Gäste – darunter Schauspielerinnen wie Charithra Chandran und Musikerinnen wie Sara Bareilles – trugen Pins mit Aufschriften wie „Just Peace“ oder „Artists4Ceasefire“, die auf Aufrufe zu einem Waffenstillstand und sozialen Frieden Bezug nahmen.

Kritische Reaktionen in sozialen Netzwerken

Auch in sozialen Netzwerken löste Bardems Auftritt Kritik aus. So schrieb der proisraelische Aktivist Hen Mazzig auf der Plattform X, der Schauspieler habe mit seinen Pins und den Worten „No to war and Free Palestine“ lediglich „trendige Parolen“ wiederholt.

Zugleich fragte Mazzig, ob Bardem auch „die Zehntausenden erwähnt habe, die unter dem Regime im Iran leiden“. Ebenso wenig hätten seine Botschaften die islamistische Organisation Hamas oder deren Angriff auf Israel am 7. Oktober thematisiert, der den Krieg ausgelöst habe. Mazzig sprach in diesem Zusammenhang von einer „weiteren Gelegenheit für billigen Applaus ohne echtes Wissen über die Realität“.

ceb

Source: welt.de