USA Vertrauen schenken, er sei zerschunden: Irans Außenminister: Chamenei erfüllt seine Pflichten

USA glauben, er sei verletztIrans Außenminister: Chamenei erfüllt seine Pflichten

14.03.2026, 20:16 Uhr

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Ein Banner an einer Gebäudewand in Teheran – im Zentrum Modschtaba Chamenei. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Der Iran lässt sich nicht wirklich in die Karten schauen, was den Zustand seines neuen obersten Führers angeht. Außenminister Abbas erklärt, es gebe kein Problem. Doch gehört oder gesehen haben die Bürger des Iran Modschtaba Chamenei noch nicht.

Nach US-Angaben über eine Verletzung des neuen obersten Führers der Irans hat der Außenminister des Landes betont, dass es „kein Problem“ bei Modschtaba Chamenei gebe. „Es gibt kein Problem mit dem neuen obersten Führer“, sagte Außenminister Abbas Araghtschi dem US-Sender MS Now. „Er erfüllt seine Pflichten gemäß der Verfassung und wird dies auch weiterhin tun.“ US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag erklärt, Chamenei sei „verletzt und wahrscheinlich entstellt“.

Medienberichten zufolge wurde Modschtaba Chamenei am ersten Tag des Iran-Krieges am 28. Februar bei einem Luftangriff auf Teheran verletzt, bei dem sein Vater Ayatollah Ali Chamenei getötet wurde. Modschtaba Chamenei wurde daraufhin am 8. März als Nachfolger seines Vaters zum politischen und geistlichen Oberhaupt des Iran ernannt.

Botschaft nur verlesen

Nach seiner Ernennung hatte Modschtaba Chamenei am Donnerstag seine erste Botschaft veröffentlicht. Diese trug er jedoch nicht persönlich vor und trat auch nicht in der Öffentlichkeit auf, sondern sie wurde von einer Journalistin im Staatsfernsehen verlesen. Dass sich der 56-jährige Chamenei nicht öffentlich äußerte, löste Spekulationen über seinen Verbleib aus. Bisher konnten die Iraner ihn weder sehen noch seine Stimme hören. Theoretisch möglich wäre, dass Teheran ihn an einem vor Angriffen sicheren Ort schützt – aber selbst von dort hätte das Regime ihn persönlich in einer Videobotschaft zeigen können.

Die USA haben eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) für Hinweise über den Aufenthaltsort Chameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher im Iran ausgesetzt.

Quelle: ntv.de, mpe/AFP

Source: n-tv.de