Automobilindustrie: BMW verzeichnet dritten Gewinnrückgang in Folge
Der deutsche Automobilhersteller BMW hat im Geschäftsjahr 2025 erneut einen Gewinnrückgang verzeichnet. Wie der Dax-Konzern mitteilte, fiel der Nettogewinn auf rund 7,45 Milliarden Euro, etwa drei Prozent weniger als 2024. Für das Unternehmen ist es damit bereits der dritte Rückgang in Folge. Im Vorjahr war die Kennzahl deutlich um 36,9 Prozent zurückgegangen.
Der operative Gewinn – der Überschuss vor Steuern und Zinsen – fiel bei BMW auf rund 10,2 Milliarden Euro. Das ist ein Minus von 6,7 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024. Damit fiel der Gewinnrückgang beim Münchener Automobilhersteller deutlich geringer aus
als bei Volkswagen und
Mercedes. Bei den beiden deutschen Konkurrenten war der Gewinn jeweils um rund die Hälfte eingebrochen.
Absatz in China bricht um mehr als zehn Prozent ein
Der Umsatz bei BMW war im
vergangenen Jahr 6,3 Prozent niedriger als im Vorjahr und fiel auf 133,45 Milliarden
Euro. Der Automobilkonzern führte das Ergebnis auf den harten
Wettbewerb im Autogeschäft zurück, vor allem auf den wachsenden
Konkurrenzkampf in China. Dort brach der Absatz um 12,5 Prozent ein.
In Europa verkaufte das Unternehmen dagegen 7,3 Prozent mehr Autos. Auch auf den amerikanischen Märkten verzeichnete BMW ein Plus von 5,6 Prozent. Insgesamt stieg der Absatz leicht um 0,5 Prozent auf 2.463.681 ausgelieferte Fahrzeuge.
Hoffnung macht dem Unternehmen insbesondere der Absatz bei den reinen Elektroautos: Dieser stieg 2025 um 3,6 Prozent. 17,9 Prozent aller verkauften Fahrzeuge hatten einen rein elektrischen Antrieb.
Gewinnmarge bricht durch US-Zölle ein
Die Gewinnmarge von BMW lag im Jahr 2025 bei 5,3 Prozent und damit gerade noch im Bereich des gesetzten Korridors von fünf bis sieben Prozent. Besonders die US-Einfuhrzölle belasteten die Marge. Sie kosteten nach Angaben des Unternehmens rund 1,5 Prozentpunkte. Für das Jahr 2026 geht BMW davon aus, dass erhöhte Zölle die Marge um weitere 1,25 Prozentpunkte reduzieren werden.