Millionengehalt: Ermotti bleibt Spitzenverdiener

Sergio Ermotti zählt weiterhin zur Riege der bestbezahlten Manager der Schweiz. Der Vorstandsvorsitzende der Zürcher Großbank UBS ist für seine Arbeit im Geschäftsjahr 2025 mit 14,9 Millionen Schweizer Franken entlohnt worden. Damit lag sein Salär genauso hoch wie im Jahr zuvor. In dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht preist der Verwaltungsrat Ermottis „herausragende Leistung und vorbildliche Unternehmensführung“. Dieser habe starke Finanzergebnisse vorgelegt, Vorsteuergewinn und Eigenkapitalrendite hätten die ‌Vorgaben übertroffen.

Die UBS hat 2025 einen Gewinn von 7,8 Millionen Dollar erzielt – gut 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Verwaltungsrat lobt „die großen Fortschritte bei einer der komplexesten Integrationen in der Geschichte des Bankwesens“. Gemeint ist damit die Einbindung der im Jahr 2023 übernommenen Credit Suisse. Die Integration des Lokalrivalen, die mit dem Abbau Tausender Mitarbeiter einhergeht, soll bis zum Ende dieses Jahres vollständig abgeschlossen werden. Als die UBS unter Anfeuerung der Schweizer Regierung vor drei Jahren nach der vor dem Kollaps stehenden Credit Suisse griff, war Ermotti eigens zurück an die Konzernspitze geholt worden. Der 65 Jahre alte Tessiner hat erklärt, dass er mindestens bis Ende 2026 oder Anfang 2027 im Amt bleiben wolle.

In Finanzkreisen wurde jüngst spekuliert, dass er auch noch länger im Amt bleiben könnte, um seine Stimme in den strittigen Fragen zur Großbankenregulierung in der Schweiz einzubringen. Die UBS fürchtet, ihre Bilanz infolge schärferer Kapitalvorgaben tüchtig aufpolstern zu müssen. Der gesamte UBS-Konzernvorstand strich im vergangenen Jahr 145,3 Millionen Franken ein nach 143,6 Millionen Franken im Jahr zuvor. Der Bonus-Pool für den gesamten Bankkonzern kletterte um zehn Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar.

Obwohl Ermottis Gehalt rund 150 Mal höher ist als der Schweizer Durchschnittsverdienst, gibt es Spitzenmanager, die noch besser wegkommen. Der Vorstandschef des Basler Pharmakonzerns Novartis, Vasant Narasimhan, strich im vergangenen Jahr 24,9 Millionen Franken ein. In der europäischen Bankenwelt erhielt die Chefin der spanischen Banco Santander, Ana Botin, zuletzt ein Jahressalär von 18,5 Millionen Euro.