US-Minister stellt „schwerstes Bombardement“ in Aussicht

Seit dem Wochenende greifen Israel und die USA den Iran an. Am Samstag wurde das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet, der seit 1989 an der Macht war. Der Iran beschießt Israel und die Golf-Staaten mit Drohnen und Raketen. Zwischen Israel und der im Libanon operierenden Terrormiliz Hisbollah ist eine zweite Front entstanden. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:

01:52 Uhr – US-Rüstungsunternehmen fahren Produktion hoch

US-Rüstungsunternehmen haben sich laut einem „Truth-Social“-Post von Donald Trump bereit erklärt, die Produktion „exquisiter“ Waffen zu vervierfachen. Gemeint sind damit häufig besondere, teure oder technisch komplexe Waffen, etwa Hyperschallwaffen oder Abfangraketen mit hoher Reichweite, die in der Regel in geringerer Stückzahl vorgehalten werden als herkömmlichere Kriegsgeräte.

01:18 Uhr – US-Minister stellt „schwerstes Bombardement“ in Aussicht

US-Finanzminister Scott Bessent kündigt besonders heftige Angriffe im Iran an. „Heute Nacht wird unser schwerstes Bombardement stattfinden“, sagte er dem Sender Fox Business. Man werde den iranischen Raketenabschussrampen und den Fabriken, in denen die Raketen hergestellt würden, den „größten Schaden“ zufügen, sagte er.

00:59 Uhr – USA könnten Sanktionen lockern, um Öl-Angebot zu erhöhen

Wegen der angespannten Situation auf dem Ölmarkt hält es Scott Bessent für möglich, Sanktionen auf russisches Öl zu lockern. „Wir könnten weitere russische Öllieferungen von Sanktionen befreien“, sagte Bessent dem Sender Fox Business.

Es gebe Hunderte Millionen Barrel sanktionierten Rohöls auf dem Wasser. Sein Ministerium könne mit einer Lockerung der Sanktionen das globale Angebot erhöhen. Diese Möglichkeit werde derzeit geprüft. Mehr Öl auf dem Markt würde dem jüngsten Preisanstieg infolge des Iran-Kriegs entgegenlaufen, so die Logik hinter der Erwägung. „Wir werden weiterhin regelmäßig Maßnahmen ankündigen, um den Markt während dieses Konflikts zu entlasten.“

00:39 Uhr – USA setzen auf neues Anti-Drohnen-System

Die USA wollen ein amerikanisches Anti-Drohnen-System im Nahen Osten einsetzen, das sich in der Ukraine bei der Abwehr russischer Drohnen als wirksam erwiesen hat. Das als Merops bekannte System solle bald in die Region gebracht werden, um die Verteidigung gegen iranische Drohnen zu stärken, teilten zwei US-Vertreter der Nachrichtenagentur AP am Freitag mit.

Bisher setzen die USA die Luftabwehrsysteme Patriot und THAAD ein, deren Munition jedoch um ein vielfaches teurer ist als iranische Drohnen. Das Waffensystem Merops setzt Abfangdrohnen gegen feindliche Drohnen ein. Es ist klein und kompakt genug, um im hinteren Teil eines mittelgroßen Pickup-Trucks Platz zu finden. Die Nato-Staaten Polen und Rumänien nutzten das System im vergangenen Jahr, nachdem russische Angriffsdrohnen wiederholt in den Nato-Luftraum eingedrungen waren.

Freitag, 6. März

22:22 Uhr – Baku wirft Teheran geplante Terroranschläge vor

Der Geheimdienst der Südkaukasusrepublik Aserbaidschan hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Terroranschläge verhindert. Zur Destabilisierung der Lage seien Angriffe auf die Ölpipeline Baku – Tiflis – Ceyhan, die Botschaft Israels in Aserbaidschan, eine Synagoge und einen hohen jüdischen Geistlichen im Land vorbereitet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag unter Berufung auf eine Mitteilung des Geheimdienstes.

Demnach schmuggelten iranische Staatsbürger mehrere Sprengsätze ins Land, darunter auch einen Container mit knapp acht Kilogramm des Militärsprengstoffs C4. Baku macht dafür die iranischen Revolutionsgarden verantwortlich.

20:42 Uhr – Krieg soll laut Weißem Haus vier bis sechs Wochen dauern

Im Konflikt mit dem Iran geht das Weiße Haus von einer Kriegsdauer von vier bis sechs Wochen aus. Das sagte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, in Washington vor Journalisten. „Und wir sind auf dem besten Weg, diese Ziele zu erreichen.“ In dem seit Samstag laufenden Krieg mit dem Iran änderte die US-Regierung damit zum wiederholten Mal ihre Einschätzung zur Kriegsdauer. Donald Trump hatte am Donnerstag noch erklärt, er habe kein Zeitlimit, nachdem er selbst zuerst von vier bis fünf Wochen gesprochen hatte.

Zu den zentralen Kriegszielen der USA gehören nach früheren Angaben die Zerstörung der iranischen Marine sowie ein Ende der Bedrohung durch Raketen und Atomwaffen. US-Präsident Donald Trump hatte Sonntag gesagt, er gehe von einem etwa vierwöchigen Krieg aus. Der Iran sei ein großes Land. „Es wird vier Wochen dauern – oder weniger.“ Später passte der Präsident seine Einschätzung auf vier bis fünf Wochen an.

19:58 Uhr – Washington kündigt Reaktion auf iranische Angriffe auf Zivilisten an

Die USA kündigen eine Reaktion auf iranische Angriffe auf Zivilisten im gesamten Nahen Osten an. Der Iran habe seit ​den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf die Islamische Republik in der vergangenen Woche zwölf verschiedene Länder attackiert, erklärt Brad Cooper, Chef des US-Zentralkommandos. Dazu gehöre der Abschuss von sieben Angriffsdrohnen auf zivile Wohnviertel in Bahrain am Donnerstagabend. „Das ist inakzeptabel und wird nicht unbeantwortet bleiben“, sagt Cooper.

19:45 Uhr – Israel: Kommandozentrale der Revolutionsgarden im Libanon angegriffen

Israels Militär hat nach eigenen Angaben eine Kommandozentrale der iranischen Revolutionsgarden in den südlichen Vorstädten Beiruts angegriffen. Diese sei von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzt worden, teilte die Armee mit. In den als Dahija bezeichneten südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt seien auch drei Kommandozentralen der Schiitenmiliz angegriffen worden, hieß es weiter.

Im Laufe des Tages kam es zu mehreren Angriffen des israelischen Militärs südlich von Beirut, die Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah. Die Miliz hatte am Montag als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei begonnen, Raketen auf Ziele in Israel zu feuern. Israel reagiert seitdem mit umfangreichen Luftangriffen in mehreren Teilen des Landes. Zehntausende Menschen wurden zur Flucht aufgerufen.

19:40 Uhr – 300.000 Binnenflüchtlinge im Libanon

Im Libanon sind nach Angaben des Norwegischen Flüchtlingsrats 300.000 Menschen durch israelische Angriffe vertrieben worden. Dies teilt die internationale Nichtregierungsorganisation mit. Der Norwegische Flüchtlingsrat hilft Menschen, die zur Flucht gezwungen werden, leistet Nothilfe und setzt sich für den Schutz von Menschenrechten in Krisengebieten weltweit ein.

19:25 Uhr – Merz verteidigt seinen Kurs beim Trump-Besuch in den USA

Friedrich Merz (CDU) verteidigt sein Agieren beim Besuch des Weißen Hauses in Washington. „Wenn da die Kameras laufen, dann werde ich nicht anfangen, mit dem amerikanischen Präsidenten zu streiten“, sagte er in Stockach beim Wahlkampfabschluss der CDU.

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18:46 Uhr – Bericht: Rubio geht von mehreren Wochen Krieg aus

US-Außenminister Marco Rubio geht laut einem Medienbericht davon aus, dass der Krieg im Iran noch mehrere Wochen dauern wird. Das teilte er arabischen Außenministern in einer Reihe von Telefonaten mit, wie das Portal „Axios“ unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Rubio sagte demnach, der derzeitige Fokus der Angriffe liege auf den Raketenwerfern, Lagerbeständen und Fabriken des Irans.

17:55 Uhr – Bericht: Russland versorgt Iran mit Zieldaten über US-Streitkräfte

Russland versorgt den Iran einem Medienbericht zufolge mit Informationen über Standorte von US-Kriegsschiffen und -Flugzeugen im ​Nahen Osten. Wie die „Washington Post“ berichtete, stützt sich die Zeitung dabei auf ⁠drei mit den Geheimdiensterkenntnissen vertraute Beamte. Das genaue Ausmaß der russischen Hilfe sei unklar. Die eigenen Fähigkeiten des iranischen Militärs zur Ortung von US-Streitkräften seien jedoch seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar beeinträchtigt.

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Das Weiße Haus äußerte sich nicht direkt zu der angeblichen russischen Unterstützung. „Das iranische Regime wird absolut ‌zerschlagen“, erklärte Sprecherin Anna Kelly. Die Raketenangriffe als Vergeltung ⁠nähmen täglich ab, ​die Marine werde ausgelöscht und die Produktionskapazitäten zerstört. Der Kreml bestätigte, im Dialog mit ⁠Vertretern der iranischen Führung zu stehen. Auf die Frage, ob Moskau Teheran helfe, gab er keine Details preis.

Der Konflikt bringt Russland wirtschaftliche ‌Vorteile. Die Nachfrage nach russischem ⁠Öl und ‌Gas ist ​deutlich gestiegen. Dies ⁠stärkt die durch ​Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg belasteten Exporte. Die USA ‌versorgen ​ihrerseits die Ukraine während des Krieges mit Russland ‌mit Geheimdienstinformationen.

17:09 Uhr – Medienbericht: Deutschland zieht Soldaten und Botschaftspersonal aus Irak ab

Die Bundesregierung zieht wegen des Iran-Kriegs einem Medienbericht zufolge Bundeswehr-Soldaten und Botschaftspersonal aus der irakischen Hauptstadt Bagdad ab. Darüber habe die Regierung am Freitagmittag die Obleute in den zuständigen Bundestagsausschüssen informiert, berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Soldaten sowie Botschaftsangehörige werden demzufolge nach Jordanien verlegt, wo sich zwei Militärtransporter des Typs A400M befinden.

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In Bahrain stationierte deutsche Soldaten seien bereits zurückgekehrt, berichtete das Redaktionsnetzwerk. Der Abzug aus Kuwait werde ebenso vorbreitet wie jener aus dem Libanon. Schon zu Wochenbeginn habe aus Koalitionskreisen verlautet, dass Bundeswehr-Kräfte teilweise aus den Camps geholt und dezentral untergebracht sowie Kontingente reduziert worden seien. Das Bundesverteidigungsministerium wollte den RND-Bericht nicht kommentieren.

15:57 Uhr – Wadephul warnt vor Fluchtbewegung wegen Iran-Krieg

Außenminister Johann Wadephul warnt angesichts der regionalen Folgen des Iran-Kriegs vor einer neuen Fluchtbewegung Richtung Europa. „Die Situation, die durch den Krieg entsteht, ist teilweise dramatisch“, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem niederländischen Kollegen Tom Berendsen in Berlin. „Deshalb müssen wir auch darauf achten, dass aus vielen Binnenvertriebenen nicht eine neue Fluchtwelle entsteht“, fügte er hinzu.

Die Bundesregierung wolle die humanitäre Krise abmildern und stelle deshalb weitere fast 100 Millionen Euro für humanitäre Hilfe zur Verfügung, kündigte Wadephul an. „Wir sehen gerade im Libanon eine neue Dynamik und eine Dramatik mit vielen Binnengeflüchteten“, ergänzte der Bundesaußenminister. Man wolle in der gesamten Region Hilfe vor Ort leisten.

15:47 Uhr – Kurdische Kämpfer im Irak melden iranische Angriffe auf ihre Stellungen

Am siebten Tag des Iran-Krieges hat der Iran nach kurdischen Angaben erneut Stellungen der iranisch-kurdischen Opposition im Nordirak angegriffen. „Unsere Stellungen werden vom iranischen Feind angegriffen“, sagte ein Vertreter der Demokratischen Partei Iranisch-Kurdistans (PDKI) der Nachrichtenagentur AFP. „Nach einem Angriff heute Morgen wurden unsere Stützpunkte vor 20 Minuten erneut mit sechs Drohnen attackiert“, führte er aus. Der Angriff dauere an.

Teheran hatte für den Fall eines Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in den Iran mit Angriffen auf „alle Einrichtungen“ im Nachbarland gedroht. „Bisher wurden nur Stützpunkte der USA und Israels sowie von separatistischen Gruppen der Region ins Visier genommen“, hieß es nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr in einem Schreiben des iranischen Verteidigungsrates. Wenn aber kurdische Kämpfer womöglich in den Iran eindringen würden, dann wären „alle Einrichtungen der Region des kurdischen Irak das Ziel“ von Angriffen.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, er wolle keine US-Bodentruppen in den Iran schicken, würde jedoch eine Offensive iranisch-kurdischer Kämpfer befürworten.

15:16 Uhr – Trump fordert „bedingungslose Kapitulation“ des Iran

US-Präsident Trump will kein Abkommen mit dem Iran abschließen. Stattdessen müsse es auf eine „bedingungslose Kapitulation“ hinauslaufen, forderte er auf seiner Plattform Truth Social. „Danach und nach der Auswahl eines großartigen und akzeptablen Führers werden wir und viele unserer wunderbaren und sehr mutigen Verbündeten und Partner unermüdlich daran arbeiten, den Iran vom Rand der Zerstörung zurückzuholen und ihn wirtschaftlich größer, besser und stärker als je zuvor zu machen.“

Weiter schrieb Trump wie so oft komplett in Großbuchstaben: „Der Iran wird eine großartige Zukunft haben.“ In Anlehnung an seinen Wahlkampfslogan „Make America Great Again (MAGA)“ fügte Trump hinzu: „Make Iran Great Again (MIGA!)“.

15:00 Uhr – Merz ändert seinen Kurs – und warnt vor Folgen eines langen Iran-Kriegs

Kanzler Friedrich Merz warnt vor unkontrollierbaren Folgen durch eine lange Kriegsdauer im Iran. „Eine dauerhafte Fortführung dieses Krieges wäre nicht in unserem Interesse. Gleiches gilt auch für den möglichen Zusammenbruch der iranischen Staatlichkeit oder auf dem iranischen Boden ausgetragener Stellvertreterkonflikte“, sagte der Regierungschef bei seinem Besuch auf der Handwerksmesse in München. Solche Szenarien könnten weitreichende Folgen für Europa haben, unter anderem auch für die Sicherheit, für die Energieversorgung und für die Migration.

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14:38 Uhr – Israel startet neue Angriffswelle

Das israelische Militär startet nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen den Iran. Ziele lägen in der Hauptstadt Teheran und in Isfahan. In Teheran im Norden des Irans leben rund neun Millionen Menschen, in der gesamten Metropolregion mit ihren Vorstädten sind es schätzungsweise bis zu 15 Millionen. Isfahan liegt im Zentrum des Landes, in der Stadt leben rund zwei Millionen Menschen.

14:17 Uhr – Iranischer Präsident: Mehrere Länder haben Vermittlungsbemühungen für ein Kriegsende begonnen

Mehrere Länder haben nach den Worten des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian Vermittlungsbemühungen begonnen, um den Krieg zwischen dem Iran und den USA sowie Israel zu beenden. „Einige Länder haben Vermittlungsbemühungen aufgenommen. Um es klarzustellen: Wir setzen uns für einen dauerhaften Frieden in der Region ein, aber wir zögern nicht, die Würde und Souveränität unserer Nation zu verteidigen“, erklärte Peseschkian am Freitag im Onlinedienst X.

14:01 Uhr – Israel: Zahl der Raketenangriffe aus dem Iran zurückgegangen

Eine Woche nach Kriegsbeginn in Nahost haben die iranischen Raketenangriffe auf Israel offenbar deutlich nachgelassen. Feuerte Teheran am vergangenen Samstag noch 90 Raketen Richtung Israel, so seien es am Sonntag noch 60 und im Verlauf dieser Woche täglich rund 20 gewesen, die in mehreren Salven verschossen wurden, schreibt die „Times of Israel“ unter Berufung auf israelische Militärangaben.

13:51 Uhr – Aserbaidschan zieht Diplomaten aus dem Iran ab

Nach Drohnenangriffen aus dem Iran zieht das Nachbarland Aserbaidschan alle seine Diplomaten aus der Islamischen Republik ab. Alle Mitarbeiter der Botschaft in Teheran und des Konsulats in Tabris seien von Präsident Ilham Aliyev angewiesen worden, nach Hause zurückzukehren, sagt der aserbaidschanische Außenminister Jeyhun Bayramov.

13:29 Uhr – Wadephul: Weiterer Evakuierungsflug am Samstag nach Riad

Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigt einen weiteren gecharterten Flug in den Nahen Osten an, um gestrandete deutsche Touristen zu evakuieren. Am Samstag werde eine Maschine in die saudische Hauptstadt Riad fliegen, kündigt Wadephul in Berlin an. Am Freitag sei eine zweite Maschine mit mehr als 200 Menschen an Bord aus dem Oman in Deutschland gelandet, ein dritter Flug starte am Abend in Maskat.

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Auch mahnt Wadephul mit Blick auf mögliche iranische Gegenangriffe auf Nato-Staaten zur Ruhe. Er sehe keinen Anlass für Alarmismus. Die Nato sei immer wachsam und verteidigungsbereit, betont der Minister und fügt hinzu: „Eine unmittelbare Gefährdungssituation sehe ich für uns nicht.“

13:15 Uhr – Bundesregierung: Weitere 100 Millionen Euro humanitäre Hilfe für Nahost

Die Bundesregierung stellt weitere knapp 100 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für den Nahen Osten bereit. Das kündigt Außenminister Johann Wadephul in Berlin an.

13:01 – Israel: Angriff auf Chameneis unterirdischen Bunker

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge den unterirdischen Militärbunker des getöteten Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei angegriffen. Der unterirdische Komplex befinde sich unter iranischen Regierungsgebäuden im Zentrum der Hauptstadt Teheran, teilte das israelische Militär mit.

Irans Staatsoberhaupt wurde vor fast einer Woche bei den israelischen und US-Luftangriffen im Iran getötet. Sein nun von rund 50 israelischen Kampfjets angegriffener Bunker sei von hochrangigen Vertretern der iranischen Führung genutzt worden.

12:52 Uhr – Iran meldet Angriff auf Öltanker „in US-Besitz“ vor Kuwait

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Öltanker angegriffen. Das Schiff „in US-Besitz“ sei vor der Küste Kuwaits attackiert worden und stehe in Flammen, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier „Chatam Al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.

12:49 Uhr – UN-Menschenrechtschef wünscht klare Worte aus Berlin

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, appelliert an die deutsche Regierung, sich im Iran-Krieg zugunsten des humanitären Völkerrechts und der Einhaltung der Menschenrechte zu äußern. Er rufe alle Länder, die Einfluss auf die kriegsführenden Parteien haben, auf, die Einhaltung des Völkerrechts von allen und ohne Ausnahme zu verlangen, sagte Türk. Zum Völkerrecht gehört unter anderem der Schutz von Zivilisten in Kriegslagen. „Ich würde hoffen, dass wir genau diese Botschaft auch ganz klar vonseiten der deutschen Regierung hören“, sagte Türk.

12:46 Uhr – Griechenland will Patriot-System zum Schutz Bulgariens verlegen

Griechenland plant die Verlegung eines Luftabwehrsystems vom Typ Patriot in den Norden des Landes, um Nachbar Bulgarien bei der Verteidigung gegen mögliche Angriffe aus dem Iran zu unterstützen. Das Patriot-System werde „in den nächsten Stunden“ verlegt, „um einen Großteil des bulgarischen Territoriums vor Raketenangriffen zu schützen“, sagte der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias am Freitag im griechischen Fernsehen. Griechenland werde „jede mögliche Unterstützung für Bulgariens ballistische Raketenabwehr gegen den Iran“ bereitstellten, betonte er.

12:25 Uhr – EU-Kommissar: USA haben nicht genug Luftabwehrraketen für Golfstaaten und Ukraine

Die USA haben nach Einschätzung von EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius nicht ausreichend Luftabwehrraketen, um die Golfstaaten und die Ukraine bei deren Verteidigung zu unterstützen. „Die Amerikaner werden wirklich nicht in der Lage sein, genügend dieser Raketen bereitzustellen“, sagte Kubilius bei einem Besuch in Warschau. Dies gelte sowohl für die Golfstaaten als auch für die US-Armee selbst und „den Bedarf der Ukraine“, erläuterte er.

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11:14 Uhr – USA bombardieren unterirdische Raketenstellungen Irans

Die USA haben nach eigenen Angaben unterirdische Raketenabschussrampen im Iran attackiert. B-2 Tarnkappenbomber hätten am Morgen Dutzende Penetrator-Bomben auf tief vergrabene Abschussrampen für ballistische Raketen abgeworfen, sagte der Chef des US-Regionalkommandos im Nahen Osten, Brad Cooper. „Wir haben auch das iranische Äquivalent des Weltraumkommandos getroffen, was ihre Fähigkeit vermindert, die Amerikaner zu bedrohen“, sagte er.

10:59 Uhr – US-Angriff auf Iran kostet Schätzungen zufolge jetzt schon Milliarden

Der Militäreinsatz „Gewaltiger Zorn“ der USA mit Luftangriffen auf den Iran hat allein in den ersten 100 Stunden nach unterschiedlichen Schätzungen bereits mehrere Milliarden Dollar gekostet – die Bandbreite der angenommenen Kosten ist allerdings groß. So geht das Institut Center for Strategic and International Studies (CSIS) mit Sitz in Washington von 3,7 Milliarden Dollar (knapp 3,2 Milliarden Euro) in den ersten vier Tagen aus. Es stützt sich dabei eigenen Angaben zufolge auf die wenigen Details, die das US-Verteidigungsministerium bisher offengelegt hat.

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10:30 Uhr – Vorwurf der Spionage für Iran: Festnahmen in England

Wegen des Verdachts der Unterstützung des iranischen Geheimdienstes sind vier Männer in England festgenommen worden. Ein Iraner und drei britisch-iranische Staatsbürger sollen im Auftrag des Geheimdienstes Personen und Orte mit Verbindungen zur jüdischen Gemeinde in London ausgespäht haben, wie die Metropolitan Police mitteilte. Sie sind weiter in Haft.

10:05 Uhr – Nach Drohnenangriff: Zypern strebt Nato-Beitritt an

Angesichts des Drohnenangriffs auf Zypern wird auf der EU-Inselrepublik ein Beitritt zur Nato diskutiert. „Wenn es möglich wäre, würden wir sogar morgen einen Antrag einreichen“, sagte Präsident Nikos Christodoulidis dem griechischen Sender Skai. Er erklärte zugleich, dass Zypern bereits Vorbereitungen für einen möglichen Nato-Beitritt treffe. Auf militärischer, operativer und administrativer Ebene werde daran gearbeitet, damit das Land handeln könne, „sobald die politischen Bedingungen dies zuließen“.

Christodoulidis betonte jedoch, dass ein solcher Schritt derzeit nicht umgesetzt werden könne. Grund sei die langjährige Haltung der Türkei, die als Nato-Mitglied einen Beitritt Zyperns ablehnt. Über neue Mitglieder entscheidet das Bündnis einstimmig.

08:33 Uhr – Mehrheit der Deutschen hält Angriff auf Iran für ungerechtfertigt

Die Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge den Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran für nicht gerechtfertigt. 58 Prozent sehen dies so, wie eine repräsentative Erhebung für den ARD-Deutschland-Trend ergibt. Nur 25 Prozent der Befragten halten den Angriff für gerechtfertigt. 17 Prozent sind unentschieden oder machen keine Angaben. Die Meinungsforscher von infratest dimap befragten von Montag bis Mittwoch 1317 Wahlberechtigte.

08:14 Uhr – Iranisches Führungsgremium berät über Wahl des Obersten Führers

Der provisorische Führungsrat befasst sich mit der Nachfolge von Ajatollah Ali Chamenei. Bei ihrer vierten Sitzung planten Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie der Kleriker Aliresa Arafi die Einberufung einer Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers, wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht. Das Führungstrio wurde demnach außerdem über die aktuelle Kriegslage unterrichtet.

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07:30 Uhr – Iran kündigt Ausweitung der Angriffe an

Irans Streitkräfte wollen ihre Angriffe ausweiten. In den kommenden Tagen werde der Feind intensiver und umfangreicher angegriffen, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier „Chatam Al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Die iranische Militärführung berichtete unterdessen über Angriffe mit Kamikazedrohnen auf den Luftwaffenstützpunkt Ramat David und eine Radarstation in Israel, einen US-Stützpunkt in Kuwait sowie im irakischen Erbil.

07:00 Uhr – Nato alarmiert

Der Iran weitet den Krieg im gesamten Nahen Osten weiter aus. Nach dem Abfeuern einer Rakete auch auf die Türkei erhöht die Nato die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme. Dies sei vom Befehlshaber des Nato-Luftstreitkräftekommandos angeordnet worden, teilte der Sprecher des militärischen Nato-Hauptquartiers am Donnerstagabend mit.

06:33 Uhr – Indonesien droht mit Rückzug aus Trumps Friedensrat

Mit Indonesien droht ein erstes Land, den von US-Präsident Trump initiierten Friedensrat für den Gazastreifen wieder zu verlassen. Präsident Prabowo Subianto macht ​den Verbleib von Fortschritten für die Palästinenser abhängig. Sollte das Gremium keinen Nutzen bringen oder indonesischen Interessen widersprechen, werde sich Jakarta zurückziehen, teilte die Regierung nach einem Treffen mit islamischen Gruppen mit.

06:31 Uhr – „Wäre Zeitverschwendung“ – Trump erwägt keine Bodentruppen

Trump zieht nach eigenen Angaben vorerst keine Entsendung von Bodentruppen in den Iran in Erwägung. „Das wäre Zeitverschwendung“, sagt er dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview. „Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren können.“

Die Äußerung des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach Teheran vorbereitet sei auf eine Bodenoffensive durch die USA oder Israel, bezeichnete Trump als „verschwendeten Kommentar“.

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06:00 Uhr – Eurowings schickt eigenes Flugzeug zur Evakuierung nach Riad

Die Lufthansa-Tochter Eurowings schickt ein erstes eigenes Flugzeug ins Krisengebiet, um rund 150 Touristen nach Deutschland zurückzuholen. Geplant ist ein Sonderflug aus dem saudischen Riad nach Köln in der Nacht von Freitag auf Samstag, wie das Unternehmen mitteilt.

An Bord kommen Gäste des eigenen Reiseveranstalters Eurowings Holidays, die in Dubai und Umgebung gestrandet waren.

05:45 Uhr – USA treffen iranisches Schiff – Drohnenträger steht in Flammen

Nach Angaben des Chefs des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, haben die USA ein iranisches Marineschiff getroffen. Der Drohnenträger sei etwa von der Größe eines Flugzeugträgers aus dem Zweiten Weltkrieg. Centcom teilte auf X mit, dass der Drohnenträger in Flammen stehe.

dpa/AFP/AP/Reuters/ll

Source: welt.de