Burlesque-Star Dita Von Teese: Bezeichnung qua Antifeministin ist „unsinnig“

Dita Von Teese hat maßgeblich am Comeback der Burlesque-Szene beigetragen. Nicht selten sei ihr deswegen Antifeminismus vorgeworfen worden.
Fällt der Begriff New Burlesque, so fällt umgehend auch der Name Dita Von Teese (53). Die US-amerikanische Tänzerin und Unternehmerin gilt als wichtigste Vertreterin der Wiederauferstehung der speziell in den USA der 30er Jahre verbreiteten erotischen Tanzform. Weil dabei die Sinnlichkeit des weiblichen Körpers im Mittelpunkt steht, sei sie zu Beginn ihrer Karriere von manchen Menschen als Antifeministin wahrgenommen und gebrandmarkt worden. Doch das habe sie „immer für einen unsinnigen Vorwurf gehalten“, sagt Von Teese in der deutschen Ausgabe des „Playboy“.
Das genaue Gegenteil sei der Fall, „da ich Spaß hatte, mein eigenes Geld verdiente und immer klare Ansagen machte, wie weit ich gehen würde“. Sie könne zudem nicht genug betonen, wie inklusiv ihre Kunst ist: „Schönheit und Erotik haben für mich nichts mit der Körperfülle, dem Alter oder sonstigen äußeren Merkmalen zu tun. In meinen Shows lege ich Wert darauf, sehr divers zu casten.“
Über Umwege zu ihrem Markenzeichen
Dass sie überhaupt zur Striptease-Ikone wurde, habe sie jedoch einer Unzulänglichkeit zu verdanken, wie sie weiter im „Playboy“-Interview verrät. So habe sie damit nur „deswegen angefangen, weil mein Talent nicht reichte, um eine große Balletttänzerin zu werden, das war mein ursprünglicher Traum“. Über Fetischpartys in US-Städten sowie in London habe sie sich dann nach und nach einen Namen in der Burlesque-Szene erarbeitet. Dennoch musste sie auch acht Jahre nach ihrem Debüt tagsüber „immer noch in einem Unterwäscheladen“ arbeiten, um über die Runden zu kommen.
Diese Zeiten sind selbstredend längst vorbei, weltweit kann sich Dita Von Teese über ausverkaufte Shows freuen. Wer sich sein eigenes Bild von ihrer Kunstform machen will, bekommt im deutschsprachigen Raum schon bald die Gelegenheit dazu. Ihre neue Show „Nocturnelle“ ist am 30. und 31. März sowie am 1. April in Berlin zu sehen, am 9. April in Oberhausen und am 18. April in Wien.
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Source: stern.de