Neuzulassungen: Wenig Belebung am deutschen Markt pro E-Autos

Die Neuzulassungen an rein batterieelektrischen Autos bleiben seit Anfang dieses Jahres deutlich hinter den Erwartungen zurück. Am 19. Januar wurde angekündigt, dass private Käufer bis zu 6000 Euro an Umweltbonus erhalten sollten. Anträge könnten aber erst im Mai gestellt werden, auch rückwirkend. Die Zulassungszahlen für Elektroautos haben bisher nur verhalten auf die Förderung reagiert. Im Februar wurden nach An­gaben des Kraftfahrtbundesamtes 46.275 rein batterieelektrische Autos (BEV) zugelassen, gegenüber 35.949 im gleichen Monat des Vorjahres. Bei den Plug-in-Hybriden, für die eine begrenzte Förderung versprochen wurde, standen 24.328 Neuzulassungen im Februar 2026 einem Vorjahreswert von 19.534 gegenüber.

Noch nicht mitgeteilt wurde, welchen Anteil an diesen Zahlen die privaten Autokäufer hatten, die Förderung erhalten können, und welchen Anteil die gewerblichen Käufer. Insgesamt sind im Februar 2026 die gewerblichen Zulas­sungen schneller gewachsen als der Markt und erreichten einen Anteil von 68,5 Prozent.

Privatkäufer warten auf Details zum Umweltbonus

Die aktuelle Entwicklung auf dem Automarkt hat nach Ansicht des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) noch nichts mit dem angekündigten Umweltbonus zu tun. „Solange wesentliche Fragen zu Förderberechtigung, Nachweisen und dem Antragsverfahren offenbleiben, kann die Prämie bei der schleppenden privaten E-Auto-Nachfrage keine stärkere Initialzündung auslösen“, kommentiert der Verband.

Bei der Unternehmensberatung EY meint der für die Autobranche zuständige Partner Constantin Gall, der Absatz für Elektroautos steige zwar, doch längst nicht so stark wie Ende 2025. „Hier dürfte sich die Ungewissheit über die neue Elektro-Förderung der Bundesregierung bemerkbar machen, die erst ab Mai beantragbar sein soll.“

Der Automarkt in Deutschland hat sich nach einem schwachen Start im Januar dieses Jahres im Februar leicht belebt, mit einer Zunahme der gesamten Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent auf 211.000. Zu den Gewinnern des Monats gehörten – nach einem schlechten Jahr 2025 – Stel­lantis-Marken wie Opel (plus 44,4 Prozent gegenüber Februar 2025), Fiat (113,2 Prozent) oder Citroen (18,7 Prozent), daneben Tesla (59,3 Prozent) oder Mini (49,2 Prozent). Zu den Verlierern gehörten Volvo (minus 29,6 Prozent), Ford (minus 19,4 Prozent) und Mercedes (minus 9,9 Prozent).

Chinesische Autos bei knapp 3 Prozent Marktanteil

Bei den chine­sischen Anbietern konnte während der ersten beiden Monate 2026 erstmals BYD (Marktanteil 1,4 Prozent) den alteingesessenen chinesischen Anbieter MG (Marktanteil 0,9 Prozent) überflügeln. Alle elf chinesischen Marken kamen im Januar und Februar zusammen auf einen Anteil von 2,97 Prozent. Traditionelle europäische Marken in chinesischem Besitz (Volvo, Polestar, Lotus, Smart als deutsch-chinesisches Gemeinschaftsunternehmen) kamen auf 2,38 Prozent.