Regimewechsel: Raketen mitbringen keine Demokratie

Sein Tod löste in Teheran spontane Freudebekundungen bei
Regimegegnern aus: Als am Samstag die Nachricht durchsickerte, dass Ajatollah Ali Chamenei, das geistliche Oberhaupt des Iran, während der Angriffe der Israelis und der USA getötet wurde, waren in Teheran Jubelrufe zu hören, und einige mutige Menschen feierten zudem in Orten im Süden draußen. Am Sonntagmorgen aber demonstrierte das Regime bereits wieder Stärke. Trauernde Anhänger zogen mit Iranflaggen und Bildern des getöteten religiösen Führers durch die Städte, und
auf den Straßen patrouillierten Milizen, die Kritiker der Machthaber einschüchtern
sollten. Ein Ende der Herrschaft der Ajatollahs ist auch drei Tage nach Kriegsbeginn nicht zu sehen. Dabei ist der Regime-Change, ein Machtwechsel im Iran, eines der wichtigsten postulierten Ziele der Vereinigten Staaten.