Nach Medienbericht: Iran lehnt Verhandlungen mit den USA ab

Ali Laridschani (Archivbild: 31.05.2024)

Stand: 02.03.2026 • 10:22 Uhr

Der Iran hat einen Medienbericht dementiert, wonach die Führung in Teheran zu Verhandlungen mit den USA bereit ist. Der Chef des Sicherheitsrates, Laridschani, erklärte, sein Land werde sich weiter verteidigen. Verhandeln werde es nicht.

Einer der ranghöchsten Vertreter der iranischen Führung hat Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. Der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, schrieb auf der Plattform X, Teheran werde nicht mit Washington verhandeln. Laridschani reagierte damit auf einen Medienbericht, wonach er sich über den Vermittler Oman trotz der laufenden Angriffe um neue Gespräche mit den USA bemüht haben soll.

US-Präsident Donald Trump habe den Nahen Osten ins Chaos gestürzt, schrieb Laridschani weiter. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften. Der Iran habe den Krieg nicht begonnen und werde sich weiter verteidigen.

Medienbericht über Vermittlung durch den Oman

Laridschani gilt nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei als eine der Schlüsselfiguren im iranischen Machtgefüge. Das Wall Street Journal hatte berichtet, er habe sich mit Blick auf Teherans umstrittenes Atomprogramm an den bisherigen Vermittler Oman gewandt, um neue Gespräche mit den USA anzubahnen.

Trump hatte von Verhandlungsangebot gesprochen

Trump hatte sich am Sonntag gegenüber dem Iran gesprächsbereit gezeigt. „Sie wollen reden, und ich habe zugesagt, also werde ich mit ihnen sprechen“, zitierte ihn die Zeitschrift „The Atlantic“ nach einem Telefoninterview. Dabei warf Trump den Iranern vor, zu lange gezögert zu haben. Details zu möglichen Gesprächen nannte er nicht.

Trump und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu haben das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für den gemeinsamen Angriff auf das Land genannt. Teheran bestreitet den Vorwurf, mit seinem Programm Atomwaffen entwickeln zu wollen.

Source: tagesschau.de