Israel greift nebensächlich im Libanon an

Rauch steigt auf nach israelischen Luftangriffen auf Dahieh, einem südlichen Vorort von Beirut

Stand: 02.03.2026 • 04:54 Uhr

Nicht nur in Iran eskaliert die Gewalt: Jetzt hat Israel auch Stellungen im Libanon angegriffen – Explosionen werden auch aus Vororten von Beirut gemeldet. Zuvor hatte die pro-iranische Hisbollah-Miliz Raketen auf Israel abgefeuert.

Israel hat mehrere Orte im Libanon angegriffen. Das Militär teilte mit, dies sei eine Reaktion auf Raketenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz. Augenzeugen berichteten von mehr als einem Dutzend Explosionen. Auch südliche Vororte der Hauptstadt Beirut wurden von Israel angegriffen.

Das israelische Militär teilte zudem mit, es habe ranghohe Mitglieder der Hisbollah in Beirut sowie ein zentrales Mitglied im Südlibanon angegriffen.

Menschen sollen Häuser verlassen

Die Bevölkerung in fast 50 Dörfern im Libanon wurde zur Evakuierung aufgerufen. Zivilisten im Osten und Süden des Landes sollten ihre Häuser verlassen und sich mindestens einen Kilometer von den Dörfern entfernt in offene Gebiete bewegen.

Zuvor hatten Hisbollah-Kämpfer Raketen über die Grenze abgefeuert – offenbar ohne größere Schäden zu verursachen. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete den Raketenbeschuss aus dem Südlibanon in Richtung Israel als „unverantwortlichen“ und „fragwürdigen Akt“, der die Sicherheit des Landes gefährde.

Waffenstillstand seit 2024 in Kraft

Seit 2024 gilt eigentlich ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah. Die Miliz teilte mit, ihre Angriffe seien Vergeltung für die Tötung des iranischen obersten Führers Chamenei sowie für „wiederholte israelische Aggressionen“. Nach den jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran hatte die Miliz den Verbündeten in Teheran ihre Solidarität zugesagt.

Noch am Samstag hatte die libanesische Regierung mitgeteilt, der US-Botschafter habe versichert, Israel werde nicht gegen den Libanon eskalieren, solange es keine feindseligen Handlungen von libanesischer Seite gebe.

Source: tagesschau.de