Nach Sitzung des Krisenstabes: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in Nahost-Region
Für mehrere Länder in Nahost hat das Auswärtige Amt Reisewarnungen ausgesprochen. Zahlreiche Airlines annullierten Hunderte Flüge in die Region – und wollen den Luftraum meiden.
Nach der militärischen Eskalation zwischen Israel, den USA und Iran hat das Auswärtige Amt die Reise- und Sicherheitshinweise für den gesamten Nahen Osten erhöht. Es gelten nun Warnungen für Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Für den Libanon wurde zusätzlich eine Ausreiseaufforderung ausgesprochen. Für Iran gilt bereits seit Herbst 2022 eine Reisewarnung mit Ausreiseaufforderung – für die Palästinensergebiete ebenfalls.
Reisewarnungen werden vom Auswärtigen Amt immer dann ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass in dem betreffenden Land „jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht“.
Die deutschen Auslandsvertretungen seien in den Ländern mit den deutschen Staatsangehörigen vor Ort in Kontakt, hieß es. Das Auswärtige Amt habe Fürsorgemaßnahmen für seine entsandten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen.
Airlines streichen Flüge
Mehrere Fluggesellschaften haben ihre Flüge in die Region gestrichen. Die Lufthansa annullierte alle Flüge bis zum 7. März nach Tel Aviv, Teheran, Beirut, Amman und Erbil. Bis dahin würden die Lufträume dieser Länder nicht genutzt. Zusätzlich würden alle Flüge von und nach Abu Dhabi bis einschließlich Sonntag gestrichen.
Betroffene Passagiere könnten kostenlos umbuchen oder ihr Geld zurückbekommen. Das Unternehmen beobachte die Lage weiterhin genau und stehe in engem Kontakt zu den Behörden vor Ort.
Lufträume zum Teil geschlossen
Auch andere Fluglinien reagierten auf die Entwicklungen: Air France strich für Samstag alle Flüge nach Tel Aviv und Beirut, Swiss annullierte sämtliche Verbindungen nach Tel Aviv ebenfalls bis 7. März. Auch Turkish Airlines setzt seine Flüge in die Hauptstädte der Region vorerst aus. Gesellschaften wie British Airways, ITA Airways, Norwegian, Finnair, Air Algerie, Air India, Pakistan International teilten ebenfalls Ausfälle mit.
Mehrere Länder in Nahost, darunter Iran, Irak, Israel, Syrien, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar, schlossen ihre Lufträume ganz oder zumindest zum Teil.
Source: tagesschau.de