Angriffe hinaus den Iran: Israel greift Regimeführung an – Chamenei laut Außenminister am Leben



mit einem Angriff auf Ziele im Iran begonnen. Die israelische Armee hat mittlerweile bestätigt, dass sich die Attacken gezielt gegen Vertreter des Regimes in Teheran richten.
  • Die USA sind an den Angriffen beteiligt. Präsident Donald Trump bestätigte US-Angriffe auf den Iran. "Wir ​werden ihre Raketen zerstören ‌und ihre Raketenindustrie ‌dem Boden gleichmachen", sagte Trump in einer Videoansprache. Der Washington Post sagte er: "Ich will ein sicheres Land, und genau das werden wir bekommen."
  • Aus mehreren iranischen Städten wurden Explosionen gemeldet. Zahlreiche Menschen verlassen die iranische Hauptstadt Teheran. 
  • Irans Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei soll sich außerhalb Teherans befinden. Laut US- und israelischen Medien sollen er und weitere Regimespitzen zu den Zielen der Angriffe gehören.
  • Der Iran hat mit mehreren Angriffswellen auf auf Israel begonnen. In Israel ist der Ausnahmezustand ausgerufen worden. 
  • Der Iran hat nach eigenen Angaben vier US-Militärstützpunkte in Katar, Kuwait, den Emiraten und Bahrain attackiert. Aus diversen arabischen Staaten wurde Raketenbeschuss aus dem Iran gemeldet. 
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    USA und Israel greifen den Iran an

    Aktuell läuft ein Angriff auf den Iran. Zunächst war nur von einem israelischen Angriff die Rede – Israels Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem "Präventivschlag", der "Bedrohungen ‌für ⁠den ​Staat Israel" beseitigen solle.

    Inzwischen melden mehrere Medien, dass auch die USA an dem Angriff beteiligt sind.

    In diesem Liveblog halten wir Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.

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    Chamenei offenbar nicht in Teheran

    Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei ​ist einem Regierungsvertreter zufolge ⁠an einen sicheren Ort gebracht worden. ​Er halte sich nicht in Teheran auf, sagte der ‌Vertreter ⁠der Nachrichtenagentur Reuters ​zufolge.

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    Iran kündigt Vergeltung an

    Nach dem Militärschlag gegen den Iran hat das Regime einen Gegenangriff angekündigt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen iranischen Beamten berichtet, werde die Antwort "vernichtend" sein.

    "Wir haben euch gewarnt", sagte der Leiter der Sicherheitskommission, Ebrahim Azizi, der Nachrichtenagentur dpa zufolge. "Nun habt Ihr einen Weg eingeschlagen, dessen Ausgang nicht mehr in eurer Hand liegt." Irans Präsident Massud Peseschkian hatte mit einem "umfassenden Krieg" gedroht, sollte Ajatollah Ali Chamenei attackiert werden.

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    USA greifen Iran aus der Luft und vom Meer aus an

    Ein US-Regierungsvertreter bestätigte, dass sich die USA am Angriff auf den Iran beteiligten. Die Angriffe würden aus der Luft und vom Meer aus durchgeführt, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. 

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    Donald Trump spricht von umfangreichen Kampfeinsätzen im Iran 

    Die US-Streitkräfte haben ​nach Angaben ⁠von Präsident ​Donald ‌Trump "große Kampfeinsätze" ​im Iran begonnen. "Wir werden die Raketen des Iran zerstören", sagte Trump in einer Videoansprache auf seiner Onlineplattform. Auch die iranische Marine solle zerstört werden.

    Der Iran entwickle Langstreckenraketen, welche die USA und ⁠andere Länder bedrohten, sagte Trump. "Unser Ziel ist ⁠es, das amerikanische ​Volk dadurch zu schützen, dass ‌die ⁠unmittelbare Bedrohung ​durch das iranische Regime eliminiert wird", sagte Trump. US-Streitkräfte führten einen "massiven und andauernden Einsatz durch", um zu verhindern, dass durch die "radikale Diktatur" im Iran die nationalen Sicherheitsinteressen der USA bedroht würden.

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    An die Iranerinnen und Iraner gewandt, sagte Trump, ihre Befreiung vom Regime sei nahe. "Die Stunde eurer Freiheit ist gekommen." Die Menschen sollten in Sicherheit bleiben und ihre Häuser nicht verlassen. Bomben würden fallen, sagte der US-Präsident. "Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung."

    Trump forderte die Revolutionsgarde, die iranischen Streitkräfte und die Polizeikräfte auf, ihre Waffen niederzulegen. Er stellte in diesem Falle vollständige Immunität in Aussicht. Andernfalls würden sie einem sicheren Tod entgegensehen. 

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    Iran startet Gegenangriff – Luftalarm in Israel

    Der vom Iran angekündigte Gegenangriff auf Israel hat offenbar begonnen. Das israelische Militär teilte mit, in mehreren Regionen des Landes sei Luftalarm ausgerufen worden. Man habe vom Iran aus gestartete Raketen identifiziert.

    Die Anzahl und ob es sich um ballistische Raketen oder Marschflugkörper handelte, gab das Militär nicht bekannt. Davon hängt ab, ob die Flugzeit mehr als eine Stunde oder nur wenige Minuten beträgt.

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    Netanjahu bezeichnet Militäroperation als Kampf gegen "existenzielle Bedrohung"

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich angesichts des Militärschlags gegen den Iran an die eigene Bevölkerung gewandt. Man habe zusammen mit den USA eine Operation gestartet, "um die existenzielle Bedrohung durch das iranische Regime zu beseitigen", sagte Netanjahu laut einer Mitteilung.

    Der Angriff werde zudem die Voraussetzungen schaffen, dass das iranische Volk "sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann". Weiter hieß es von Netanjahu: "Es ist an der Zeit, dass alle Teile des iranischen Volkes (…) das Joch der Tyrannei abschütteln und einen freien und friedliebenden Iran schaffen."

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    Internet im Iran ist fast vollständig ausgeschaltet

    Das Internet im Iran ist fast vollständig ausgeschaltet. Die Aktivität sei auf vier Prozent des üblichen Niveaus gefallen, schrieb der Beobachtungsdienst NetBlocks auf X. "Der Vorfall ereignet sich inmitten der Kampfhandlungen der USA und Israels und entspricht den Maßnahmen, die während des Krieges mit Israel im letzten Jahr ergriffen wurden“, schrieb NetBlocks.

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars ist der Iran Ziel massiver Cyberangriffe. Betroffen seien mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Agentur Fars steht der Revolutionsgarde nahe.

    Viele Iranerinnen und Iraner umgehen staatliche Medien und informieren sich – solange sie Zugang zum Internet haben – über Websites der im Ausland lebenden Opposition oder in sozialen Medien. Während der Proteste im Januar hatte das iranische Regime das Internet ausgeschaltet.

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    Sohn des letzten Schahs rechnet mit Ende der Islamischen Republik

    Der Sohn des letzten iranischen Schahs, Reza Pahlavi, rechnet mit einem baldigen Ende der Islamischen Republik. "Wir sind nahe an einem endgültigen Sieg", sagte Pahlavi, der in den USA im Exil lebt, am Samstag in einer im Internet veröffentlichten Videobotschaft.

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    Er rief die iranische Bevölkerung dazu auf, nicht auf die Straßen zu gehen. Alle Iranerinnen und Iraner sollten in ihren Häusern bleiben und Schutz suchen. "Bleibt wachsam und bereit, sodass Ihr zur gegebenen Zeit, die ich Euch genau mitteilen werde, für die endgültige Aktion wieder auf die Straße gehen könnt“, sagte Pahlavi.

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    Bundesregierung wurde vorab über Angriffe informiert

    Die Bundesregierung wurde nach Angaben ihres Sprechers Stefan Kornelius am Morgen über die israelischen Militärangriffe auf den Iran vorab informiert. Sie beobachte die Entwicklung demnach genau und befinde sich in enger Abstimmung mit den europäischen Partnern. Bundeskanzler Friedrich Merz habe sich mit den Fachministern aus den sicherheitsrelevanten Ressorts beraten und werde im Laufe des Tages weitere Gespräche führen, teilte Kornelius mit.

    Die Bundesregierung ruft zudem den Krisenstab zusammen. Laut einem Sprecher des Auswärtigen Amtes sei das Treffen für 12 Uhr im Auswärtigen Amt angesetzt. Das Außenministerium teilte weiterhin mit, dass es in engem Kontakt mit den Botschaften im Iran und in Israel sowie mit weiteren Vertretungen in der Region stehe.

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    Israelisches Militär beruft Zehntausende Reservisten ein

    Das israelische Militär will weitere Reservisten einberufen. Etwa 50.000 Reservisten sind bereits im Dienst, weitere 20.000 will das israelische Militär in den kommenden Tagen im Rahmen der Militäroperation gegen den Iran einberufen. Hauptsächlich gehe es dabei um Reservisten aus der israelischen Luftwaffe, dem Nachrichtendienst, dem Heimatfrontkommando und der israelischen Marine. Das berichtet die Times of Israel.

    Die Nachrichtenagentur Reuters schrieb unter Berufung auf einen Militärvertreter, dass die israelische Armee 70.000 Reservisten einberufen will. Es blieb unklar, ob damit 70.000 weitere Reservisten oder die von der Times of Israel ebenfalls berichtete angestrebte Gesamtzahl gemeint sei.

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    Iran bestätigt Angriffe auf US-Basen in Bahrain, Kuwait und Katar

    Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Unter den Zielen waren laut der Nachrichtenagentur Fars:
    • der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar
    • der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait
    • der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten
    • die US-Flotte in Bahrain
    Zur US-Flotte in Bahrain bestätigte die Regierung des Golfstaates einen Treffer. Katar will hingegen alle iranischen Raketen abgefangen haben.

    Die Lage der betroffenen US-Militärbasen in der Region:

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    Chamenei und Peseschkian im Visier US-israelischer Angriffe

    Ziel des Angriffs auf den Iran waren der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei und Präsident Massud Peseschkian. Das berichten Times of Israel, CNN und die Nachrichtenagentur Reuters übereinstimmend, sie beziehen sich auf israelische Regierungsvertreter als Quelle.

    Weitere Ziele waren laut CNN der Sekretär des neu gegründeten iranischen Verteidigungsrates, Ali Schamchani, und der Sekretär des iranischen Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani. Die Ergebnisse der Angriffe seien derzeit noch unklar.

    Zuvor hatten iranische Regierungsvertreter mitgeteilt, Chamenei sei in Sicherheit gebracht worden und Pezeshkian bei "bester Gesundheit". 

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    Israel will laut eigenen Angaben keinen Regimewechsel herbeiführen

    In einer Pressekonferenz hat ein israelischer Militärvertreter mitgeteilt, dass es sich bei den Angriffen auf den Iran nicht um eine "Operation zum Regimewechsel“ handle. Darüber berichtete zuerst CNN. Demnach betonte der Vertreter, dass der Fokus auf militärischen Zielen gelegen habe.

    "Allerdings können Personen, die an der Anordnung von Angriffen, der Förderung von Gewalt oder der Umsetzung von Plänen zur Zerstörung Israels beteiligt sind, als legitime Ziele betrachtet werden, wenn sie Teil der operativen Kriegsmaschinerie sind“, wird der Militärvertreter weiter zitiert.

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einen Regimewechsel gefordert und die Iraner in einer Videobotschaft aufgefordert, "ihre Regierung zu übernehmen“, wenn die US-Operationen abgeschlossen sind.

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    Einige Iraner setzen ihre Hoffnung in die USA

    Auch in Kashan im Zentraliran, wo bislang keine Bomben fielen, bildeten sich Schlangen vor den Tankstellen, berichtet ein Gesprächspartner meiner Kollegin Luisa Hommerich. Die iranische Führung habe die Bevölkerung schlecht auf diesen Krieg vorbereitet. Es gebe keine Schutzräume, viele wüssten nicht, wie sie sich angesichts der Angriffe verhalten sollten.

    Dem Krieg habe er mit gemischten Gefühlen entgegengeblickt, sagte der Mann. Er verachte den US-Präsidenten Donald Trump und den israelischen Premier Benjamin Netanjahu: Beide seien verantwortlich für viele zivile Opfer im Zwölftagekrieg, den Israel letzten Sommer gegen den Iran führte. "Aber mein Hass für die Mullahs speist sich aus persönlicher Erfahrung.“

    Der Mann berichtete weiter, er habe selbst viel unter der Unterdrückung des iranischen Regimes gelitten. Dass die Regimekräfte im Januar innerhalb kürzester Zeit Tausende Protestierende töteten, werde er niemals vergessen. Er sei sich bewusst, dass das möglicherweise Wunschdenken sei, aber er hoffe auf die USA:

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    Israels Armee hat laut eigenen Angaben Hunderte Militäreinrichtungen im Iran angegriffen

    Die israelischen Streitkräfte setzen nach eigenen Angaben ihre Angriffe auf militärische Ziele im Iran fort. Die Armee habe "Hunderte iranische Militärziele, darunter Raketenabschussvorrichtungen im Westen Irans, angegriffen", teilten die Streitkräfte mit. Auch würden "Bedrohungen identifiziert und abgefangen, die vom Iran in Richtung Staat Israel abgefeuert werden".

    Die Angriffe auf den Iran würden "so lange wie nötig" fortgesetzt, zitierte die Nachrichtenagentur AFP zudem eine anonyme Person aus israelischen Militärkreisen. Es müsse sichergestellt werden, dass das iranische Regime seine militärischen Fähigkeiten nicht wiederherstellen könne.

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    Führung in Teheran laut israelischem Militär gezielt angegriffen

    Israel hat den Angriff auf den Iran nach eigenen Angaben am Morgen und nicht in der Nacht gestartet, um gezielt die Führung des Landes zu treffen. Stattdessen sei es darum gegangen, "den operativen Moment zu identifizieren, in dem sich führende Repräsentanten des Regimes versammeln", teilte das Militär mit. An den Orten, die man am Morgen gleichzeitig angegriffen habe, hätten sich hochrangige Vertreter aus der politischen und sicherheitspolitischen Führung des Iran befunden.   

    Israel sei es damit ein zweites Mal gelungen, "trotz umfassender iranischer Vorbereitungen eine taktische Überraschung zu erzielen", teilte die Armee mit. Kommandeure und die iranische Führungsspitze seien präzise lokalisiert worden. Nun prüfe die Armee die Ergebnisse des Angriffs und stelle sich auf eine Ausweitung des Konflikts auf weitere Regionen ein. Der Iran teilte mit, dass der Präsident Massud Peseschkian und der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei wohlauf seien.

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    Satellitenbilder sollen teilweise zerstörtes Anwesen von Ajatollah Ali Chamenei zeigen

    Das Anwesen des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei soll teilweise zerstört worden sein. Erste Satellitenbilder zeigten mehrere zerstörte Gebäude, berichtete ein Journalist der New York Times auf X. „Der derzeitige Aufenthaltsort des obersten Führers des Iran ist zwar unbekannt, doch das Anwesen wird in der Regel als seine offizielle Residenz genutzt“, schrieb er.

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    Iran hat zweite Raketenwelle auf Israel gefeuert

    Die israelische Armee und die iranischen Streitkräfte berichten übereinstimmend von einer zweiten Welle ballistischer Raketen, die vom Iran auf Israel abgefeuert worden sind. In Israel hat der Zivilschutz die Bürger angewiesen, bis auf Weiteres in Schutzräumen zu bleiben. Israels Raketenabwehr identifiziere Bedrohungen und fange diese ab, teilte das Militär mit.

    Iranische Streitkräfte sprachen im staatlichen Rundfunk von ballistischen Raketen, die auf die "besetzten Gebiete“ gefeuert worden seien. Gemeint ist damit israelisches Staatsgebiet, das der Iran nicht offiziell anerkennt. Außerdem seien Dutzende Kampfdrohnen in Richtung Israel geschickt worden. "Diese Operation wird bis zur vollständigen Bestrafung der aggressiven Feinde fortgesetzt werden", hieß es in der Mitteilung.

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    Irans Oberster Führer Chamenei laut Außenminister am Leben 

    Der iranische Außenminister hat gesagt, dass Irans Oberster Führer Ali Chamenei „soweit ich weiß“ noch am Leben sei. Abbas Araghtschi erteilte den Hoffnungen von US-Präsident Donald Trump auf einen Sturz der Regierung eine Absage. Dies sei eine "unmögliche Mission", sagte Araghtschi in einem Interview mit dem US-Sender NBC News. Zurzeit liefen keine Gespräche mit den USA. Der Iran sei aber an einer Deeskalation interessiert. Voraussetzung für neue Verhandlungen sei ein Ende der Angriffe.

    Araghtschi verurteilte die Attacken Israels und der USA als illegal. Irans Gegenangriffe seien ein legitimer Akt der Selbstverteidigung. Die Islamische Republik benötige keine Hilfe von außen, um sich zu beschützen. Über iranische Verluste sagte Araghtschi: "Wir haben vielleicht ein paar Kommandeure verloren, aber das ist kein so großes Problem."

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    Russland verurteilt Angriffe und spricht von "gefährlichem Abenteuer"

    Das Außenministerium in Moskau wirft Israel und den USA einen "im Voraus geplanten und unprovozierten Akt bewaffneter Aggression gegen einen souveränen und unabhängigen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen" vor. Umfang und Art der "militärpolitischen und propagandistischen Vorbereitungen" ließen daran keinen Zweifel. Die Angriffe seien unüberlegt und verstießen gegen das Völkerrecht. Israel und die USA sollten umgehend auf eine diplomatische Lösung setzen.

    Beide Länder hätten ein weiteres Mal ein gefährliches Abenteuer unternommen, das die Region rasch einer humanitären, wirtschaftlichen und womöglich radiologischen Katastrophe näherbringe, hieß es weiter aus Moskau. Russland warf Israel und den USA außerdem vor, die Führung eines ihnen unliebsamen Staats beseitigen zu wollen. Die Verantwortung für die negativen Folgen dieser "menschengemachten Krise" einschließlich einer unvorhersehbaren Kettenreaktion und Spirale der Gewalt liege vollständig bei ihnen, hieß es.

    Russland und der Iran arbeiten aufgrund der westlichen Sanktionen, die beide Länder belasten, eng zusammen. Das Regime in Teheran steht in der Kritik, weil es Moskau in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützt. Die russischen Botschaften in Teheran und Tel Aviv riefen ihre Staatsbürger auf, den Iran beziehungsweise Israel zu verlassen. 

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    Berichten zufolge 20 iranische Provinzen von Angriffen betroffen

    Offenbar ist die Mehrheit der iranischen Provinzen durch die israelischen und US-amerikanischen Angriffe getroffen worden. Der Sprecher des iranischen Roten Halbmonds, Modschtaba Chaledi, sagte in einem Video, dass 20 der 31 Provinzen des Iran betroffen seien. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

    Chaledi rief die Menschen dazu auf, einen Abstand von mindestens 100 Metern zu den Einschlagstellen einzuhalten. "Alle Hilfsstationen, Ambulanzteams, Trümmerbeseitigungsteams, Such- und Rettungsteams sowie medizinische Einheiten des Roten Halbmonds stehen bereit“, sagte er.

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    Brand in Bahrain nach iranischen Angriffen

    Bei den iranischen Angriffen auf US-Stützpunkte im Nahen Osten ist es in Bahrain zu einem Brand gekommen. Anwohner bestätigten, dass an einem Lagerhaus neben dem wichtigsten US-Marinestützpunkt im Land dunkle Rauchwolken aufstiegen, Videos zeigten ein großes Feuer in einem Hafengebiet. Berichte über Opfer und über das Ausmaß der Schäden gab es zunächst nicht.

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    Das Kommunikationsbüro von Bahrain teilte mit, dass ein Versorgungszentrum der US-Marine mit Raketen angegriffen worden sei. Bahrain beherbergt die Fünfte Flotte der US-Seestreitkräfte. US-Amerikaner im Land wurden aufgerufen, zu Hause oder an einem anderen sicheren Ort zu bleiben und die Nachrichten zur aktuellen Lage zu verfolgen.

    Auf Stützpunkten in den Golfstaaten sind Tausende US-Truppen stationiert. 

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    Trump will "sicheren" Iran

    Nach dem Bekenntnis der israelischen Armee, gezielt die iranische Führung ins Visier zu nehmen, hat auch US-Präsident Donald Trump angedeutet, dass er die Regierung in Teheran mit den laufenden Angriffen stürzen will. "Ich will ein sicheres Land, und genau das werden wir bekommen", sagte er der Washington Post.

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    Mehrere Raketen über Kuwait und dem Nordirak abgefangen

    Die US-geführte Koalition im Irak hat mehrere Drohnen und Raketen über der Stadt Erbil im Norden des Landes abgefangen. Wie kurdische Sicherheitskräfte weiter berichteten, waren die Drohnen mit Sprengstoff beladen. Verletzte oder Schäden habe es keine gegeben.
    Auch über Kuwait haben Streitkräfte den Angaben der Landesregierung zufolge mehrere ballistische Raketen abgefangen. Diese hätten auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem in dem Golfstaat gezielt. Nach US-Angaben sind in Kuwait rund 13.500 US-Soldaten stationiert. Der Iran hatte zuvor bestätigt, den Stützpunkt angegriffen zu haben.

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    Frankreich, Deutschland und Großbritannien verurteilen iranische Angriffe

    In einer gemeinsamen Erklärung haben der französische Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz und der britische Premierminister Keir Starmer die iranischen Angriffe auf Staaten im Nahen Osten "auf das Schärfste" verurteilt. Demnach fordern Frankreich, Deutschland und Großbritannien das iranische Regime dazu auf, sofort seine "willkürlichen Militärschläge" zu unterlassen und umgehend zu diplomatischen Gesprächen zurückzukehren. Die Führung in Teheran müsse "eine Verhandlungslösung finden".

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    China fordert sofortigen Stopp der Angriffe

    Das Außenministerium in Peking hat sich "zutiefst besorgt" über die Angriffe auf den Iran gezeigt. Es forderte einen sofortigen Stopp der Militäroperationen. Die nationale Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität des Iran müssten respektiert werden, teilte das Außenministerium mit. Alle Seiten seien aufgerufen, ​eine weitere Eskalation zu vermeiden und zum Dialog zurückzukehren.

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    Katar, Saudi-Arabien und Oman fordern Ende der Kämpfe

    Katar, Saudi-Arabien und Oman haben nach den Angriffen auf den Iran durch Israel und die USA alle Parteien dazu aufgefordert, die Kämpfe zu beenden. In einem Telefonat forderten der Emir von Katar und Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman "eine sofortige Beendigung jeglicher Eskalation". Das teilte das Büro des katarischen Herrschers Scheich Tamim bin Hamad al-Thani mit. Auch das Außenministerium des Oman rief dazu auf, "die Militäreinsätze unverzüglich einzustellen".

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    Saudi-Arabien bestätigt Raketenangriff auf Riad

    Der Iran hat nach Angaben des Außenministeriums in Riad die Hauptstadt Saudi-Arabiens und die Ostprovinz des Königreichs mit Raketen beschossen. Die Angriffe seien erfolgreich abgewehrt worden. Man verurteile sie aufs Schärfste, denn das Königreich habe seinen eigenen Luftraum zuvor nicht für Angriffe gegen Iran zur Verfügung gestellt, hieß es in einer Mitteilung aus Riad. Die Führung in Teheran habe dies gewusst und Saudi-Arabien dennoch angegriffen.

    Im Südosten von Riad ist eine mutmaßliche iranische Rakete abgefangen worden, berichteten Anwohner zuvor. In der Gegend sind rund 2.000 US-Truppen an einem Luftwaffenstützpunkt stationiert. Berichte über Opfer oder Schäden gab es nicht.

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    Türkische Regierung warnt vor Eskalation

    Die Türkei warnt nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran vor einer Eskalation zwischen den Konfliktparteien. Diese würde Risiken für die Zukunft der Region und die globale Stabilität mit sich bringen, teilte das türkische Außenministerium mit.

    Die türkische Regierung erklärte, sie sei zutiefst besorgt über alle Handlungen, die gegen das Völkerrecht verstießen und Zivilisten gefährdeten. Sie verurteilte Provokationen, die zu weiterer Gewalt führen könnten, und forderte alle Seiten dazu auf, die Angriffe unverzüglich einzustellen. Zudem bekräftigte die Führung in Ankara, dass regionale Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln gelöst werden müssten. Sie erklärte sich bereit, bei der Vermittlung zu unterstützen.

    Der türkische Außenminister Hakan Fidan soll mit seinen Amtskollegen aus der Region über die Lage nach den Angriffen gesprochen haben. Ein Insider aus dem Außenministerium in Ankara sagte, Fidan habe unter anderem mit Ministern ​aus dem Iran, dem Irak, Saudi-Arabien, Katar, Syrien und Ägypten telefoniert. Auch mit dem indonesischen Außenminister habe er gesprochen. Ziel sei gewesen, Schritte zur Beendigung der Angriffe zu finden.

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    Britische Flugzeuge laut Starmer im Nahen Osten "am Himmel“

    Der britische Premierminister Keir Starmer hat mitgeteilt, dass britische Flugzeuge "heute am Himmel“ im Nahen Osten seien. Sie seien Teil "koordinierter regionaler Verteidigungsoperationen zum Schutz unserer Bevölkerung, unserer Interessen und unserer Werte“. Zuvor hatten mehrere Medien unter Berufung auf Regierungskreise in London berichtet, Großbritannien ​habe sich nicht an den US-amerikanischen und israelischen Militärschlägen beteiligt.

    Starmer sagte, Großbritannien verfüge über eine Reihe von "Verteidigungsfähigkeiten" in der Region, die kürzlich verstärkt worden seien. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir eine weitere Eskalation verhindern und zu einem diplomatischen Prozess zurückkehren", sagt er und fügt hinzu, dass er "Frieden und Sicherheit sowie den Schutz des Lebens der Zivilbevölkerung" sehen möchte.

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    UN-Sicherheitsrat will russischen Angaben zufolge Sondersitzung abhalten

    Nach russischen Angaben wird der UN-Sicherheitsrat noch heute tagen, um über die Eskalation im Nahen Osten zu sprechen. Russland und China hätten eine Dringlichkeitssitzung des Gremiums beantragt, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf die russische Vertretung bei den Vereinten Nationen.

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    Irans Oberster Führer will sich offenbar in Kürze äußern

    Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei will sich offenbar in Kürze in einer Rede zu den US-amerikanischen und israelischen Angriffen äußern. Das berichtete der iranische Fernsehsender Al-Alam.

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Abbas Araghtschi erteilte den Hoffnungen von US-Präsident Donald Trump auf einen Sturz der Regierung eine Absage. Dies sei eine "unmögliche Mission", sagte Araghtschi in einem Interview mit dem US-Sender NBC News. Zurzeit liefen keine Gespräche mit den USA. Der Iran sei aber an einer Deeskalation interessiert. Voraussetzung für neue Verhandlungen sei ein Ende der Angriffe.Araghtschi verurteilte die Attacken Israels und der USA als illegal. Irans Gegenangriffe seien ein legitimer Akt der Selbstverteidigung. Die Islamische Republik benötige keine Hilfe von außen, um sich zu beschützen. 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Die nationale Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität des Iran müssten respektiert werden, teilte das Außenministerium mit. 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In einem Telefonat forderten der Emir von Katar und Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman "eine sofortige Beendigung jeglicher Eskalation". Das teilte das Büro des katarischen Herrschers Scheich Tamim bin Hamad al-Thani mit. Auch das Außenministerium des Oman rief dazu auf, "die Militäreinsätze unverzüglich einzustellen".","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-02-28T14:10:02.000Z","dateModified":"2026-02-28T14:42:12.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Celine Fink"},"image":[{"@type":"ImageObject","url":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_1024,h_768/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/goVWf61p5wfE4r2w8274/eoZBvJPP7Wqm2xsnSjFP/moZCA9c96eGw4moe9Uw9.jpeg","caption":"Der katarische Herrscher Scheich Tamim bin Hamad al-Thani ","creditText":"Mohammed Salem/Reuters","uploadDate":"2026-02-28T14:39:32.000Z","thumbnail":{"@type":"ImageObject","contentUrl":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_480,h_360/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/goVWf61p5wfE4r2w8274/eoZBvJPP7Wqm2xsnSjFP/moZCA9c96eGw4moe9Uw9.jpeg"}}],"video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Frankreich, Deutschland und Großbritannien verurteilen iranische Angriffe","articleBody":"Frankreich, Deutschland und Großbritannien verurteilen iranische AngriffeIn einer gemeinsamen Erklärung haben der französische Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz und der britische Premierminister Keir Starmer die iranischen Angriffe auf Staaten im Nahen Osten "auf das Schärfste" verurteilt. 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Umfang und Art der "militärpolitischen und propagandistischen Vorbereitungen" ließen daran keinen Zweifel. Die Angriffe seien unüberlegt und verstießen gegen das Völkerrecht. Israel und die USA sollten umgehend auf eine diplomatische Lösung setzen. Beide Länder hätten ein weiteres Mal ein gefährliches Abenteuer unternommen, das die Region rasch einer humanitären, wirtschaftlichen und womöglich radiologischen Katastrophe näherbringe, hieß es weiter aus Moskau. Russland warf Israel und den USA außerdem vor, die Führung eines ihnen unliebsamen Staats beseitigen zu wollen. Die Verantwortung für die negativen Folgen dieser "menschengemachten Krise" einschließlich einer unvorhersehbaren Kettenreaktion und Spirale der Gewalt liege vollständig bei ihnen, hieß es. Russland und der Iran arbeiten aufgrund der westlichen Sanktionen, die beide Länder belasten, eng zusammen. 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Das berichtete der iranische Fernsehsender Al-Alam.","video":[]}"}“>

    Johannes Süßmann
    Johannes Süßmann

    Der Überblick am Nachmittag

    • Israel hat am frühen Morgen mit einem Angriff auf Ziele im Iran begonnen. Die israelische Armee hat mittlerweile bestätigt, dass sich die Attacken gezielt gegen Vertreter des Regimes in Teheran richten.
    • Die USA sind an den Angriffen beteiligt. Präsident Donald Trump bestätigte US-Angriffe auf den Iran. „Wir ​werden ihre Raketen zerstören ‌und ihre Raketenindustrie ‌dem Boden gleichmachen“, sagte Trump in einer Videoansprache. Der Washington Post sagte er: „Ich will ein sicheres Land, und genau das werden wir bekommen.“
    • Aus mehreren iranischen Städten wurden Explosionen gemeldet. Zahlreiche Menschen verlassen die iranische Hauptstadt Teheran. 
    • Irans Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei soll sich außerhalb Teherans befinden. Laut US- und israelischen Medien sollen er und weitere Regimespitzen zu den Zielen der Angriffe gehören.
    • Der Iran hat mit mehreren Angriffswellen auf auf Israel begonnen. In Israel ist der Ausnahmezustand ausgerufen worden. 
    • Der Iran hat nach eigenen Angaben vier US-Militärstützpunkte in Katar, Kuwait, den Emiraten und Bahrain attackiert. Aus diversen arabischen Staaten wurde Raketenbeschuss aus dem Iran gemeldet. 

    Celine Fink
    Celine Fink

    Irans Oberster Führer will sich offenbar in Kürze äußern

    Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei will sich offenbar in Kürze in einer Rede zu den US-amerikanischen und israelischen Angriffen äußern. Das berichtete der iranische Fernsehsender Al-Alam.

    Jan Wendt
    Jan Wendt

    UN-Sicherheitsrat will russischen Angaben zufolge Sondersitzung abhalten

    Nach russischen Angaben wird der UN-Sicherheitsrat noch heute tagen, um über die Eskalation im Nahen Osten zu sprechen. Russland und China hätten eine Dringlichkeitssitzung des Gremiums beantragt, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf die russische Vertretung bei den Vereinten Nationen.

    Ingo Arzt
    Ingo Arzt

    Saudi-Arabien bestätigt Raketenangriff auf Riad

    Der Iran hat nach Angaben des Außenministeriums in Riad die Hauptstadt Saudi-Arabiens und die Ostprovinz des Königreichs mit Raketen beschossen. Die Angriffe seien erfolgreich abgewehrt worden. Man verurteile sie aufs Schärfste, denn das Königreich habe seinen eigenen Luftraum zuvor nicht für Angriffe gegen Iran zur Verfügung gestellt, hieß es in einer Mitteilung aus Riad. Die Führung in Teheran habe dies gewusst und Saudi-Arabien dennoch angegriffen.

    Im Südosten von Riad ist eine mutmaßliche iranische Rakete abgefangen worden, berichteten Anwohner zuvor. In der Gegend sind rund 2.000 US-Truppen an einem Luftwaffenstützpunkt stationiert. Berichte über Opfer oder Schäden gab es nicht.

    Celine Fink
    Celine Fink

    Türkische Regierung warnt vor Eskalation

    Die Türkei warnt nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran vor einer Eskalation zwischen den Konfliktparteien. Diese würde Risiken für die Zukunft der Region und die globale Stabilität mit sich bringen, teilte das türkische Außenministerium mit.

    Die türkische Regierung erklärte, sie sei zutiefst besorgt über alle Handlungen, die gegen das Völkerrecht verstießen und Zivilisten gefährdeten. Sie verurteilte Provokationen, die zu weiterer Gewalt führen könnten, und forderte alle Seiten dazu auf, die Angriffe unverzüglich einzustellen. Zudem bekräftigte die Führung in Ankara, dass regionale Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln gelöst werden müssten. Sie erklärte sich bereit, bei der Vermittlung zu unterstützen.

    Der türkische Außenminister Hakan Fidan soll mit seinen Amtskollegen aus der Region über die Lage nach den Angriffen gesprochen haben. Ein Insider aus dem Außenministerium in Ankara sagte, Fidan habe unter anderem mit Ministern ​aus dem Iran, dem Irak, Saudi-Arabien, Katar, Syrien und Ägypten telefoniert. Auch mit dem indonesischen Außenminister habe er gesprochen. Ziel sei gewesen, Schritte zur Beendigung der Angriffe zu finden.

    Sarah Vojta
    Sarah Vojta

    Britische Flugzeuge laut Starmer im Nahen Osten „am Himmel“

    Der britische Premierminister Keir Starmer hat mitgeteilt, dass britische Flugzeuge „heute am Himmel“ im Nahen Osten seien. Sie seien Teil „koordinierter regionaler Verteidigungsoperationen zum Schutz unserer Bevölkerung, unserer Interessen und unserer Werte“. Zuvor hatten mehrere Medien unter Berufung auf Regierungskreise in London berichtet, Großbritannien ​habe sich nicht an den US-amerikanischen und israelischen Militärschlägen beteiligt.

    Starmer sagte, Großbritannien verfüge über eine Reihe von „Verteidigungsfähigkeiten“ in der Region, die kürzlich verstärkt worden seien. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir eine weitere Eskalation verhindern und zu einem diplomatischen Prozess zurückkehren“, sagt er und fügt hinzu, dass er „Frieden und Sicherheit sowie den Schutz des Lebens der Zivilbevölkerung“ sehen möchte.

    Jan Wendt
    Jan Wendt

    Irans Oberster Führer Chamenei laut Außenminister am Leben 

    Der iranische Außenminister hat gesagt, dass Irans Oberster Führer Ali Chamenei „soweit ich weiß“ noch am Leben sei. Abbas Araghtschi erteilte den Hoffnungen von US-Präsident Donald Trump auf einen Sturz der Regierung eine Absage. Dies sei eine „unmögliche Mission“, sagte Araghtschi in einem Interview mit dem US-Sender NBC News. Zurzeit liefen keine Gespräche mit den USA. Der Iran sei aber an einer Deeskalation interessiert. Voraussetzung für neue Verhandlungen sei ein Ende der Angriffe.

    Araghtschi verurteilte die Attacken Israels und der USA als illegal. Irans Gegenangriffe seien ein legitimer Akt der Selbstverteidigung. Die Islamische Republik benötige keine Hilfe von außen, um sich zu beschützen. Über iranische Verluste sagte Araghtschi: „Wir haben vielleicht ein paar Kommandeure verloren, aber das ist kein so großes Problem.“

    Sarah Vojta
    Sarah Vojta

    China fordert sofortigen Stopp der Angriffe

    Das Außenministerium in Peking hat sich „zutiefst besorgt“ über die Angriffe auf den Iran gezeigt. Es forderte einen sofortigen Stopp der Militäroperationen. Die nationale Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität des Iran müssten respektiert werden, teilte das Außenministerium mit. Alle Seiten seien aufgerufen, ​eine weitere Eskalation zu vermeiden und zum Dialog zurückzukehren.

    Celine Fink
    Celine Fink

    Katar, Saudi-Arabien und Oman fordern Ende der Kämpfe

    Katar, Saudi-Arabien und Oman haben nach den Angriffen auf den Iran durch Israel und die USA alle Parteien dazu aufgefordert, die Kämpfe zu beenden. In einem Telefonat forderten der Emir von Katar und Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman „eine sofortige Beendigung jeglicher Eskalation“. Das teilte das Büro des katarischen Herrschers Scheich Tamim bin Hamad al-Thani mit. Auch das Außenministerium des Oman rief dazu auf, „die Militäreinsätze unverzüglich einzustellen“.
    Der katarische Herrscher Scheich Tamim bin Hamad al-Thani
    Der katarische Herrscher Scheich Tamim bin Hamad al-Thani . Mohammed Salem/Reuters

    Celine Fink
    Celine Fink

    Frankreich, Deutschland und Großbritannien verurteilen iranische Angriffe

    In einer gemeinsamen Erklärung haben der französische Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz und der britische Premierminister Keir Starmer die iranischen Angriffe auf Staaten im Nahen Osten „auf das Schärfste“ verurteilt. Demnach fordern Frankreich, Deutschland und Großbritannien das iranische Regime dazu auf, sofort seine „willkürlichen Militärschläge“ zu unterlassen und umgehend zu diplomatischen Gesprächen zurückzukehren. Die Führung in Teheran müsse „eine Verhandlungslösung finden“.
    Gemeinsam mit Emmanuel Macron und Keir Starmer verurteilte Friedrich Merz die iranischen Gegenangriffe.
    Gemeinsam mit Emmanuel Macron und Keir Starmer verurteilte Friedrich Merz die iranischen Gegenangriffe. Pedro Pardo/AFP/Getty Images

    Ingo Arzt
    Ingo Arzt

    Russland verurteilt Angriffe und spricht von „gefährlichem Abenteuer“

    Das Außenministerium in Moskau wirft Israel und den USA einen „im Voraus geplanten und unprovozierten Akt bewaffneter Aggression gegen einen souveränen und unabhängigen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen“ vor. Umfang und Art der „militärpolitischen und propagandistischen Vorbereitungen“ ließen daran keinen Zweifel. Die Angriffe seien unüberlegt und verstießen gegen das Völkerrecht. Israel und die USA sollten umgehend auf eine diplomatische Lösung setzen.

    Beide Länder hätten ein weiteres Mal ein gefährliches Abenteuer unternommen, das die Region rasch einer humanitären, wirtschaftlichen und womöglich radiologischen Katastrophe näherbringe, hieß es weiter aus Moskau. Russland warf Israel und den USA außerdem vor, die Führung eines ihnen unliebsamen Staats beseitigen zu wollen. Die Verantwortung für die negativen Folgen dieser „menschengemachten Krise“ einschließlich einer unvorhersehbaren Kettenreaktion und Spirale der Gewalt liege vollständig bei ihnen, hieß es.

    Russland und der Iran arbeiten aufgrund der westlichen Sanktionen, die beide Länder belasten, eng zusammen. Das Regime in Teheran steht in der Kritik, weil es Moskau in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützt. Die russischen Botschaften in Teheran und Tel Aviv riefen ihre Staatsbürger auf, den Iran beziehungsweise Israel zu verlassen. 

    Sarah Vojta
    Sarah Vojta

    Mehrere Raketen über Kuwait und dem Nordirak abgefangen

    Die US-geführte Koalition im Irak hat mehrere Drohnen und Raketen über der Stadt Erbil im Norden des Landes abgefangen. Wie kurdische Sicherheitskräfte weiter berichteten, waren die Drohnen mit Sprengstoff beladen. Verletzte oder Schäden habe es keine gegeben.
    Auch über Kuwait haben Streitkräfte den Angaben der Landesregierung zufolge mehrere ballistische Raketen abgefangen. Diese hätten auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem in dem Golfstaat gezielt. Nach US-Angaben sind in Kuwait rund 13.500 US-Soldaten stationiert. Der Iran hatte zuvor bestätigt, den Stützpunkt angegriffen zu haben.

    Celine Fink
    Celine Fink

    Brand in Bahrain nach iranischen Angriffen

    Bei den iranischen Angriffen auf US-Stützpunkte im Nahen Osten ist es in Bahrain zu einem Brand gekommen. Anwohner bestätigten, dass an einem Lagerhaus neben dem wichtigsten US-Marinestützpunkt im Land dunkle Rauchwolken aufstiegen, Videos zeigten ein großes Feuer in einem Hafengebiet. Berichte über Opfer und über das Ausmaß der Schäden gab es zunächst nicht.
    In Bahrain haben die Angriffe einen Brand ausgelöst.
    In Bahrain haben die Angriffe einen Brand ausgelöst. Stringer/Reuters
    Das Kommunikationsbüro von Bahrain teilte mit, dass ein Versorgungszentrum der US-Marine mit Raketen angegriffen worden sei. Bahrain beherbergt die Fünfte Flotte der US-Seestreitkräfte. US-Amerikaner im Land wurden aufgerufen, zu Hause oder an einem anderen sicheren Ort zu bleiben und die Nachrichten zur aktuellen Lage zu verfolgen.

    Auf Stützpunkten in den Golfstaaten sind Tausende US-Truppen stationiert. 

    Johannes Süßmann
    Johannes Süßmann

    Trump will „sicheren“ Iran

    Nach dem Bekenntnis der israelischen Armee, gezielt die iranische Führung ins Visier zu nehmen, hat auch US-Präsident Donald Trump angedeutet, dass er die Regierung in Teheran mit den laufenden Angriffen stürzen will. „Ich will ein sicheres Land, und genau das werden wir bekommen“, sagte er der Washington Post.
    US-Präsident Donald Trump bei seiner kurzen Ansprache nach Beginn der Angriffe auf den Iran.
    US-Präsident Donald Trump bei seiner kurzen Ansprache nach Beginn der Angriffe auf den Iran. Anna Moneymaker/Getty Images

    Sarah Vojta
    Sarah Vojta

    Berichten zufolge 20 iranische Provinzen von Angriffen betroffen

    Offenbar ist die Mehrheit der iranischen Provinzen durch die israelischen und US-amerikanischen Angriffe getroffen worden. Der Sprecher des iranischen Roten Halbmonds, Modschtaba Chaledi, sagte in einem Video, dass 20 der 31 Provinzen des Iran betroffen seien. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

    Chaledi rief die Menschen dazu auf, einen Abstand von mindestens 100 Metern zu den Einschlagstellen einzuhalten. „Alle Hilfsstationen, Ambulanzteams, Trümmerbeseitigungsteams, Such- und Rettungsteams sowie medizinische Einheiten des Roten Halbmonds stehen bereit“, sagte er.