Verhandlungen mit den USA: Iran verzichtet laut Oman hinauf Atombomben-Material

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (links) seinem omanischen Amtskollegen Badr al-Bussaidi.

Stand: 28.02.2026 • 04:06 Uhr

Der Vermittlerstaat Oman sieht in den Atomgesprächen zwischen den USA und Iran einen Durchbruch. Teheran habe wichtige Zugeständnisse bei Fragen der Urananreicherung und seines Raketenprogramms gemacht.

Iran hat in den Atomverhandlungen mit den USA nach Darstellung des Vermittlers Oman zugesichert, dass er niemals über nukleares Material zur Herstellung einer Atombombe verfügen wird. Diese Zusage stelle einen „sehr wichtigen Durchbruch“ dar, der zuvor „noch nie erreicht“ worden sei, sagte Omans Außenminister Badr al-Bussaidi dem US-Sender CBS News. In einem Abkommen würde Iran sich demnach verpflichten, „null“ atombombenfähiges Nuklearmaterial anzuhäufen.

Im Falle eines Abkommens würde Iran nach Darstellung al-Bussaidis der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vollen Zugang zu seinen Atomanlagen gewähren. Er sei ziemlich zuversichtlich, „dass auch US-Inspektoren irgendwann Zugang erhalten werden“.

Trump „nicht glücklich“

Iran habe sich zudem bereit erklärt, seine Vorräte an angereichertem Uran „auf das niedrigstmögliche Niveau“ zu senken, sodass sie ausschließlich als nuklearer Brennstoff genutzt werden könnten. US-Präsident Donald Trump sagte jedoch bei einem Besuch in Texas, er verlange, dass in Iran keinerlei Unrananreicherung stattfinde, auch nicht zu zivilen Zwecken. „Ich sage: keine Anreicherung“, so Trump. Er sei „nicht glücklich“ über die bisherigen Gespräche.

Zu Irans Raketenprogramm sagte al-Bussaidi: „Ich glaube, dass Iran offen ist, über alles zu diskutieren.“ Iran hatte bisher deutlich gemacht, dass eine Begrenzung des Raketenprogramms nicht verhandelbar sei. Aus Teheran lag zunächst keine Bestätigung der genannten Zugeständnisse vor.

Source: tagesschau.de