Brady Tkachuk: Eishockey-Star wehrt sich gegen Weißes Haus






Das Weiße Haus teilte ein KI-generiertes Video, in dem Eishockey-Olympiasieger Brady Tkachuk scheinbar Kanadier beleidigt. Der wehrt sich.

Eigentlich hätte es eine reine Triumphgeschichte sein sollen: Die US-Eishockey-Nationalmannschaft der Herren gewann am 22. Februar bei den Olympischen Winterspielen 2026 die Goldmedaille – mit einem 2:1-Overtime-Sieg gegen Erzrivale Kanada. Doch was danach folgte, dürfte Superstar Brady Tkachuk (26) deutlich weniger gefreut haben als der Erfolg auf dem Eis.



Das Weiße Haus veröffentlichte auf TikTok einen Clip, in dem der US-Stürmer scheinbar Kanadier mit einem derben Schimpfwort beleidigt. Der Haken: Das Video war ein Fake. Zwar trug es einen kleinen Hinweis „Enthält KI-generierte Medien“, doch nicht allen Usern war bewusst, dass Tkachuk diese Worte nie in den Mund nahm.

Brady Tkachuk: „Das bin nicht ich“

Tkachuk fand dazu im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP deutliche Worte: „Es ist eindeutig gefälscht, weil es nicht meine Stimme ist und sich meine Lippen nicht dazu bewegen.“ Er habe keinerlei Kontrolle über die Accounts des Weißen Hauses. „Ich würde so etwas niemals sagen. Das bin nicht ich“, stellte der Spieler klar.


Besonders brisant ist dabei, dass Tkachuk als Kapitän der Ottawa Senators seit Jahren in Kanada lebt und arbeitet. Ausgerechnet er soll sich abfällig über die Menschen des Landes geäußert haben, dem er sportlich so viel verdankt? „Ich weiß nicht, wie das so ein Eigenleben entwickeln konnte, wenn ich hier spiele und alles gebe, was ich habe“, sagte der gebürtige US-Boy sichtlich irritiert.

Auch „Schließ‘ die Nord-Grenze“-Ruf nicht von Tkachuk

Der Eishockey-Star wies zudem zurück, jene Stimme gewesen zu sein, die während eines Telefonats des Teams mit US-Präsident Donald Trump (79) nach dem Finaltriumph „Schließ‘ die Nord-Grenze“ gerufen haben soll. „Ich habe gesehen, dass Leute denken, ich sei das gewesen. Aber wenn man sich das Video anschaut, ist das nicht meine Stimme und etwas, das ich nie sagen würde“, betonte Tkachuk.




Kontroverse um das Frauenteam

Für Nebengeräusche sorgte auch die Tatsache, dass das US-Frauenteam – das ebenfalls Gold gegen Kanada gewonnen hatte – den Besuch bei der Rede zur Lage der Nation von Donald Trump im Gegensatz zu den Männern nicht wahrnahm. Die offizielle Begründung lautete „bereits geplante akademische und berufliche Verpflichtungen“ der Spielerinnen. Trump selbst hatte im Telefonat mit dem Herrenteam gescherzt, er müsse das Frauenteam wohl auch einladen, sonst drohe ihm ein Amtsenthebungsverfahren. Einige Spieler hatten darüber gelacht.

Brady Tkachuk zeigte Verständnis für die Reaktion der Spielerinnen: „Ich verstehe das. Wir haben sie unterstützt, sie haben uns unterstützt. Man kann nicht kontrollieren, was andere Leute sagen.“ Sein Bruder Matthew Tkachuk (28) von den Florida Panthers betonte den Zusammenhalt beider Teams im Olympischen Dorf: „Wir haben andere Wettkämpfe zusammen geschaut, sie angefeuert. Wir sind so stolz auf den doppelten Gold-Erfolg.“

SpotOnNews

Source: stern.de