US-Übersicht am Morgen: Clinton sagt vor Kongress aus, Vance will keinen langen Krieg mit Iran

Ex-Präsident Bill Clinton sagt vor US-Kongress zu Epstein aus

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten soll mit Bill Clinton heute ein früherer US-Präsident vor dem US-Parlament aussagen. Der 79-Jährige kannte den 2019 gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, der jahrelang einen Missbrauchsring betrieben hatte. Clintons Name und Bilder von ihm tauchen in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf. Am Donnerstag hat bereits Hillary Clinton, die ehemalige Außenministerin und Ehefrau von Bill Clinton, vor dem US-Kongress ausgesagt. Sie sagte, sie könne sich an kein Treffen mit Epstein erinnern. Sie warf dem von Republikanern geleiteten Ausschuss vor, dieser wolle von Epsteins Verbindungen zu US-Präsident Donald Trump ablenken. Auch ihren Mann nahm sie vor Journalisten in Schutz, dieser habe nichts von Epsteins Taten gewusst.

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JD Vance rechnet nicht mit langem Krieg gegen Iran

US-Vizepräsident JD Vance rechnet nicht damit, dass mögliche US-Angriffe auf den Iran sein Land in einen jahrelangen Krieg im Nahen Osten verwickeln könnten. In einem Interview mit der Washington Post sagte Vance, er wisse nicht, wie sich Präsident Donald Trump mit Blick auf den Iran entscheiden werde. Als Optionen beschrieb er sowohl Militärschläge „um sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffe bekommt“ als auch eine diplomatische Lösung. „Die Vorstellung, dass wir jahrelang und ohne absehbares Ende in einem Krieg im Nahen Osten sein werden – das wird auf keinen Fall passieren“, sagte Vance der Zeitung. Vance verwies demnach auf die begrenzten US-Angriffe auf iranische Atomanlagen im vergangenen Jahr sowie auf den Militäreinsatz in Venezuela im Januar, die „sehr klar definiert“ gewesen seien.

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Netflix steigt aus Bieterkampf um Warner Bros. aus

Der Streamingdienst Netflix will kein höheres Angebot abgeben, um die Produktionsfirma Warner Bros. zu kaufen. Der Deal ist Netflix zufolge finanziell nicht mehr attraktiv. Zuvor hatte Warner Bros. das verbesserte Gebot des Rivalen Paramount formal als „überlegen“ eingestuft. Warner und Netflix waren Anfang Dezember eine verbindliche Übernahmevereinbarung für das Studio- und Streaminggeschäft eingegangen. Wenige Tage später wandte sich Paramount direkt an die Aktionäre und machte ein Angebot, um den gesamten heutigen Konzern Warner Bros. Discovery samt TV-Sendern wie CNN zu übernehmen. Es geht dabei auch um Politik, denn Paramount-Besitzer und Techmilliardär Larry Ellison ist ein Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. CNN berichtet oft kritisch über die Regierung.

Lesen Sie hier mehr zur Übernahme von Warner Bros.

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Melania Trump soll Sitzung des UN-Sicherheitsrats leiten

Melania Trump, die Ehefrau des US-Präsidenten, übernimmt eine ungewöhnliche Rolle bei den Vereinten Nationen: Die First Lady der USA soll in der kommenden Woche eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats leiten. Die Präsidentengattin werde den Vorsitz über die Sitzung am kommenden Montag übernehmen, in der es um die „Rolle von Bildung bei der Förderung von Toleranz und Frieden in der Welt“ gehen soll, teilte ihr Büro mit. Es ist das erste Mal, dass die Ehefrau eines amtierenden US-Präsidenten eine solche Sitzung leitet.

Mehr zu Melania Trumps neuer Rolle lesen Sie hier.

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KI-Firma Anthropic widersetzt sich US-Verteidigungsministerium

Das KI-Unternehmen Anthropic will sich ​Forderungen des US-Verteidigungsministeriums in einem Streit um Sicherheitsvorkehrungen für künstliche Intelligenz (KI) widersetzen. Dies sagte Anthropic-Chef Dario Amodei. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth fordert, dass Anthropic alle Sicherheitsvorkehrungen ​beim Einsatz der KI-Technologie für militärische Zwecke entfernt. ⁠Damit könnte die ​Technologie zur autonomen Zielerfassung von Waffen oder zur Überwachung ‌in ⁠den USA eingesetzt werden. Das Verteidigungsministerium will KI-Modelle auch in geheimen Netzwerken nutzen, ohne dabei den üblichen Einschränkungen der Hersteller zu unterliegen. Firmen wie Alphabet (Google), xAI und OpenAI haben bereits Abkommen mit der Regierung geschlossen und teilweise die üblichen Nutzungsbeschränkungen für das Militärnetzwerk aufgehoben.

Lesen Sie hier mehr zum Konflikt zwischen Anthropic und dem Verteidigungsministerium.

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