Befragung vor Kongress-Ausschuss: Hillary Clinton fordert Trump-Aussage unter Eid zu Epstein

Befragung vor Kongress-AusschussHillary Clinton fordert Trump-Aussage unter Eid zu Epstein

26.02.2026, 20:06 Uhr

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Hillary Clinton bei einem Kongress Mitte Februar. (Foto: picture alliance/dpa)

Nach anfänglicher Weigerung stellt sich Hillary Clinton den Fragen des Kongresses zur Epstein-Affäre. Die frühere US-Außenministerin stellt klar, dass sie niemals irgendeinen Kontakt zu dem Sexualstraftäter hatte. Sie verlangt die Vorladung von US-Präsident Trump und Tech-Milliardär Musk.

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei ihrer Befragung vor dem US-Parlament jede Kenntnis von Straftaten des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zurückgewiesen. In ihrem in den sozialen Medien schriftlich verbreiteten Eröffnungsstatement erklärte sie, sie habe kein Wissen von dessen kriminellen Aktivitäten gehabt und erinnere sich nicht an Begegnungen mit Epstein. Sie sei weder mit ihm geflogen noch habe sie seine Insel oder Anwesen besucht.

In ihrer Erklärung warf die frühere demokratische Präsidentschaftskandidatin den Republikanern vor, von US-Präsident Donald Trump und dessen Umgang mit den sogenannten Epstein-Akten ablenken zu wollen. Der Ausschuss solle stattdessen die vollständige Veröffentlichung der Unterlagen vorantreiben und Trump „unter Eid zu den Zehntausenden Malen befragen, die er in den Epstein-Akten auftaucht“. Die Republikaner lehnen eine Vorladung Trumps dagegen ab.

Hillary Clinton erschien in Chappaqua, einer Gemeinde im US-Bundessaat New York, in der sie mit ihrem Mann, Ex-Präsident Bill Clinton lebt, zu einer nicht öffentlichen Anhörung vor dem Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses. Zuvor hatte der republikanisch geführte Ausschuss mit einem Strafverfahren wegen Missachtung des Kongresses gedroht, nachdem sich Clinton und ihr Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, geweigert hatten, auszusagen.

Clintons Vernehmung wurde laut Sky News abrupt unterbrochen, nachdem ein Foto von ihr in den sozialen Medien veröffentlicht worden war. Das Bild erschien auf dem X-Account von Benny Johnson, einem rechtsgerichteten politischen Kommentator, der behauptete, es sei ihm von der republikanischen Abgeordneten Lauren Boebert zur Verfügung gestellt worden. Eine Sprecherin von Clinton sagte dem Bericht zufolge, die Weitergabe des Fotos verstoße gegen die Geschäftsordnung des Repräsentantenhauses und die Vernehmung sei kurzzeitig unterbrochen worden, „um herauszufinden, woher das Foto stammt und warum möglicherweise Mitglieder des Kongresses gegen die Geschäftsordnung verstoßen“.

Bill Clinton soll am Freitag aussagen

Der Kongress-Ausschuss soll das Missbrauchs- und Sexhandelsnetzwerk des 2019 gestorbenen Finanzinvestors Epstein politisch aufarbeiten. Der Vorsitzende James Comer betonte vor Beginn, derzeit werde den Clintons kein Fehlverhalten vorgeworfen. Man wolle klären, wie Epstein zu Einfluss und Reichtum gekommen sei und welche Netzwerke ihn geschützt hätten.

Clinton sagte laut Sky News, Jeffrey Epstein sei ein „abscheulicher Mensch“ gewesen, aber „bei Weitem nicht der Einzige“. Sie schlug in diesem Zusammenhang vor, dass „jeder, der fragt, in welcher Nacht die wildeste Party auf Epsteins Insel stattfinden würde“, vorgeladen werden sollte, womit offenbar Elon Musk gemeint war. Ex-US-Präsident Bill Clinton soll am Freitag hinter verschlossenen Türen aussagen.

Quelle: ntv.de, mau/dpa/AFP

Source: n-tv.de