Warane in Bangkok: Riesenechsen zwischen Wolkenkratzern: Nur gucken, bloß nicht berühren!






Der Lumphini-Park ist Bangkoks grüne Lunge, beliebt bei Einheimischen wie Touristen. Letztere kommen, um riesige Warane zu bestaunen. Impressionen aus der Metropolen-Wildnis.

Vor, zurück, vor, zurück. Ohne Pause fährt das mächtige Gießfahrzeug an der Wiese entlang und sprüht Wasser, bis der Tank leer ist. In der Luft der vergleichsweise kühleren Trockenzeit liegt der Duft von Sommerregen, bei gut 30 Grad am Nachmittag und strahlend blauem Himmel. Die Bewässerung im Lumphini-Park: der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein – oder besser: den heißen Rasen. Die grüne Oase inmitten der hitzigen Tropen-Metropole Bangkok hat mächtig Dust.



Der Lumphini-Park im Bezirk Pathum Wan – dem verdichteten Herz Bangkoks, geprägt von riesigen Shopping-Malls, Bürotürmen und Hotels – ist einer der größten und beliebtesten Parks der thailändischen Hauptstadt. Ein Ort des Gegensatzes, der Ruhe und der Entspannung zwischen Wolkenkratzern und wuseligen Straßen. Vogelgezwitscher statt knatternder Rollermotoren.

Der Park – angelegt in den 1920er-Jahren und benannt nach dem Geburtsort des Buddha in Nepal – ist gleichermaßen beliebt bei Einheimischen wie Touristen. Erstere ziehen joggenderweise ihre Runden, selbst in der Nachmittagshitze. Kinder in Schuluniformen werfen Körbe oder kicken.


Riesige Warane locken Touristen in den Lumphini-Park

Die Aufmerksamkeit der Thailand-Urlauber hat zuletzt die „New York Times“ geweckt: Die Zeitung listet Bangkok in ihrem bekannten Ranking der 52 Orte, die man 2026 besuchen sollte – und erwähnt in ihrer Reise-Empfehlung auch den Lumphini-Park: Thailands Hauptstadt arbeite intensiv daran, ihrem Ruf als eine der wenigsten grünen Städte Asiens entgegenzuwirken, schreibt das altehrwürdige Blatt. Die Journalisten loben den neuen Verbindungssteg, der den Lumphini-Park mit dem benachbarten Benjakitti-Park verbindet.

Und dann sind da natürlich die Warane, die die Touristen in Scharen in Bangkoks grüne Lunge locken. Ob in den angelegten Seen, auf Wiesen oder Wegen: Die Echsen mit der langen, an der Spitze gespaltenen Zunge fühlen sich im Lumphini-Park anscheinend pudelwohl. Hunderte Bindenwarane soll es hier geben, man kann sie beim Schwimmen oder beim Sonnenbad bestaunen. Besonders stattliche Exemplare der Spezies Varanus salvator bringen es auf eine Länge von bis zu drei Metern.




Bangkoks „Tropen-Drachen“ sind die Aufmerksamkeit gewohnt

Aus den neugierigen Parkbesuchern mit ihren gezückten Smartphones machen sich die „Tropen-Drachen“ augenscheinlich nicht viel – sie sind die Aufmerksamkeit gewohnt und lümmeln faul im Gras. Damit bei so viel Entspanntheit niemand auf dumme Gedanken kommt, warnen Hinweisschilder: Bloß nicht anfassen! Bindenwarane machen zwar eher Jagd auf Fische, Vögel oder Nager als auf Menschen. Fühlen sich die Tiere bedroht, können sie aber kräftig zubeißen und schwere Verletzungen hinterlassen. 


Die meisten Touristen wollen das besser nicht riskieren: Sie fotografieren die eindrucksvollen Riesenechsen lieber mit Zoom aus sicherer Distanz.

Warane zwischen Wolkenkratzern und mehr: Impressionen aus dem Lumphini-Park in Bangkok sehen Sie oben in unserer Fotogalerie.


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Source: stern.de