„Bridgerton“-Stars Yerin Ha und Luke Thompson: Darum war Sophie „sehr wütend“

Zur Rückkehr von „Bridgerton“ sprechen die Serienstars Yerin Ha und Luke Thompson über die spektakulärsten Momente der neuen Staffel.
Die Netflix-Serie „Bridgerton“ kehrt mit der zweiten Hälfte von Staffel vier auf die Bildschirme zurück. Fans und Zuschauer fragen sich vor dem Start der vier neuen Folgen am 26. Februar, ob Benedict Bridgerton (Luke Thompson, 37) und das Dienstmädchen Sophie (Yerin Ha, 28) letztlich entgegen den Erwartungen der feinen Londoner Gesellschaft zueinander finden werden. Kann sich Benedict für seine große Liebe entscheiden? Oder wartet er doch auf eine standesgemäße Partnerschaft?
Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news gewähren Yerin Ha und Luke Thompson, die Stars der vierten „Bridgerton“-Staffel, einen Einblick in das Seelenleben ihre Figuren, erinnern sich an besondere Momente während der Dreharbeiten und preisen die Vorzüge eines simpleren Kostüms.
Frau Ha, Sie tragen in „Bridgerton“ einige wunderschöne Kostüme – gleichzeitig aber auch oft Sophies eher schlichtes Dienstmädchen-Kostüm. Wie war das im Vergleich zu den glamourösen Looks der anderen Figuren?
Yerin Ha: Ehrlich gesagt: Es war das Beste. Wirklich wunderbar. Ich war viel schneller mit dem Kostüm fertig, konnte unkomplizierter zur Toilette – und ich werde das Outfit tatsächlich vermissen.
Herr Thompson, die Geschichte in Benedicts Cottage ist unter Fans jetzt schon legendär. Was sind ihre Erinnerungen an den Dreh dieser Sequenz?
Thompson: Diese ganze Sequenz im Cottage ist im Buch „Wie verführt man einen Lord?“ sehr lebendig beschrieben. Es war schön, Momente wie die Kutsche, das Schlafzimmer oder den See zu spielen – es fühlte sich an, als wären wir direkt in den Roman hineingetreten. Dazu kam: Wir waren zu diesem Zeitpunkt noch relativ früh im Dreh und hatten noch nicht viel miteinander gearbeitet. In gewisser Weise waren auch die Figuren noch Fremde, die sich erst kennenlernen – und genau das passte. Ich erinnere mich sehr gern daran. Die Episode ist auch sehr schön geschrieben, sehr präzise, fast reduziert. „Bridgerton“ kann davon profitieren, wenn für einen Moment die Ballsäle und opulenten Kleider in den Hintergrund treten und einfach zwei Menschen im Mittelpunkt stehen, die sich wirklich begegnen.
Kommen wir zum Finale des ersten Teils der aktuellen Staffel: Benedict bittet Sophie, seine Mätresse zu werden. Was geht in Sophie in diesem Moment vor?
Ha: Ich glaube, sie ist sehr wütend. Gleichzeitig ist es für sie auch ein Weckruf. Sie merkt, dass sie sich selbst ein Stück weit verloren hat und nicht bei den Grenzen geblieben ist, die sie sonst sehr klar zieht. Dieses Wort – „Mätresse“ – triggert sie. Es führt sie zurück an einen sehr dunklen Punkt in ihrer Vergangenheit, zu schmerzhaften Erinnerungen an ihre Kindheit und an den Verrat ihres Vaters. Und ich denke: Selbst wenn Benedict ihr etwas anderes angeboten hätte, wäre sie wahrscheinlich trotzdem gegangen. Für sie ist das auch ein Moment der Erkenntnis: „Ich war nicht an meinem Platz, nicht in meiner Welt.“ Sie ist wütend, traurig und enttäuscht – und hat das Gefühl, vielleicht nie die wahre Liebe zu finden.
Frau Ha, was war damals Ihr allererster Eindruck von Sophie als Figur – und was mögen Sie besonders an ihr?
Yerin Ha: Mein erster Eindruck war: Sophie ist im Buch unglaublich witzig, schlagfertig und frech. Vieles davon habe ich auch in mir selbst wiedererkannt. Am meisten liebe ich aber ihre Resilienz und ihre Würde. Ihre Geschichte ist sehr schön – und auch sehr schmerzhaft. Sie tut sich schwer damit, sich zu öffnen, weil sie Angst vor Zurückweisung hat und davor, erneut verletzt zu werden. Genau das macht sie für mich so besonders.
Herr Thompson, Benedicts Geschichte kommt in der Romanreihe eigentlich an dritter Stelle, doch bei der Netflix-Serie ist jetzt die vierte Staffel daraus geworden. Ärgert Sie das ein wenig?
Luke Thompson: Gar nicht. Im Gegenteil: Ich fand es gut. So hatte ich mehr Zeit, mich in der Serie einzufinden. Außerdem gab es bei Benedict noch einiges zu entdecken – und ich bin froh, dass wir das in Staffel drei noch weiter ausloten konnten. Für mich hat das Timing so sehr gut funktioniert.
SpotOnNews
Source: stern.de