Ex-Freundin sagt gegen Marius Borg Høiby aus: Sie flehte dies Kronprinzenpaar um Hilfe an

Die Ex-Freundin von Marius Borg Høiby sagt, sie habe Mette-Marit und Haakon angefleht, ihrem Sohn zu helfen. Vergeblich.
Seit dem 3. Februar steht Marius Borg Høiby (29) in Oslo vor Gericht – die Vorwürfe gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) wiegen schwer, doch nun muss sich auch das Kronprinzenpaar Kritik gefallen lassen.
Am Dienstag hat nun Influencerin Nora Haukland (29) ihre Aussage in dem Verfahren fortgesetzt. Die Ex-Freundin von Høiby war von April 2022 bis zum Sommer 2023 mit dem Angeklagten zusammen. Sie wirft ihm wiederholte Gewalt in der Beziehung vor, sowohl physisch als auch psychisch.
Hilferuf an das Kronprinzenpaar
Besonders brisant war Hauklands Schilderung, wie sie das norwegische Kronprinzenpaar persönlich um Hilfe für Høiby gebeten haben will, wie die norwegische Zeitung „Dagbladet“ berichtet. Nachdem das Paar seine Beziehung beendet hatte, soll Kronprinzessin Mette-Marit die Ex-Freundin kontaktiert haben, weil sie ihren Sohn tagelang nicht erreichen konnte. Haukland habe Høiby schließlich nach Hause auf den Königssitz Skaugum gebracht. Dort sei sie mit Mette-Marit und Kronprinz Haakon (52) ins Gespräch gekommen.
Haukland beschrieb die Szene emotional: Sie habe sich zunächst zusammengerissen, doch als Høiby unter die Dusche ging, sei sie vor seiner Mutter und dem Kronprinzen zusammengebrochen. Sie habe die beiden angefleht, ihrem Sohn zu helfen und ihn in den Entzug zu schicken. „Seht ihr nicht, dass er Hilfe braucht?“, will sie gesagt haben. Die Antwort sei gewesen, dass sie sich darum keine Sorgen machen müsse. Sie habe das Gefühl gehabt, dass der Ernst der Lage nicht verstanden wurde, so Haukland.
Der norwegische Königspalast wollte die Vorwürfe gegenüber „Dagbladet“ nicht kommentieren. Da die Sache vor Gericht verhandelt werde, wolle man sich nicht äußern, teilte eine Pressesprecherin mit.
Haukland berichtete zudem über Phasen in ihrer Beziehung mit Høiby, in denen er sie telefonisch angeschrien habe oder Einlass zu ihrer Wohnung verlangte und andernfalls drohte, die Türscheibe einzuschlagen. Haukland schilderte, sie habe große Angst gehabt, dass er sie angreifen oder Gegenstände zerstören würde. Die Staatsanwaltschaft verlas vor Gericht zudem eine Reihe von Nachrichten, die Høiby an Haukland geschickt hatte. Darunter befanden sich aggressive Drohungen, aber auch versöhnliche Worte. Dieses ständige Hin und Her zwischen Wut und Reue habe sie zutiefst verunsichert, so Haukland.
Vorwurf der körperlichen Gewalt
Besonders erschütternd war Hauklands Schilderung eines Vorfalls während einer gemeinsamen Reise nach Alta, wenige Wochen nach einem Barbados-Urlaub des Paares. In einem Taxi habe sie auf Høibys Telefon eine Zahlung an die Plattform OnlyFans entdeckt. Als sie ihn darauf ansprach, sei die Situation eskaliert. Høiby habe sie am Hals gepackt, sie angeschrien und gesagt, dass er sie hasse. Daraufhin habe sie ihm eine Ohrfeige gegeben, worauf er sie mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben soll, sodass sie zu Boden ging. Anschließend soll er sie in den Rücken getreten haben.
Høiby drohen 16 Jahre Haft
Die Anklage umfasst insgesamt 38 Punkte, darunter vier Vorwürfe der Vergewaltigung nach norwegischem Recht. In drei Fällen soll es zu sexuellen Handlungen ohne Geschlechtsverkehr gekommen sein, in einem Fall zu Geschlechtsverkehr. Høiby drohen bis zu 16 Jahre Haft. Er weist seit Prozessbeginn die Vergewaltigungsvorwürfe zurück und betont, der Sex sei stets einvernehmlich gewesen.
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Source: stern.de