Deutschlands Forschung: Vom Wissen zur Wirkung

Victor Hugo sagte einmal: „Nichts ist mächtiger als eine Idee zur richtigen Zeit.“ Das ist zweifelsohne richtig – und greift doch zu kurz. Eine Idee allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, etwas aus ihr zu machen, sie zu verwirklichen. Dieses Prinzip lebte unser Namensgeber Joseph von Fraunhofer. Und dafür steht die Fraunhofer-Gesellschaft bis heute: für wissenschaftliche Neugier, bahnbrechende Ideen, und diese in Anwendungen umzusetzen.
Die Fraunhofer-Gesellschaft würdigt in diesem Jahr Joseph von Fraunhofers 200. Todestag. Auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission soll seiner auch im Rahmen eines Gedenkjahres erinnert werden. Dies bietet uns eine Gelegenheit, um den Blick aus der Tradition heraus nach vorn zu richten und die Frage zu stellen: Was braucht Deutschland, damit aus Wissenschaft Wertschöpfung entsteht? Und damit wir international konkurrenzfähig bleiben?
Joseph von Fraunhofer entsprach nie dem allgemeingültigen Bild eines Wissenschaftlers. Er war Handwerker und Unternehmer, einer, der Erkenntnisse umsetzt. Sein Maßstab war nicht nur der Diskurs, sondern die Anwendung und Funktion. Er entwickelte optische Instrumente, weil sie gebraucht wurden. Forschung und Markt standen für ihn immer in engem Zusammenhang. Sein Ansatz ist hochaktuell und prägt das Selbstverständnis der Fraunhofer-Gesellschaft bis heute, Forschung unter Wettbewerbsbedingungen systematisch in Technologien für den Markt zu übersetzen, im engen Schulterschluss mit Unternehmen und der öffentlichen Hand. In einer Zeit, in der Deutschland seine Innovationskraft nicht verliert, aber Ideen schneller umsetzen muss, ist das kein Selbstzweck. Es ist ein wesentlicher Standortfaktor.
Glaserlehrling in München
In diesem Sinne steht Fraunhofer für mich für mehr als eine Person und eine Forschungsorganisation. Der Name ist fest verbunden mit einer Haltung und dem Anspruch an sich selbst, wissenschaftliche Neugier nicht als Selbstzweck zu verstehen, sondern sie zielgerichtet für Nutzen, Wirkung und Fortschritt einzusetzen. Die Überzeugung, dass Erkenntnis ihren Wert erst dann voll entfaltet, wenn sie die Gesellschaft erreicht und ihr dient. Heute ist das wichtiger denn je. In Zeiten instabiler geopolitischer und wirtschaftlicher Verhältnisse und Herausforderungen brauchen wir dringend Innovationen, um unsere Lebensweise und unseren wirtschaftlichen Wohlstand zu sichern.
Durch Joseph von Fraunhofers Leben zieht sich der Drang, sich weiterzuentwickeln und Dinge aktiv zu gestalten. Geboren im Jahr 1787 in Straubing, wurde er, früh verwaist, Glaserlehrling in München. Im Alter von 14 Jahren erlebte er den Einsturz des Hauses seines Lehrherrn: In einer aufsehenerregenden Rettung wurde er lebend geborgen und geriet in den Blick der Öffentlichkeit. Er wurde gefördert, bildete sich fort, trat als Optiker in das mathematisch-mechanische Institut von Reichenbach, Utzschneider und Liebherr ein. Dort übernahm er früh Verantwortung und wurde im Alter von 22 Jahren Leiter der Glasherstellung in Benediktbeuern. Wissenschaftliche Anerkennung und politische Würdigung folgten, nach der Professur schließlich im Jahr 1824 die Erhebung in den Adelsstand.
Entscheidend für den Erfolg Fraunhofers ist jedoch kein Titel, sondern seine Methode. Er entwickelte Produktions- und Bearbeitungstechniken für optische Gläser, standardisierte die Herstellung und verbesserte die Abbildungsqualität von Linsen. Sein Forscherdrang richtete sich nie auf den abstrakten Erkenntnisgewinn. Er übersetzte ihn in Innovationen, die sich erfolgreich vermarkten ließen und es ihm ermöglichten weiterzuforschen.
Die Institution als Fortsetzung der Methode
Das konsequente Umsetzen wissenschaftlicher Erkenntnisse in konkrete Anwendungen für Wirtschaft und Gesellschaft findet sich heute wieder im sogenannten Fraunhofer-Modell. Dieses Finanzierungsmodell ist das Alleinstellungsmerkmal der Fraunhofer-Gesellschaft im ausdifferenzierten deutschen Wissenschaftssystem. Im Unterschied zu den anderen, fast komplett aus der staatlichen Grundfinanzierung ausgestatteten außeruniversitären Forschungseinrichtungen erhält die Fraunhofer-Gesellschaft nur maximal ein Drittel ihres Haushalts als Grundfinanzierung aus der staatlichen Förderung – und muss mindestens zwei Drittel ihres Finanzvolumens aus Aufträgen aus der Wirtschaft sowie von öffentlichen Auftraggebern selbst erwirtschaften.
Wir bewegen uns bewusst in einem wirtschaftlichen Umfeld. Das macht uns konjunkturabhängig, fördert aber zugleich unternehmerisches Denken und Handeln und garantiert kontinuierlich bedarfsorientierte Lösungen für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen von heute und morgen – ganz im Sinne des Namensgebers, der Erkenntnis als Ausgangspunkt eines erfolgreichen Weges hin zu marktfähigen Produkten, Verfahren und Standards verstand. Wer seine angewandte Forschung jeden Tag im Wettbewerb messen muss, entwickelt ein Gespür für Anwendung, Tempo und Anschlussfähigkeit: erfolgreicher Transfer, das Rückgrat unseres Innovationssystems, ist unser Kerngeschäft und macht uns aus.
Wir erleben eine Zeit, in der sich technologische, geopolitische und ökonomische Herausforderungen zusehends verdichten, sich Innovationszyklen rapide beschleunigen und der Wettbewerb härter wird. Unternehmen rufen nach Geschwindigkeit, die Politik verlangt nach Wirksamkeit, die Gesellschaft braucht Lösungen – für digitale Souveränität, klimaneutrale Energieversorgung, industrielle Transformation, kosteneffiziente Produktion oder unsere Verteidigungsfähigkeit.
Ja, in manchen Bereichen hat Deutschland noch Aufholbedarf. Doch wir haben auch große Stärken und allen Grund für Optimismus, wenn wir es schaffen, unsere Ideen und Fähigkeiten effizient, effektiv und schnell in greifbaren Nutzen umzuwandeln.
KI erfordert oft ein hohes Maß an Qualität, Präzision, Vertrauen
Um als Volkswirtschaft aufzuholen und voranzukommen, braucht es einen engen Schulterschluss zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie Rahmenbedingungen, die Geschwindigkeit, Investitionen und Mut belohnen. Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen – und vor allem in dieselbe Richtung! Wir müssen uns auf Schlüsseltechnologien konzentrieren, darunter Künstliche Intelligenz (KI), Mikroelektronik und Biotechnologien, in denen wir unsere Stärken ausspielen und uns international in eine führende Position bringen können.
Dies möchte ich an Beispielen illustrieren. Digitale Souveränität und KI ist eines davon: Für Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft ist das disruptive Potential von sprachbasierten KI-Systemen enorm, einem Bereich, der aktuell von den USA und Asien dominiert wird. Doch gerade in sicherheitskritischen Branchen ist es wichtig, dass die Daten nach höchsten Sicherheits- und Compliance-Standards beim Unternehmen verbleiben. Und genau hier bleiben die nichteuropäischen Lösungen hinter den Anforderungen des europäischen Marktes oft zurück. Zudem erfordern KI-Anwendungen in Bereichen wie Recht, Verwaltung, Medizin, Industrie oder Sicherheit ein extrem hohes Maß an Qualität, Präzision, Vertrauen und Zuverlässigkeit. Ein nationales, mindestens ein europäisches KI-Sprachmodell ist daher zwingend notwendig, um die digitale Souveränität und marktwirtschaftliche Unabhängigkeit in Europa zu gewährleisten. Denn es ermöglicht unserer Wirtschaft, das Innovationspotential von KI-Systemen zu nutzen und gleichzeitig digital unabhängig zu bleiben.
Im Rahmen des Projekts OpenGPT-X haben wir gemeinsam mit Partnern Teuken 7B, das erste Open-Source-Sprachmodell „Made in Germany“ veröffentlicht. Teuken 7B ist allem voran erst einmal eine Technologie, die in die Anwendung gebracht werden muss. Wie das aussieht, zeigt die Deutsche Telekom schon in der Praxis. Sie hat Teuken 7B in das Produkt Business GPT eingebaut, mit dem Unternehmen eine eigene KI mit hoher Datenvertraulichkeit und Datensicherheit betreiben können.
Ein weiteres Beispiel ist das Thema Energiespeicherung. Batterietechnologien sind eine Schlüsseltechnologie für Deutschland, die CO2-Reduktion, Ausfall-Resilienz, wirtschaftliches Wachstum und technologische Autonomie gleichermaßen fördert und unentbehrlich für eine nachhaltige Zukunft ist. Die Energiewende in ihrer heutigen Ausprägung kann nur mithilfe sicherer, zuverlässiger und leistungsfähiger Batteriespeicher gelingen. Der Bedarf an entsprechenden Technologien für elektrische Energiespeicher wird daher exponentiell ansteigen.
Zusammen mit Zeiss und Trumpf
Um die gesteckten Ziele zu erreichen, wird auch angesichts der global volatilen Rohstoffzugänge eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft nötig sein. Wie es Deutschland gelingen kann, seine Forschungskraft in die Anwendung zu bringen, hat die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB im Dezember 2025 gezeigt – und erstmals eine durchgängige Prozesskette mit ausschließlich europäischer Anlagentechnik zur Produktion von elektrisch funktionsfähigen Lithium-Ionen-Batteriezellen realisiert. Das ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer wettbewerbsfähigen Batterieproduktion. Wo sich der Druck erhöht, muss Innovation die Antwort beschleunigen.
Während wir in bestimmten technologischen Feldern eine gute Ausgangsbasis haben und entsprechend aufholen können, verfügen wir in anderen längst über herausragende Kompetenzen, die weltweit Beachtung finden. Ein oft übersehenes Beispiel im Kontext der digitalen Souveränität ist die optische Lithographie: Wenn Deutschland keine EUV-Lithographieoptiken mehr herstellen würde, käme die globale Produktion von Hochleistungschips binnen kürzester Zeit zum Erliegen. Zusammen mit Zeiss und Trumpf hat das Fraunhofer IOF schon seit Jahrzehnten maßgebliche Innovationsbeiträge für die weltweit einzigartigen und essenziellen optischen Produktionssysteme für Hochleistungschips geleistet, und damit seit dem Jahr 2019 den globalen kommerziellen Durchbruch der EUV-Technologie ermöglicht – ganz im Sinne des historischen Optikpioniers Joseph von Fraunhofer.
Ein weiteres Beispiel, in dem Deutschland traditionell stark ist, liefert die Gesundheitsforschung. Sie gehört zu den facettenreichsten Innovationsfeldern der Zukunft. Intelligente Neuerungen werden einen maßgeblichen Beitrag für bezahlbare Gesundheit und zur gesellschaftlichen Zukunftssicherung leisten müssen. Deutschland ist sowohl in der Medizintechnik als auch in der gesundheits- und biomedizinischen Forschung international gut aufgestellt. Medizinprodukte „Made in Germany“ haben international einen sehr guten Ruf, und deutsche Unternehmen exportieren große Teile ihrer Produkte. So ist beispielsweise die Welt maßgeblich auf deutsche MRT-Technik im Klinikbereich angewiesen. Schon jetzt gilt die deutsche Medizintechnik in Europa als Innovations- und Zukunftstreiber: 25 Prozent des europäischen Umsatzes stammen aus Deutschland – eine hervorragende Basis also, die wir unbedingt ausbauen und stärken sollten.
Ein besonders anschauliches Beispiel für die Bedeutung der Medizintechnik und die Leistungsfähigkeit der deutschen Forschung ist die hochautomatisierte Herstellung von sogenannten CAR-T-Zelltherapien. Die zelluläre Therapie setzt Abwehrzellen des Immunsystems ein, die so optimiert wurden, dass sie krankhafte Zellen präzise aufspüren und eliminieren können. Sie gehört zu den wirksamsten Behandlungsmethoden gegen Blut-, Eierstock- oder Brustkrebs. Forschende der Fraunhofer-Gesellschaft entwickeln Produktionsplattformen, mit denen diese hochpersonalisierten Krebstherapien erstmals reproduzierbar, skalierbar und wirtschaftlich hergestellt werden können. Damit wird eine bislang sehr aufwendige und teure Behandlung perspektivisch deutlich kostengünstiger und für mehr Patientinnen und Patienten zugänglich. Das Beispiel zeigt, wie deutsche Forschungsinstitute ihre Stärke in der Verbindung von biomedizinischem Wissen, Ingenieurwissenschaften und industrieller Prozesskompetenz ausspielen – und wie aus exzellenter Forschung konkrete medizintechnische Lösungen entstehen, die Versorgung verbessern und zugleich den Innovationsstandort Deutschland stärken.
Das Problem ist selten die Idee – häufiger die Umsetzung
Der Erfindergeist der Menschen ist der bedeutendste Rohstoff unseres Landes. Er ist die Voraussetzung für den effizienten und nachhaltigen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Wirtschaft. An Kreativität und Qualität unserer Forscherinnen und Forscher hat es nie gemangelt. Doch muss klar benannt werden, dass die Umsetzung von Ideen zu Innovationen häufig trotz – nicht wegen – der bestehenden strukturellen Rahmenbedingungen gelingt. Viel zu oft stehen strukturelle Hürden der Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen im Wege. Es braucht einen Mentalitätswandel, der Mut und Innovationsfreudigkeit vor Zögerlichkeit und Überregulierung stellt. Ideen müssen rasch in die Anwendung kommen, sonst sind andere schneller. Rahmenbedingungen sollten ermöglichen, nicht be- oder schlimmstenfalls sogar verhindern. Aktuell liegen zwischen Labor und Markt, zwischen Forschung und industrieller Umsetzung, zwischen Können und Machen zu viele Hindernisse, die uns ausbremsen.
Transfer ist das Fraunhofer-Kerngeschäft. Jedes Jahr arbeiten unsere Fraunhofer-Institute und Einrichtungen mit Tausenden Unternehmen zusammen, von mittelständischen Marktführern bis hin zu globalen Konzernen, um Innovationen rasch auf den Markt zu bringen und den Kunden und Partnern neue Wertschöpfungswege zu eröffnen. Wir arbeiten Tag für Tag an der Schnittstelle zwischen Forschung und Markt und kennen die Hürden und Abläufe sehr genau. Uns muss klar sein: Wenn wir ein international wettbewerbsfähiger Standort sein wollen, brauchen wir dringend innovationsfreundlichere politische Rahmenbedingungen.
Die Regierung hat hier mit der „Hightech Agenda“ die richtigen Weichen gestellt, um Deutschlands Innovationskraft und Souveränität in einem globalen Technologiewettbewerb zu stärken. Wir haben nicht die Ressourcen, überall Weltspitze zu sein. Daher ist es genau richtig, dass die Agenda den Ausbau von Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Mikroelektronik oder Biotechnologie fördert und sicherstellt, dass Deutschland zu einem führenden Standort für neue Schlüsseltechnologien wird. Das ist ein zentraler Schritt, um technologische Souveränität aufzubauen, wirtschaftliche Abhängigkeiten zu reduzieren und internationale Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. Fraunhofer wird die Agenda mit aller Kraft unterstützen – durch anwendungsorientierte Spitzenforschung, regionale Innovationspartnerschaften und Technologietransfer in die Anwendung. Im Schulterschluss mit Wirtschaft und Politik können wir die Position Deutschlands als Toptechnologiestandort ausbauen und langfristig sichern.
Exzellente Universitäten
Auch die Ankündigung eines radikalen Bürokratieabbaus und des Innovationsfreiheitsgesetzes trifft einen Nerv: Damit die „Hightech Agenda Deutschland“ ihre praktische Wirkung entfalten kann, dürfen strukturelle und rechtliche Rahmenbedingungen den Wissens- und Technologietransfer nicht länger behindern. Die politisch anvisierten Reformen weisen in eine richtige Richtung und müssen zügig und konsequent realisiert werden. Die Impulsgebung aus der Forschung in Richtung Umsetzung, beispielsweise durch die Demonstration einer Kleinserienfertigung, sollte zudem als gemeinnützige Tätigkeit anerkannt werden, da hiermit ja erst der gesellschaftliche Nutzen geschaffen wird.
Eine vereinfachte gemeinsame Nutzung von Forschungsinfrastrukturen zwischen Unternehmen und Forschenden würde Kosten senken und Entwicklungen beschleunigen. Zudem braucht es eine Kultur, die Ausgründungen und unternehmerisches Handeln erleichtert, ebenso wie Experimentierräume und bürokratiearme Testumgebungen, in denen neue Technologien effizient erprobt und skaliert werden können. Unter heutiger Bürokratie wäre der Erfolg des historischen Joseph von Fraunhofer mehr als fraglich.
Wir können auf einem starken Fundament aufbauen. Deutschlands Wissenschaftssystem ist einzigartig. Exzellente Universitäten und außeruniversitäre Forschungsorganisationen ergänzen sich gegenseitig. Dieses System zieht seine Stärke nicht aus Gleichförmigkeit, sondern aus einer Aufgabenteilung, in der sich die Stärken der Einrichtungen ergänzen. Entscheidend ist, die komplementären Stärken der Wissenschaftsorganisationen gezielt zu fördern und nicht durch einheitliche Erwartungen zu nivellieren.
Für die Politik bedeutet dies: Es bedarf differenzierter Erwartungshaltungen an die verschiedenen Forschungsorganisationen, und Förderinstrumente müssen die unterschiedlichen Wege des Wissenstransfers abbilden – sei es durch Vertragsforschung, Lizenzen, Ausgründungen oder den Transfer durch Köpfe.
So wird aus einem Gedenkjahr eine Aufgabe für die Gegenwart mit Blick auf die Zukunft. Joseph von Fraunhofer wurde zum Namensgeber einer Forschungsorganisation, weil er eine Verbindung lebte: wissenschaftliche Exzellenz, handwerkliche Präzision, unternehmerische Umsetzung. Darauf sollten wir aufbauen. Wenn Forschung und Anwendung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammengedacht werden, können wir Großes schaffen – für unsere Wirtschaft und unsere Zukunft.
Wir sind ein Land der Ideen. Wir müssen auch wieder ein Land der Taten und innovativen Vorreiter sein, die mutig aus Ideen Wirklichkeiten schaffen.
Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka ist Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.