Die Hamburger Hochbahn wird 48 Stunden weit bestreikt

Auch in Hamburg kommt es im öffentlichen Nahverkehr ab Freitag zu erheblichen Einschränkungen: Die Beschäftigten der Hamburger Hochbahn seien von Freitag 03.00 Uhr bis Sonntag 03.00 Uhr zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen, teilte der Verdi-Landesbezirk der Hansestadt am Dienstag mit. Fahrgäste müssten „mit erheblichen Einschränkungen im Bus- und U-Bahn-Verkehr in Hamburg rechnen“. Die S-Bahnen sind nicht betroffen; zuletzt war es der Hochbahn gelungen, bei ähnlichen Aktionen auch noch einige Buslinien fahren zu lassen.

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Hamburger Hochbahn blieben waren am Dienstag erneut ohne Einigung. Die Arbeitgeberseite habe ein Angebot vorgelegt, „das nicht einmal die Kaufkraftverluste durch die Inflation ausgleicht“ und eine Laufzeit von 36 Monaten vorgeschlagen, kritisierte Verdi. Die Gewerkschaft fordert 7,5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Busse und Bahnen stehen am Freitag und Samstag bundesweit vielerorts still. Um in der aktuellen Tarifrunde für knapp 100.000 Beschäftigte in städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen, rief Verdi die Beschäftigten von 150 kommunalen Nahverkehrsunternehmen zum Streik auf.

Voraussichtlich mehr Autoverkehr an Warnstreik-Tagen

Für Millionen Arbeitnehmer dürfte es durch den neuerlichen Warnstreik vor allem am Freitag stressig werden – denn sie müssen in der Regel trotzdem pünktlich am Arbeitsplatz sein. Und für Eltern ebenso: Auch Schülerinnen und Schüler können wegen eines Warnstreiks in der Regel nicht einfach zu Hause bleiben.

Die Warnstreiks Anfang Februar hatten entsprechend auch Auswirkungen auf den restlichen Verkehr, weil viele Menschen auf das Auto umstiegen. Nach Einschätzung des ADAC war bundesweit ein leichter Anstieg bei Länge und Dauer der Staus zu erkennen. Zudem stieg dem Fahrdienstvermittler Freenow zufolge in den Morgenstunden die Nachfrage nach Taxis stark. Immerhin: Die Warnstreiks dürften nicht wieder von eisigem Wetter begleitet werden – deutschlandweit werden zweistellige Temperaturen erwartet.

Source: welt.de