Krieg gegen die Ukraine: Wolodymyr Selenskyj drängt hinauf Freigabe von EU-Kreditpaket



Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind bislang knapp 5,9 Millionen Menschen aus der Ukraine ins Ausland geflüchtet. Weitere 3,7 Millionen flüchteten demnach innerhalb des Landes. Damit sind knapp ein Viertel der Bevölkerung der Ukraine durch die Angriffe vertrieben worden. 

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Selenskyj warnt vor neuen russischen Angriffen auf Energieversorgung

Kurz vor Beginn einer neuen Gesprächsrunde mit Russland macht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf die Gefahr neuer russischer Angriffe auf Energieanlagen aufmerksam. "Russland kann der Versuchung nicht widerstehen und möchte in den letzten Tagen der Winterkälte den Ukrainern einen schmerzhaften Schlag zufügen", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die ukrainische Delegation sei bereits am Verhandlungsort Genf in der Schweiz eingetroffen. Morgen und am Mittwoch werden dort von den USA vermittelte Gespräche zwischen den Kriegsgegnern erwartet.

Selenskyj warf Russland erneut vor, im Gegensatz zur Ukraine nicht zu Kompromissen bereit zu sein. "Russland verwirft alles, setzt die Sturmangriffe an der Front und die Luftschläge auf unsere Städte und die Energieversorgung fort." Russland müsse zum Frieden unter anderem mit neuen Sanktionen gezwungen werden. 

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Russische Delegation zu Verhandlungen in Genf eingetroffen

Die russischen Vertreter für das Treffen mit Vertretern der Ukraine sind in der Schweiz eingetroffen. Das Flugzeug mit der Delegation aus Moskau unter Leitung des Regierungsberaters Wladimir Medinski sei gegen 7 Uhr in Genf gelandet, verlautete aus Kreisen. 

Ab dem Nachmittag soll in zweitägigen Gesprächen unter Vermittlung der USA über eine Beendigung der Kämpfe in der Ukraine verhandelt werden. 

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Ukrainischer Außenminister wirft Russland Missachtung der Friedensbemühungen vor

Nach neuen russischen Angriffen hat der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha Russland vorgeworfen, die aktuellen Bemühungen um ein Kriegsende zu untergraben. "Das Ausmaß, in dem Russland Friedensbemühungen missachtet: Ein massiver Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine kurz vor der nächsten Gesprächsrunde in Genf", schrieb Sybiha in Onlinediensten. 

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Drei Tote bei Drohnenangriff im Osten der Ukraine 

Bei einem russischen Drohnenangriff sind drei Mitarbeiter eines Wärmekraftwerks in der ukrainischen Stadt Slowjansk getötet worden. Das teilte der stellvertretende Energieminister der Ukraine, Artem Nekrasow, in Onlinediensten mit. 

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Ukraine und Russland verhandeln weiter in Genf

In Genf hat der zweite Verhandlungstag zwischen der Ukraine und Russland unter Vermittlung der USA begonnen. Die Gespräche seien wieder aufgenommen worden, meldete die russische staatliche Nachrichtenagentur Ria. Die ukrainische Delegation bestätigte dies.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf den USA vor, unverhältnismäßigen Druck auf ⁠sein Land auszuüben, um den seit vier Jahren andauernden Krieg zu beenden. US-Präsident Donald Trump hatte die Ukraine in den vergangenen Tagen mehrfach öffentlich ‌aufgefordert, ⁠Schritte für einen Erfolg der Verhandlungen zu unternehmen.

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Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine beendet

Nach nur rund zwei Stunden sind die Ukraine-Gespräche in Genf zu Ende gegangen. Das teilten Vertreter beider Seiten mit. Weitere Gespräche sollten bald stattfinden, zitierte die russische staatliche Agentur Tass den russischen Chefunterhändler und Ex-Kulturminister Wladimir Medinski. 

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Von der Leyen trifft zum vierten Jahrestag in der Ukraine ein

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist zum vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine in Kyjiw eingetroffen. Sie sei in der ukrainischen Hauptstadt, um "unseren anhaltenden Einsatz für den gerechten Kampf der Ukraine zu unterstreichen", schrieb von der Leyen im Onlinedienst X. Sie wolle "dem ukrainischen Volk wie dem Aggressor" eine "deutliche Botschaft" senden: "Wir werden nicht nachgeben, bis der Frieden wiederhergestellt ist. Frieden zu den Bedingungen der Ukraine."
 
Es ist von der Leyens zehnter Besuch in Kyjiw seit Kriegsbeginn. Die seit 2019 amtierende Kommissionschefin reist gemeinsam mit EU-Ratspräsident António Costa. Wie die EU-Kommission mitteilte, werden die EU-Spitzenvertreter an der zentralen Gedenkzeremonie in der ukrainischen Hauptstadt teilnehmen und auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Darüber hinaus ist ein Besuch einer Energieanlage geplant, die von russischen Angriffen beschädigt wurde.

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Selenskyj will noch im Februar weitere Gespräche

Nach den zweitägigen Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA in Genf strebt Wolodymyr Selenskyj neue Gespräche noch vor Monatsende an. Das teilte der ukrainische Präsident in seiner Abendansprache mit. Demnach soll auch diese Gesprächsrunde in der Schweiz stattfinden. Die ersten beiden Verhandlungsrunden im trilateralen Format Ende Januar und Anfang Februar waren in Abu Dhabi abgehalten worden.

Es sei "wichtig", dass Vertreter Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens und Italiens an den Gesprächen teilnehmen, sagte Selenskyj weiter. Gestern Abend war bekannt geworden, dass die Sicherheitsberater der Regierungen dieser Länder in Genf präsent waren. Unter ihnen war auch Günter Sautter, der sicherheitspolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz. Nach bisher bekannten Informationen sprachen die Vertreter der europäischen Länder mit den Delegationen der USA und der Ukraine, nicht aber mit den Vertretern Russlands.

Die Gespräche in der Schweiz endeten mit wenigen Ergebnissen. Selenskyj bewertete sie als "unzureichend", auch Russlands Delegationsleiter Wladimir Medinski sprach von "schwierigen" Gesprächen. Russland und die USA kündigten ebenfalls an, weitere Verhandlungsrunden anzustreben, äußerten sich aber nicht zum Datum.

Mehr zum US-russisch-ukrainischen Treffen in Genf können Sie hier lesen:

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Rund 1.700 verletzte und kranke Ukrainer in Deutschland behandelt

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat Deutschland rund 1.700 schwer verletzte und schwer kranke Menschen aus der Ukraine medizinisch versorgt. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Maßnahmen erfolgten über das EU-Katastrophenschutzverfahren. Ob es sich dabei jeweils um Soldatinnen und Soldaten oder Zivilisten handelte, teilte das Ministerium nicht mit und verwies auf die Privatsphäre der Betroffenen.

Die Patientinnen und Patienten werden über den sogenannten Kleeblattmechanismus auf Kliniken im gesamten Bundesgebiet verteilt. Die Koordination liegt beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Mitte 2025 hatte das BBK noch von 1.500 behandelten Ukrainerinnen und Ukrainern gesprochen.

Zusätzlich bringen Hilfsorganisationen und zivile Initiativen Menschen aus der Ukraine zur Behandlung nach Deutschland. Zahlen dazu liegen der Bundesregierung nach eigenen Angaben nicht vor.

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Ukraine-Gipfel am Jahrestag des Kriegsbeginns

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer leiten am 24. Februar eine Videokonferenz der "Koalition der Willigen" für die Ukraine. Das Treffen findet am vierten Jahrestag des russischen Einmarsches in die Ukraine statt. Die geplante Videokonferenz biete den 35 in der Koalition vertretenen Ländern die Gelegenheit, "ihr Engagement an der Seite der Ukraine zu bekräftigen", teilte das französische Präsidialamt mit.

Zur sogenannten Koalition der Willigen zählen überwiegend europäische Länder, aber auch Australien, Neuseeland und Japan. Ihr Ziel bleibe es, "Bedingungen für einen stabilen und dauerhaften Frieden zu schaffen, der die Sicherheit der Ukraine und Europas gewährleistet".

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Schwere Explosionen in Kyjiw

Die ukrainische Hauptstadt Kyjiw ist erneut das Ziel von Luftangriffen geworden. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von heftigen Explosionen. Zuvor hatte die Militärverwaltung der Stadt Luftalarm ausgelöst und vor dem Einsatz feindlicher ballistischer Waffen gewarnt. 

Die örtlichen Behörden erklärten, die Luftabwehr sei gegen Drohnen aktiv, die über der Region Kyjiw entdeckt worden seien. Angaben über Opfer gab es zunächst nicht.

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Neuer Angriff auf Energieanlagen

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Russland hat die Ukraine laut eigenen Angaben mit zahlreichen Kampfdrohnen, ⁠Raketen und Marschflugkörpern angegriffen. Die Attacke in ​der Nacht habe erneut auf die Energieinfrastruktur gezielt, ‌teilten ⁠das ukrainische Militär ​und örtliche Behörden mit.

Von den Angriffen waren demnach Kyjiw, Odessa ​und die Zentralukraine betroffen. In der Hauptstadt wurde nach Angaben von Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk mindestens eine Person verletzt. Schäden habe es in fünf Stadtbezirken gegeben, teilte dieser mit. Der Gouverneur ⁠von Odessa, Oleh ​Kiper, teilte mit, dass durch den Angriff Brände ausgebrochen seien, die inzwischen aber ‌gelöscht werden konnten.

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Ukrainischer Außenminister fordert Sanktionen

Der ukrainische Außenminister Andrij ​Sybiha möchte, dass Russland für seine Angriffe bestraft wird. Er forderte Sanktionen der internationalen Gemeinschaft. Nach Angaben des ukrainischen Militärs hat Russland die Ukraine zuletzt mit 50 Raketen und 297 Drohnen angegriffen

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Die Luftverteidigung habe 33 Raketen und ​274 Drohnen abschießen oder neutralisieren können, teilt die ⁠Luftwaffe mit. Eine Stellungnahme Russlands lag zunächst nicht vor.

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Mindestens ein Toter nach russischen Angriffen in der Ukraine

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Bei neuen russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Behörden mindestens ein Mensch getötet und 15 weitere verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch vier Kinder, teilte die Verwaltung des Kyjiwer Gebiets mit. "Das Hauptziel des Angriffs war die Energieversorgung, auch normale Wohngebäude wurden beschädigt, und es gab Schäden an der Eisenbahn", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj. Neben Kyjiw seien auch die Gebiete Dnipropetrowsk, Kirowohrad, Mykolajiw, Odessa, Poltawa und Sumy betroffen.

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"Diesmal waren nicht nur Energieobjekte, sondern auch die Logistik, einschließlich Eisenbahnobjekte, und die Wasserversorgungsinfrastruktur in den Städten Ziele der Russen", sagte Selenskyj.  Allein in dieser Woche habe Russland über 1.300 Kampfdrohnen, mehr als 1.400 Gleitbomben, 96 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. "Deshalb müssen wir unsere Luftverteidigung stärken", sagte er. Die Ukraine brauche mehr Abwehrsysteme, die  ballistische Raketen abschießen könnten.

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Selenskyj sieht US-Kongress als Schlüssel für Sicherheitsgarantien 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bedeutung des US-Kongresses bei den Verhandlungen über Sicherheitsgarantien betont. "Präsidenten kommen und gehen, aber Institutionen bleiben“, sagte er in einem Interview mit dem britischen Sender BBC auf die Frage, ob er US-Präsident Donald Trump trauen könne und Versprechen des US-Präsidenten etwa zu Sicherheitsgarantien verlässlich seien.

Die Ukraine wolle Sicherheitsgarantien für 30 Jahre, sagte Selenskyj. Trumps zweite und damit gemäß der US-Verfassung letzte Amtszeit endet in knapp drei Jahren. "Die politischen Eliten werden künftig andere sein, die Anführer werden andere sein." Der US-Kongress werde daher aus guten Gründen über die Sicherheitsgarantien abstimmen.

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Selenskyj sagte, dass Russlands Präsident Wladimir Putin eine Waffenruhe nur als Vorbereitung für einen erneuten Angriff nutzen würde. Der ukrainische Präsident hielt an dem Ziel fest, die von Russland besetzten Gebiete zurückzuerobern. Derzeit sei dies aber nicht möglich. Die russische Armee sei zu mächtig, zudem fehle es der Ukraine an ausreichend Waffen.

In dem Interview ließ Selenskyj offen, ob er bei etwaigen Neuwahlen nochmals als Präsident kandidieren würde. In jedem Fall brauche es vor einer solchen Abstimmung verlässliche Sicherheitsgarantien, um eine Manipulation der Wahl zu verhindern und die Ukraine dauerhaft vor russischen Annexionszielen zu schützen, sagte Selenskyj.

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Kallas geht von Scheitern des 20. Sanktionspakets aus

Die EU-Länder werden sich der Außenbeauftragten Kaja Kallas zufolge wahrscheinlich nicht auf das vorgeschlagene neue Sanktionspaket gegen Russland einigen. "Ich glaube nicht, dass es diesbezüglich heute Fortschritte geben wird", sagte Kallas vor Beginn des Treffens der Außenminister. Die EU-Kommission und die anderen Mitgliedsstaaten versuchten zwar, die Blockade aus Budapest aufzuheben, "aber da wir sehr deutliche Äußerungen aus Ungarn gehört haben, sehe ich leider nicht wirklich, dass sie ihre Haltung heute ändern werden".

Ursprünglich hatte die EU vor, das Sanktionspaket bis morgen zu beschließen, wenn sich die russische Invasion der Ukraine zum vierten Mal jährt. Ungarn hat bereits wegen ukrainischer Angriffe auf die russische Ölpipeline Druschba angekündigt, das Paket zu blockieren. Ungarn und die Slowakei sind wichtige Empfängerländer russischen Öls über die Pipeline.

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Deutschlands Außenminister Johann Wadephul äußerte Unverständnis über das Vorgehen der ungarischen Regierung. "Ich bin über die ungarische Position erstaunt", sagte der CDU-Politiker. Die Bundesregierung werde "mit unseren Argumenten noch einmal (an Ungarn) herantreten", kündigte er an. In Richtung der ungarischen Regierung sagte Wadephul: "Ich glaube nicht, dass es richtig ist, wenn Ungarn seinen eigenen Kampf um die Freiheit, für die europäische Souveränität verrät."

Die russlandfreundliche Regierung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán hat immer wieder EU-Sanktionen gegen Russland und Hilfen für die Ukraine blockiert. Orbán will auch geplante EU-Finanzhilfen an die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro blockieren. Auf diese hatten sich die EU-Regierungschefs im Dezember verständigt, wobei Ungarn, die Slowakei und Tschechien von den Kosten ausgenommen werden sollen. Dennoch ist aufgrund des Einstimmigkeitsprinzips in der EU deren Zustimmung erforderlich. 

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Ukraine braucht 588 Milliarden Dollar für Wiederaufbau

Der Wiederaufbau der Ukraine wird nach Einschätzung internationaler Organisationen in den kommenden zehn Jahren etwa 588 Milliarden Dollar kosten. Diese Schätzung stammt von der Weltbank, den Vereinten Nationen und der Europäischen Kommission gemeinsam mit der ukrainischen Regierung.

Die Schätzungen liegen damit rund zwölf Prozent höher als noch im vergangenen Jahr. Grundlage sind Schäden zwischen dem Beginn des russischen Angriffs am 24. Februar 2022 und Ende 2025. Neuere Angriffe auf die Energieversorgung zu Beginn dieses Jahres sind in der Berechnung noch nicht enthalten.

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Besonders stark betroffen ist der Wohnungssektor: Schäden an Häusern und Wohnungen werden auf rund 61 Milliarden Dollar geschätzt. Insgesamt belaufen sich die direkten Kriegsschäden inzwischen auf etwa 195 Milliarden Dollar. Auch Straßen, Brücken und die Energieversorgung wurden schwer beschädigt. Der Krieg hat auch die Wirtschaft schwer getroffen. Die Wirtschaftsleistung ist deutlich niedriger als vor dem Angriff, und Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen.

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EU-Spitzenvertreter reisen zu viertem Jahrestag in die Ukraine

Zum vierten Jahrestag der russischen Vollinvasion werden morgen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa in Kyjiw erwartet. Die beiden EU-Vertreter wollen mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs an einer Gedenkzeremonie teilnehmen und ihre Solidarität mit der Ukraine bekunden. Zudem ist geplant, dass sie sich vor Ort ein Bild von den Zerstörungen an ukrainischer Energieinfrastruktur durch russische Raketenangriffe machen.

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EU erzielt keine Einigung zum neuen Sanktionspaket gegen Russland

Vor dem vierten Jahrestag des Kriegsbeginns haben sich die 27 EU-Länder nicht auf neue Sanktionen gegen Russland einigen können. "Leider haben wir keine Einigung erzielt zum 20. Sanktionspaket“, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Das sei ein Rückschlag und eine Botschaft, "die wir heute nicht senden wollten", sagte sie. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán, der immer wieder EU-Sanktionen gegen Russland blockiert, hatte schon gestern sein Veto gegen die neuen Sanktionen angekündigt.

Die Arbeit zum Sanktionspaket, das die EU-Kommission Anfang Februar vorgeschlagen hatte, geht laut Kallas weiter. Das Paket sieht unter anderem ein "umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen“ für Tanker mit russischem Rohöl an Bord vor. Zu diesen Dienstleistungen zählen auch Versicherungen, Finanzierung, Zertifizierungen und Hafendienste sowie die Bereitstellung von Schiffen für den Transport von russischem Öl.

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UN-Generalsekretär fordert sofortigen Waffenstillstand

Der russische Angriffskrieg geht heute in sein fünftes Jahr. UN-Generalsekretär António Guterres hat deshalb zu einem sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand aufgerufen. "Dieser verheerende Krieg ist ein Schandfleck für unser kollektives Bewusstsein und stellt weiterhin eine Bedrohung für den regionalen und internationalen Frieden und die Sicherheit dar", hieß es in einer Mitteilung des UN-Generalsekretärs.

Guterres verwies auf die zivilen Opfer des Kriegs. "Das Jahr 2025 verzeichnete die bislang höchste Zahl getöteter Zivilisten in der Ukraine. Das ist schlicht inakzeptabel." Das russische Militär hat in den vergangenen Monaten verstärkt zivile Ziele in der Ukraine angegriffen.

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Gedenken am vierten Jahrestag mit EU-Spitzen

An der offiziellen Gedenkfeier zum vierten Jahrestag des Ukrainekriegs werden auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa in Kyjiw erwartet. Das gab die EU-Kommission bekannt. Während des Besuchs sind außerdem ein Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie ein Treffen der sogenannten Koalition der Willigen geplant. Die 35 Länder, die ihr angehören, wollen damit ihren Einsatz für einen dauerhaften Frieden in der Ukraine bekräftigen.

Selenskyj soll den Angaben zufolge am Vormittag für eine Rede vor dem Europäischen Parlament zugeschaltet werden. Das EU-Parlament trifft sich zu einer Sondersitzung.

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Ungarn bleibt bei Veto

Der EU ist es nicht gelungen, zum vierten Jahrestag der russischen Invasion den Weg für neue Sanktionen gegen Russland und milliardenschwere Finanzhilfen für die Ukraine freizumachen. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf EU-Diplomaten berichtet, blockiert insbesondere Ungarn weiter die notwendigen Beschlüsse dafür. Alle Versuche, Ministerpräsident Viktor Orbán zum Einlenken zu bewegen, seien bislang erfolglos geblieben.

Vermutlich wird nun lediglich ein 100 Millionen Euro schweres Nothilfepaket für die Energiesicherheit der Ukraine angekündigt werden können. Dies ist auch ohne Einwilligung Ungarns möglich. Bislang hat die EU nach jüngsten Angaben rund 11.000 Stromerzeugungsaggregate und 7.000 Transformatoren in die Ukraine geliefert, um die Folgen der zerstörerischen russischen Luftangriffe abzufedern.

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Krieg hat in den letzten vier Jahren große Klimaschäden verursacht

Neben Hunderttausenden Toten und Verletzten hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine in den vergangenen vier Jahren auch die Umwelt und das Klima stark beschädigt. Das geht aus Berechnungen der Initiative zur Treibhausgasbilanzierung von Kriegen (IGGAW) hervor. Seit Februar 2022 sind demzufolge 311 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente ausgestoßen worden. Ein gutes Drittel (37 Prozent) der Gase kam demnach durch den Krieg selbst in die Atmosphäre, etwa durch die enormen Mengen an Kerosin, Öl und Diesel, die Jets, Schiffe und Panzer verbrennen. Für rund ein Viertel der Emissionen sind außerdem vom Krieg entfachte Wald- und Buschbrände verantwortlich, die mehrheitlich an den oder nahe der Frontlinien oder in Grenzgebieten ausbrechen.
Die Ukraine forderte auf der UN-Klimakonferenz im November in Brasilien Schadensersatz von Russland für während des Angriffskriegs erlittene Klimaschäden. Damit solle ein umweltfreundlicher Wiederaufbau nach dem Krieg finanziert werden. Die dafür benötigte Summe beträgt inzwischen 57 Milliarden US-Dollar. Die Ansprüche sollen beim Schadensregister für die Ukraine des Europarats eingereicht werden.

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Selenskyj sieht Unabhängigkeit der Ukraine gewahrt

Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion hat der ukrainische Präsident in einer Videoansprache die Leistungen seiner Landsleute bei der Verteidigung des Landes hervorgehoben. "Heute sind es vier Jahre, seit Putin Kyjiw in drei Tagen einnehmen wollte", sagte Wolodymyr Selenskyj in der auf sozialen Medien veröffentlichten Ansprache. "Das sagt sehr viel über unseren Widerstand aus, darüber, wie die Ukrainer in all der Zeit gekämpft haben."

Russlands Staatschef sei seinen Kriegszielen auch nach vier Jahren nicht näher gekommen, sagte Selenskyj weiter: "Er hat das ukrainische Volk nicht gebrochen. Er hat ‌diesen Krieg ​nicht gewonnen. Wir haben die Ukraine ⁠bewahrt ​und werden ‌alles tun, um Frieden zu erreichen ‌und Gerechtigkeit zu ​gewährleisten."

"Millionen Ukrainer" hätten am 24. Februar 2022 "eine Wahl getroffen", sagte der Staatschef weiter – weil es "keine andere Ukraine gibt, und das ist unser Zuhause." 

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Der Präsident hielt die Ansprache im Regierungsbunker in der Hauptstadt. "Wir haben bisher noch nie dieses (Gebäude) gezeigt", sagte er in dem Video, in dem er durch die leeren Gänge des Komplexes läuft. Dort sei ein Großteil der Regierungsarbeit in den ersten Kriegstagen geleistet worden.

Selenskyj erinnerte dabei an den Abwehrkampf der Truppen in der ersten Kriegsphase, sowie an Überzeugungsarbeit, die das Land international habe leisten müssen, um militärische, finanzielle und humanitäre Unterstützung zu erhalten: "Die Ukraine hat die Unterstützung aufgebaut, die uns ermöglicht hat, durchzuhalten: Als wir den ersten Tag des Krieges durchgestanden haben. Den längsten Tag unseres Lebens. Und dann noch einen. Und noch einen."

Selenskyj verwies auch auf die erfolgreiche Verteidigung der Hauptstadt, die mit dem russischen Abzug aus dem Umland Kyjiws Ende März 2022 endete: 

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Mit Blick auf die aktuellen russischen Angriffe auf das ukrainische Energienetz sagte Selenskyj weiter: "Bis zum Frühling ist es nur noch eine Woche. Wir gehen gerade durch den härtesten Winter der Geschichte." Es sei "der Verdienst von jedem von euch", dass das Land auch das durchstehen werde.

Der vierte Jahrestag der russischen Invasion fällt in eine Phase, in der Unklarheit über die Aussichten für ein Kriegsende herrscht: Mehrere Verhandlungsrunden zwischen Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA haben zuvor zu keinen öffentlich bekannten Ergebnissen geführt.

Während die Ukraine auf Druck der US-Regierung von vielen ihrer ursprünglichen Forderungen Abstand nahm, hält Russlands Staatschef Wladimir Putin weiterhin an seinen Bedingungen für ein Ende der Kämpfe fest, darunter ein Abzug der Ukraine aus der Region Donezk und der Ausschluss einer künftigen Stationierung westlicher Friedenstruppen in dem Land. Mehrere hochrangige russische Regierungsvertreter haben zudem zuletzt Forderungen nach einem Austausch der Regierung in Kyjiw erneuert. 

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Russland rückt nördlich von Kostjantyniwka vor

In der Region Donezk haben russische Streitkräfte Gelände im Norden der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka eingenommen. Das berichtet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem täglichen Lagebericht. Demnach sind sie bis in den Ort Wiroljubiwka vorgestoßen.

Ukrainische Truppen haben derweil an der Grenze zwischen den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja mehrere Orte unter ihre Kontrolle gebracht. Wie das ISW schrieb, haben sie ein großes Gebiet von Ternuwate in der Region Saporischschja bis Werbowe in der Region Dnipropetrowsk zurückerobert.

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Erstmals mehr als 200.000 getötete russische Soldaten namentlich bekannt

Seit Kriegsbeginn sind mindestens 200.000 russische Soldaten getötet worden. Das geht aus einer fortlaufend aktualisierten Zählung des russischen Portals Mediazona und des britischen Senders BBC hervor. Die beiden Medien dokumentieren seit Jahren alle Fälle namentlich bekannter und damit zweifelsfrei bestätigter Todesfälle auf Grundlage von Todesanzeigen und Todesurkunden. 

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Bei der Zahl von 200.000 Toten auf russischer Seite handelt es sich damit um eine Untergrenze, es wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen. US-Experten schätzten die Zahl getöteter russischer Soldaten zuletzt auf mutmaßlich mehr als 300.000; aufseiten der Ukraine gehen sie von bis zu 140.000 Toten aus. Das anonyme Projekt UALosses, das ebenfalls namentlich bekannte Todesfälle in der ukrainischen Armee dokumentiert, gibt deren Zahl mit mehr als 90.000 an, wobei weitere knapp 90.000 demnach als vermisst gelten. 

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Pistorius betont Bedeutung weiterer Unterstützung der Ukraine

Frieden in der Ukraine ist nach Einschätzung von Verteidigungsminister Boris Pistorius nur durch eigene Stärke erreichbar. Daher seien auch die Unterstützer der Ukraine weiterhin in der Pflicht, dem Land beizustehen und Stärke zu zeigen, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Diese Stärke gelte es dann für Verhandlungen zu nutzen. 

Aus dem nun seit vier Jahren andauernden, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands sei schon seit geraumer Zeit ein Abnutzungskrieg geworden. "Es gibt kaum nennenswerte Bewegung auf dem Gefechtsfeld", sagte Pistorius. Auch sei militärisch in absehbarer Zeit keine Entscheidung zu erwarten. Russlands Präsident Wladimir Putin führe, "während er vorgibt, Friedensverhandlungen zu führen, einen Terrorkrieg gegen die Zivilbevölkerung", sagte der Minister und verwies auf Angriffe auf ukrainische Energieanlagen und Städte trotz Minusgraden. 

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Pistorius würdigte den "unglaublichen Durchhaltewillen" der Ukrainerinnen und Ukrainer sowie deren "Stärke und Moral". Die wirtschaftliche Lage Russlands werde schwieriger, was die konsequente Unterstützung der Ukraine umso wichtiger mache. "Jetzt ist der Zeitpunkt, um den Kurs erst recht zu halten", sagte der Minister. Um Russland von künftigen Angriffen abzuhalten, seien Sicherheitsgarantien nötig, die aber nur mit Rückendeckung der USA möglich seien.

Im Hinblick auf die Lieferung deutscher Taurus-Marschflugkörper äußerte sich Pistorius erneut zurückhaltend. Die Ukraine verfüge längst selbst über weitreichende Waffensysteme und Deutschland leiste bereits umfangreiche militärische Unterstützung, sagte er.

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Macron spricht von "dreifachem Versagen" Russlands

Emmanuel Macron hat den Krieg gegen die Ukraine anlässlich des vierten Jahrestags der russischen Invasion als "dreifaches Versagen" für den Angreifer bezeichnet. Russland habe in "militärischer, wirtschaftlicher und strategischer" Hinsicht Misserfolge erlitten, schrieb Frankreichs Präsident auf Französisch, Ukrainisch und Englisch auf X.

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Macron verwies etwa darauf, dass die Nato, die Russland habe schwächen wollen, durch den Angriffskrieg gestärkt worden sei. In der Ukraine habe Russland seit der Stabilisierung der Frontlinie im Herbst 2022 lediglich ein Prozent des Landesgebiets erobern können – trotz bis zu 1,2 Millionen getöteten und verletzten russischen Soldaten.

Weil die Ukraine "die erste Verteidigungslinie unseres Kontinents" sei, gebe es "keine Rechtfertigung" dafür, den von der EU beabsichtigten 90-Milliarden-Kredit zur Finanzierung des Abwehrkampfs zu verzögern, schrieb Macron weiter. Zuletzt hatte Ungarn die Freigabe dazu verweigert. 

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Ukrainischer Botschafter schließt Gebietsabtretungen aus

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Olexij Makejew, hat den von Russland geforderten Gebietsverzicht der Ukraine ausgeschlossen. "Mein Präsident hat sich dazu ganz klar geäußert: Das kommt nicht infrage", sagte er den Sendern RTL und ntv. Es gehe nicht nur um das Land, sondern um die Menschen, die dort lebten, sagte Makejew und erinnerte an mehrere Millionen seiner Landsleute, die derzeit unter russischer Besatzung lebten.

Die Regierung in Kyjiw fordert einen Waffenstillstand entlang des derzeitigen Frontverlaufs. Einen von Russland geforderten Abzug aus schwer befestigten Gebieten im Osten des Landes schließt sie aus. Ebenso hat die Ukraine wiederholt ausgeschlossen, die von Russland besetzten Regionen auch juristisch als russisch anzuerkennen.

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"Reine Hilfsversprechen beenden keinen Krieg"

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat dazu aufgerufen, die Hilfen für die Ukraine zu erhöhen. Diese seien "unerlässlich", damit sich das Land "gegen den russischen Terror aus der Luft" verteidigen und die Frontlinie halten könne, sagte Rutte in Brüssel.

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erinnerte an die Bedeutung anhaltender Hilfen. Dabei bezog er sich vor allem auf einen geplanten EU-Kredit von 90 Milliarden Euro, welcher Lücken im ukrainischen Staatshaushalt bis Ende 2027 schließen und die Finanzierung des Rüstungssektors sicherstellen soll. Die Auszahlung des Ende 2025 beschlossenen Kredits ist derzeit durch Widerstand der Regierung Ungarns bedroht.

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Baerbock drängt auf sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand

Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fordert die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand. Das Schweigen der Waffen müsse zu einem gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine führen, sagte sie.

Baerbock erinnerte an das Leiden der Zivilisten in der Ukraine. Laut dem UN-Hilfskoordinator in der Ukraine, Matthias Schmale, benötigen 10,8 Millionen Menschen humanitäre Hilfe.

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Stromlieferungen in die Ukraine laufen trotz Drohungen der Slowakei weiter

Die Ukraine importiert laut dem ukrainischen Netzbetreiber Ukrenerho weiter Strom aus den Nachbarländern. Die Slowakei hatte gedroht, keinen Notstrom mehr in ​die Ukraine zu exportieren, solange kein Öl durch die Druschba-Pipeline in die Slowakei fließe. Dies hatte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico angekündigt.

Stromimporte können laut Ukrenerho unterschieden werden in kommerzielle Exporte und Notstrom. Dabei machen die Importe aus ‌der Slowakei und Ungarn nach Einschätzung der Beratungsfirma ‌ExPro rund 70 Prozent der kommerziellen Energieeinfuhren für die ​Ukraine aus. Die Drohungen der Slowakei betreffen die Lieferung von Notstrom.

Ukrenerho teilte mit, dass Nothilfe nur selten und in geringem Umfang für kurze Zeiträume benötigt werde. Deswegen sei der slowakische Schritt praktisch bedeutungslos. 

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Selenskyj drängt auf Freigabe von EU-Kreditpaket

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf die Verabschiedung des milliardenschweren Kreditpakets der EU für die Ukraine gepocht. In Form von Darlehen soll das Land eigentlich bis 2027 bis zu 90 Milliarden Euro erhalten. Allerdings blockiert Ungarn das Vorhaben.

Selenskyj bezeichnete das Paket in einer Videoansprache vor dem Europäischen Parlament als "eine echte finanzielle Garantie für unsere Sicherheit und unsere Widerstandsfähigkeit". Es müsse umgesetzt werden. "Ich danke allen, die daran arbeiten, dies möglich zu machen", sagte er.

Geplant war eigentlich, am heutigen vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine im EU-Parlament den Weg für die Finanzhilfen freizumachen. Ungarn weigert sich aber, weil das Land derzeit über die durch die Ukraine führende Druschba-Pipeline kein russisches Öl mehr bekommt. Wegen Ungarns Veto wird die EU deshalb wohl erstmal nur ein 100 Millionen Euro schweres Nothilfe-Paket für die Energiesicherheit der Ukraine ankündigen.

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Erste Lieferungen von Flüssigerdgas aus Deutschland in die Ukraine

Das deutsche Unternehmen Regas hat mit dem Import von Flüssigerdgas aus den USA für den Weitertransport in die Ukraine begonnen. Regas-Chef Ingo Wagner sagte, das Unternehmen sei "besonders stolz darauf, als einziger privat finanzierter und betriebener LNG-Terminal in Deutschland einen direkten Beitrag zur Energiesicherheit der Ukraine zu leisten".

"Dieser Winter ist aufgrund des ständigen Beschusses der Gasinfrastruktur und der extremen Kälte der schwierigste seit Kriegsbeginn", teilte der ukrainische Importeur NAK Naftohas Ukrajiny mit. "Diese neue Partnerschaft eröffnet der Ukraine für das laufende Jahr eine neue zuverlässige Importroute, und diese Vereinbarung ist nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer langfristigen Partnerschaft."

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Regas-Chef Ingo Wagner sagte, das Unternehmen sei "besonders stolz darauf, als einziger privat finanzierter und betriebener LNG-Terminal in Deutschland einen direkten Beitrag zur Energiesicherheit der Ukraine zu leisten". "Dieser Winter ist aufgrund des ständigen Beschusses der Gasinfrastruktur und der extremen Kälte der schwierigste seit Kriegsbeginn", teilte der ukrainische Importeur NAK Naftohas Ukrajiny mit. "Diese neue Partnerschaft eröffnet der Ukraine für das laufende Jahr eine neue zuverlässige Importroute, und diese Vereinbarung ist nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer langfristigen Partnerschaft."","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-02-24T12:00:17.000Z","dateModified":"2026-02-24T12:00:17.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Pia Packmohr"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Stromlieferungen in die Ukraine laufen trotz Drohungen der Slowakei weiter","articleBody":"Stromlieferungen in die Ukraine laufen trotz Drohungen der Slowakei weiterDie Ukraine importiert laut dem ukrainischen Netzbetreiber Ukrenerho weiter Strom aus den Nachbarländern. Die Slowakei hatte gedroht, keinen Notstrom mehr in ​die Ukraine zu exportieren, solange kein Öl durch die Druschba-Pipeline in die Slowakei fließe. Dies hatte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico angekündigt.Stromimporte können laut Ukrenerho unterschieden werden in kommerzielle Exporte und Notstrom. Dabei machen die Importe aus ‌der Slowakei und Ungarn nach Einschätzung der Beratungsfirma ‌ExPro rund 70 Prozent der kommerziellen Energieeinfuhren für die ​Ukraine aus. Die Drohungen der Slowakei betreffen die Lieferung von Notstrom. Ukrenerho teilte mit, dass Nothilfe nur selten und in geringem Umfang für kurze Zeiträume benötigt werde. 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Allerdings blockiert Ungarn das Vorhaben.Selenskyj bezeichnete das Paket in einer Videoansprache vor dem Europäischen Parlament als "eine echte finanzielle Garantie für unsere Sicherheit und unsere Widerstandsfähigkeit". Es müsse umgesetzt werden. "Ich danke allen, die daran arbeiten, dies möglich zu machen", sagte er.Geplant war eigentlich, am heutigen vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine im EU-Parlament den Weg für die Finanzhilfen freizumachen. Ungarn weigert sich aber, weil das Land derzeit über die durch die Ukraine führende Druschba-Pipeline kein russisches Öl mehr bekommt. Wegen Ungarns Veto wird die EU deshalb wohl erstmal nur ein 100 Millionen Euro schweres Nothilfe-Paket für die Energiesicherheit der Ukraine ankündigen.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-02-24T11:32:26.000Z","dateModified":"2026-02-24T11:42:28.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Leon Ginzel"},"image":[{"@type":"ImageObject","url":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_1024,h_667/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/00kyo6okii56u1fmjalc1c/eoYeaE1r4VsJ5wsjMeee/moYegR6p4VsJ5wsjMeek.jpeg","caption":"Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj","creditText":"Michael Kappeler/dpa","uploadDate":"2026-02-24T11:42:24.000Z","thumbnail":{"@type":"ImageObject","contentUrl":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_480,h_312/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/00kyo6okii56u1fmjalc1c/eoYeaE1r4VsJ5wsjMeee/moYegR6p4VsJ5wsjMeek.jpeg"}}],"video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Baerbock drängt auf sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand","articleBody":"Baerbock drängt auf sofortigen und bedingungslosen WaffenstillstandZum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fordert die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand. Das Schweigen der Waffen müsse zu einem gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine führen, sagte sie.Baerbock erinnerte an das Leiden der Zivilisten in der Ukraine. 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Diese seien "unerlässlich", damit sich das Land "gegen den russischen Terror aus der Luft" verteidigen und die Frontlinie halten könne, sagte Rutte in Brüssel. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erinnerte an die Bedeutung anhaltender Hilfen. Dabei bezog er sich vor allem auf einen geplanten EU-Kredit von 90 Milliarden Euro, welcher Lücken im ukrainischen Staatshaushalt bis Ende 2027 schließen und die Finanzierung des Rüstungssektors sicherstellen soll. Die Auszahlung des Ende 2025 beschlossenen Kredits ist derzeit durch Widerstand der Regierung Ungarns bedroht.Mehr dazu lesen Sie hier:","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-02-24T10:45:53.000Z","dateModified":"2026-02-24T10:56:48.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Alexander Eydlin"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[{"@type":"WebPage","url":"https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/ukraine-krieg-eu-kredit-ungarn-emmanuel-macron-mark-rutte","headline":"Rutte und Macron fordern verstärkte Unterstützung für die Ukraine","description":""Reine Hilfsversprechen beenden keinen Krieg": Mark Rutte und Emmanuel Macron rufen zu mehr Ukrainehilfen auf. Ein EU-Milliardenkredit scheitert derzeit an Ungarn.","image":{"@type":"ImageObject"}}]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Ukrainischer Botschafter schließt Gebietsabtretungen aus","articleBody":"Ukrainischer Botschafter schließt Gebietsabtretungen ausDer ukrainische Botschafter in Deutschland, Olexij Makejew, hat den von Russland geforderten Gebietsverzicht der Ukraine ausgeschlossen. "Mein Präsident hat sich dazu ganz klar geäußert: Das kommt nicht infrage", sagte er den Sendern RTL und ntv. Es gehe nicht nur um das Land, sondern um die Menschen, die dort lebten, sagte Makejew und erinnerte an mehrere Millionen seiner Landsleute, die derzeit unter russischer Besatzung lebten. Die Regierung in Kyjiw fordert einen Waffenstillstand entlang des derzeitigen Frontverlaufs. Einen von Russland geforderten Abzug aus schwer befestigten Gebieten im Osten des Landes schließt sie aus. Ebenso hat die Ukraine wiederholt ausgeschlossen, die von Russland besetzten Regionen auch juristisch als russisch anzuerkennen.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-02-24T09:00:22.000Z","dateModified":"2026-02-24T11:30:21.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Alexander Eydlin"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[{"@type":"WebPage","url":"https://www.youtube.com/watch?v=PJ_f6v07Lj0","headline":"Gedenken in der Ukraine: Russlands Angriff jährt sich zum vierten Mal","description":"Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine völkerrechtswidrig überfallen – seitdem dauert der Krieg an. Jeden Morgen um 9 Uhr Ortszeit wird im gesamten Land eine Schweigeminute für die Opfer der russischen Invasion abgehalten. Der Verkehr stoppt, Fußgänger bleiben stehen, während das Ticken einer Uhr über Lautsprecher zu hören ist.nnDie Tradition wurde von Präsident Wolodymyr Selenskyj am 16. März 2022 per Dekret eingeführt und kürzlich gesetzlich verankert. Auch an diesem Dienstag, dem 24. Februar 2026, wurde innegehalten – es ist der vierte Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine. Menschen in Charkiw berichten von ihren Gedanken und Hoffnungen.nnMehr zum Thema finden Sie auf zeit.de:nhttps://www.zeit.de/politik/ausland/ukraine-krieg-news-liveblog?utm_medium=redpost&utm_source=youtube&utm_campaign=zeitdennHinweis: Dieses Video ist Teil des Nachrichtenfeeds von Reuters. Reuters ist eine Nachrichtenagentur, die Medien mit selbst recherchierten und formulierten Meldungen zu aktuellen Ereignissen beliefert. 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Russland habe in "militärischer, wirtschaftlicher und strategischer" Hinsicht Misserfolge erlitten, schrieb Frankreichs Präsident auf Französisch, Ukrainisch und Englisch auf X.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-02-24T08:55:20.000Z","dateModified":"2026-02-24T09:43:55.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Alexander Eydlin"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Pistorius betont Bedeutung weiterer Unterstützung der Ukraine","articleBody":"Pistorius betont Bedeutung weiterer Unterstützung der UkraineFrieden in der Ukraine ist nach Einschätzung von Verteidigungsminister Boris Pistorius nur durch eigene Stärke erreichbar. Daher seien auch die Unterstützer der Ukraine weiterhin in der Pflicht, dem Land beizustehen und Stärke zu zeigen, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Diese Stärke gelte es dann für Verhandlungen zu nutzen. Aus dem nun seit vier Jahren andauernden, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands sei schon seit geraumer Zeit ein Abnutzungskrieg geworden. "Es gibt kaum nennenswerte Bewegung auf dem Gefechtsfeld", sagte Pistorius. Auch sei militärisch in absehbarer Zeit keine Entscheidung zu erwarten. Russlands Präsident Wladimir Putin führe, "während er vorgibt, Friedensverhandlungen zu führen, einen Terrorkrieg gegen die Zivilbevölkerung", sagte der Minister und verwies auf Angriffe auf ukrainische Energieanlagen und Städte trotz Minusgraden. ","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-02-24T08:25:54.000Z","dateModified":"2026-02-24T08:50:23.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Johanna Sethe"},"image":[{"@type":"ImageObject","url":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_1024,h_697/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/00kyo6okii56u1fmjalc1c/eoYdRnhf2f6aF1V12X5s/moYdgida2f6aF1V12X5z.jpeg","caption":"Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)","creditText":"Hannes P Albert/AFPGetty Images","uploadDate":"2026-02-24T08:34:51.000Z","thumbnail":{"@type":"ImageObject","contentUrl":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_480,h_327/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/00kyo6okii56u1fmjalc1c/eoYdRnhf2f6aF1V12X5s/moYdgida2f6aF1V12X5z.jpeg"}}],"video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Russland rückt nördlich von Kostjantyniwka vor","articleBody":"Russland rückt nördlich von Kostjantyniwka vorIn der Region Donezk haben russische Streitkräfte Gelände im Norden der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka eingenommen. Das berichtet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem täglichen Lagebericht. Demnach sind sie bis in den Ort Wiroljubiwka vorgestoßen.Ukrainische Truppen haben derweil an der Grenze zwischen den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja mehrere Orte unter ihre Kontrolle gebracht. Wie das ISW schrieb, haben sie ein großes Gebiet von Ternuwate in der Region Saporischschja bis Werbowe in der Region Dnipropetrowsk zurückerobert. Mehr dazu lesen Sie hier:","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-02-24T08:00:37.000Z","dateModified":"2026-02-24T08:16:16.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Timo Stukenberg"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[{"@type":"WebPage","url":"https://www.zeit.de/politik/ausland/ukraine-russland-frontverlauf-krieg-karte-aktuell","headline":"Ukraine erobert mehrere Siedlungen bei Olexandriwka zurück","description":"Die ukrainische Armee hat in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja mehrere Orte eingenommen. Russland rückt in Richtung Kostjantyniwka vor.","image":{"@type":"ImageObject"}}]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Krieg hat in den letzten vier Jahren große Klimaschäden verursacht","articleBody":"Krieg hat in den letzten vier Jahren große Klimaschäden verursachtNeben Hunderttausenden Toten und Verletzten hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine in den vergangenen vier Jahren auch die Umwelt und das Klima stark beschädigt. Das geht aus Berechnungen der Initiative zur Treibhausgasbilanzierung von Kriegen (IGGAW) hervor. Seit Februar 2022 sind demzufolge 311 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente ausgestoßen worden. Ein gutes Drittel (37 Prozent) der Gase kam demnach durch den Krieg selbst in die Atmosphäre, etwa durch die enormen Mengen an Kerosin, Öl und Diesel, die Jets, Schiffe und Panzer verbrennen. Für rund ein Viertel der Emissionen sind außerdem vom Krieg entfachte Wald- und Buschbrände verantwortlich, die mehrheitlich an den oder nahe der Frontlinien oder in Grenzgebieten ausbrechen.Die Ukraine forderte auf der UN-Klimakonferenz im November in Brasilien Schadensersatz von Russland für während des Angriffskriegs erlittene Klimaschäden. Damit solle ein umweltfreundlicher Wiederaufbau nach dem Krieg finanziert werden. Die dafür benötigte Summe beträgt inzwischen 57 Milliarden US-Dollar. Die Ansprüche sollen beim Schadensregister für die Ukraine des Europarats eingereicht werden.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-02-24T07:45:47.000Z","dateModified":"2026-02-24T08:12:07.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Johanna Sethe"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Erstmals mehr als 200.000 getötete russische Soldaten namentlich bekannt","articleBody":"Erstmals mehr als 200.000 getötete russische Soldaten namentlich bekanntSeit Kriegsbeginn sind mindestens 200.000 russische Soldaten getötet worden. Das geht aus einer fortlaufend aktualisierten Zählung des russischen Portals Mediazona und des britischen Senders BBC hervor. Die beiden Medien dokumentieren seit Jahren alle Fälle namentlich bekannter und damit zweifelsfrei bestätigter Todesfälle auf Grundlage von Todesanzeigen und Todesurkunden. ","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-02-24T07:42:54.000Z","dateModified":"2026-02-24T08:10:13.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Alexander Eydlin"},"image":[{"@type":"ImageObject","url":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_1024,h_666/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/00kyo6okii56u1fmjalc1c/eoYdLdJhcDZHtkAVJHJq/moYdRioqcDZHtkAVJHJw.jpeg","caption":"Gräber russischer Soldaten in einem Friedhof bei Moskau","creditText":"Ramil Sitdikov/Reuters","uploadDate":"2026-02-24T07:46:16.000Z","thumbnail":{"@type":"ImageObject","contentUrl":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_480,h_312/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/00kyo6okii56u1fmjalc1c/eoYdLdJhcDZHtkAVJHJq/moYdRioqcDZHtkAVJHJw.jpeg"}}],"video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Selenskyj sieht Unabhängigkeit der Ukraine gewahrt","articleBody":"Selenskyj sieht Unabhängigkeit der Ukraine gewahrtZum vierten Jahrestag der russischen Invasion hat der ukrainische Präsident in einer Videoansprache die Leistungen seiner Landsleute bei der Verteidigung des Landes hervorgehoben. "Heute sind es vier Jahre, seit Putin Kyjiw in drei Tagen einnehmen wollte", sagte Wolodymyr Selenskyj in der auf sozialen Medien veröffentlichten Ansprache. "Das sagt sehr viel über unseren Widerstand aus, darüber, wie die Ukrainer in all der Zeit gekämpft haben." Russlands Staatschef sei seinen Kriegszielen auch nach vier Jahren nicht näher gekommen, sagte Selenskyj weiter: "Er hat das ukrainische Volk nicht gebrochen. Er hat ‌diesen Krieg ​nicht gewonnen. Wir haben die Ukraine ⁠bewahrt ​und werden ‌alles tun, um Frieden zu erreichen ‌und Gerechtigkeit zu ​gewährleisten.""Millionen Ukrainer" hätten am 24. 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Pia Packmohr
Pia Packmohr

Erste Lieferungen von Flüssigerdgas aus Deutschland in die Ukraine

Das deutsche Unternehmen Regas hat mit dem Import von Flüssigerdgas aus den USA für den Weitertransport in die Ukraine begonnen. Regas-Chef Ingo Wagner sagte, das Unternehmen sei „besonders stolz darauf, als einziger privat finanzierter und betriebener LNG-Terminal in Deutschland einen direkten Beitrag zur Energiesicherheit der Ukraine zu leisten“.

„Dieser Winter ist aufgrund des ständigen Beschusses der Gasinfrastruktur und der extremen Kälte der schwierigste seit Kriegsbeginn„, teilte der ukrainische Importeur NAK Naftohas Ukrajiny mit. „Diese neue Partnerschaft eröffnet der Ukraine für das laufende Jahr eine neue zuverlässige Importroute, und diese Vereinbarung ist nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer langfristigen Partnerschaft.“

Pia Packmohr
Pia Packmohr

Stromlieferungen in die Ukraine laufen trotz Drohungen der Slowakei weiter

Die Ukraine importiert laut dem ukrainischen Netzbetreiber Ukrenerho weiter Strom aus den Nachbarländern. Die Slowakei hatte gedroht, keinen Notstrom mehr in ​die Ukraine zu exportieren, solange kein Öl durch die Druschba-Pipeline in die Slowakei fließe. Dies hatte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico angekündigt.

Stromimporte können laut Ukrenerho unterschieden werden in kommerzielle Exporte und Notstrom. Dabei machen die Importe aus ‌der Slowakei und Ungarn nach Einschätzung der Beratungsfirma ‌ExPro rund 70 Prozent der kommerziellen Energieeinfuhren für die ​Ukraine aus. Die Drohungen der Slowakei betreffen die Lieferung von Notstrom.

Ukrenerho teilte mit, dass Nothilfe nur selten und in geringem Umfang für kurze Zeiträume benötigt werde. Deswegen sei der slowakische Schritt praktisch bedeutungslos. 

Leon Ginzel
Leon Ginzel

Selenskyj drängt auf Freigabe von EU-Kreditpaket

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf die Verabschiedung des milliardenschweren Kreditpakets der EU für die Ukraine gepocht. In Form von Darlehen soll das Land eigentlich bis 2027 bis zu 90 Milliarden Euro erhalten. Allerdings blockiert Ungarn das Vorhaben.

Selenskyj bezeichnete das Paket in einer Videoansprache vor dem Europäischen Parlament als „eine echte finanzielle Garantie für unsere Sicherheit und unsere Widerstandsfähigkeit„. Es müsse umgesetzt werden. „Ich danke allen, die daran arbeiten, dies möglich zu machen“, sagte er.

Geplant war eigentlich, am heutigen vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine im EU-Parlament den Weg für die Finanzhilfen freizumachen. Ungarn weigert sich aber, weil das Land derzeit über die durch die Ukraine führende Druschba-Pipeline kein russisches Öl mehr bekommt. Wegen Ungarns Veto wird die EU deshalb wohl erstmal nur ein 100 Millionen Euro schweres Nothilfe-Paket für die Energiesicherheit der Ukraine ankündigen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Michael Kappeler/dpa

Pia Packmohr
Pia Packmohr

Baerbock drängt auf sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand

Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fordert die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand. Das Schweigen der Waffen müsse zu einem gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine führen, sagte sie.

Baerbock erinnerte an das Leiden der Zivilisten in der Ukraine. Laut dem UN-Hilfskoordinator in der Ukraine, Matthias Schmale, benötigen 10,8 Millionen Menschen humanitäre Hilfe.

Annalena Baerbock erinnerte an das Leiden der Zivilbevölkerung in der Ukraine.
Annalena Baerbock erinnerte an das Leiden der Zivilbevölkerung in der Ukraine. Salvatore Di Nolfi/Keystone/dpa

Alexander Eydlin
Alexander Eydlin

„Reine Hilfsversprechen beenden keinen Krieg“

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat dazu aufgerufen, die Hilfen für die Ukraine zu erhöhen. Diese seien „unerlässlich“, damit sich das Land „gegen den russischen Terror aus der Luft“ verteidigen und die Frontlinie halten könne, sagte Rutte in Brüssel.

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erinnerte an die Bedeutung anhaltender Hilfen. Dabei bezog er sich vor allem auf einen geplanten EU-Kredit von 90 Milliarden Euro, welcher Lücken im ukrainischen Staatshaushalt bis Ende 2027 schließen und die Finanzierung des Rüstungssektors sicherstellen soll. Die Auszahlung des Ende 2025 beschlossenen Kredits ist derzeit durch Widerstand der Regierung Ungarns bedroht.

Mehr dazu lesen Sie hier:

Alexander Eydlin
Alexander Eydlin

Ukrainischer Botschafter schließt Gebietsabtretungen aus

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Olexij Makejew, hat den von Russland geforderten Gebietsverzicht der Ukraine ausgeschlossen. „Mein Präsident hat sich dazu ganz klar geäußert: Das kommt nicht infrage“, sagte er den Sendern RTL und ntv. Es gehe nicht nur um das Land, sondern um die Menschen, die dort lebten, sagte Makejew und erinnerte an mehrere Millionen seiner Landsleute, die derzeit unter russischer Besatzung lebten.

Die Regierung in Kyjiw fordert einen Waffenstillstand entlang des derzeitigen Frontverlaufs. Einen von Russland geforderten Abzug aus schwer befestigten Gebieten im Osten des Landes schließt sie aus. Ebenso hat die Ukraine wiederholt ausgeschlossen, die von Russland besetzten Regionen auch juristisch als russisch anzuerkennen.

Gedenken in der Ukraine: Russlands Angriff jährt sich zum vierten Mal
Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine völkerrechtswidrig überfallen – seitdem dauert der Krieg an. Jeden Morgen um 9 Uhr Ortszeit wird im gesamten Land eine Schweigeminute für die Opfer der russischen Invasion abgehalten. Der Verkehr stoppt, Fußgänger bleiben stehen, während das Ticken einer Uhr über Lautsprecher zu hören ist.

Die Tradition wurde von Präsident Wolodymyr Selenskyj am 16. März 2022 per Dekret eingeführt und kürzlich gesetzlich verankert. Auch an diesem Dienstag, dem 24. Februar 2026, wurde innegehalten – es ist der vierte Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine. Menschen in Charkiw berichten von ihren Gedanken und Hoffnungen.

Mehr zum Thema finden Sie auf zeit.de:
https://www.zeit.de/politik/ausland/ukraine-krieg-news-liveblog?utm_medium=redpost&utm_source=youtube&utm_campaign=zeitde

Hinweis: Dieses Video ist Teil des Nachrichtenfeeds von Reuters. Reuters ist eine Nachrichtenagentur, die Medien mit selbst recherchierten und formulierten Meldungen zu aktuellen Ereignissen beliefert. Die Texte zum Video hier auf YouTube verantwortet das Videoressort der ZEIT.

Bildrechte Thumbnail: Reuters

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#ukraine #russland #charkiw #diezeit

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Alexander Eydlin
Alexander Eydlin

Macron spricht von „dreifachem Versagen“ Russlands

Emmanuel Macron hat den Krieg gegen die Ukraine anlässlich des vierten Jahrestags der russischen Invasion als „dreifaches Versagen“ für den Angreifer bezeichnet. Russland habe in „militärischer, wirtschaftlicher und strategischer“ Hinsicht Misserfolge erlitten, schrieb Frankreichs Präsident auf Französisch, Ukrainisch und Englisch auf X.
„Eines Tages werden die Russen das Ausmaß des in ihrem Namen begangenen Verbrechens, die Haltlosigkeit der vorgebrachten Vorwände und die langfristigen, verheerenden Auswirkungen auf ihr Land begreifen.“

Emmanuel Macron

Macron verwies etwa darauf, dass die Nato, die Russland habe schwächen wollen, durch den Angriffskrieg gestärkt worden sei. In der Ukraine habe Russland seit der Stabilisierung der Frontlinie im Herbst 2022 lediglich ein Prozent des Landesgebiets erobern können – trotz bis zu 1,2 Millionen getöteten und verletzten russischen Soldaten.

Weil die Ukraine „die erste Verteidigungslinie unseres Kontinents“ sei, gebe es „keine Rechtfertigung“ dafür, den von der EU beabsichtigten 90-Milliarden-Kredit zur Finanzierung des Abwehrkampfs zu verzögern, schrieb Macron weiter. Zuletzt hatte Ungarn die Freigabe dazu verweigert. 

Johanna Sethe
Johanna Sethe

Pistorius betont Bedeutung weiterer Unterstützung der Ukraine

Frieden in der Ukraine ist nach Einschätzung von Verteidigungsminister Boris Pistorius nur durch eigene Stärke erreichbar. Daher seien auch die Unterstützer der Ukraine weiterhin in der Pflicht, dem Land beizustehen und Stärke zu zeigen, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Diese Stärke gelte es dann für Verhandlungen zu nutzen. 
Aus dem nun seit vier Jahren andauernden, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands sei schon seit geraumer Zeit ein Abnutzungskrieg geworden. „Es gibt kaum nennenswerte Bewegung auf dem Gefechtsfeld“, sagte Pistorius. Auch sei militärisch in absehbarer Zeit keine Entscheidung zu erwarten. Russlands Präsident Wladimir Putin führe, „während er vorgibt, Friedensverhandlungen zu führen, einen Terrorkrieg gegen die Zivilbevölkerung“, sagte der Minister und verwies auf Angriffe auf ukrainische Energieanlagen und Städte trotz Minusgraden. 
Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)
Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Hannes P Albert/AFPGetty Images
Pistorius würdigte den „unglaublichen Durchhaltewillen“ der Ukrainerinnen und Ukrainer sowie deren „Stärke und Moral“. Die wirtschaftliche Lage Russlands werde schwieriger, was die konsequente Unterstützung der Ukraine umso wichtiger mache. „Jetzt ist der Zeitpunkt, um den Kurs erst recht zu halten“, sagte der Minister. Um Russland von künftigen Angriffen abzuhalten, seien Sicherheitsgarantien nötig, die aber nur mit Rückendeckung der USA möglich seien.

Im Hinblick auf die Lieferung deutscher Taurus-Marschflugkörper äußerte sich Pistorius erneut zurückhaltend. Die Ukraine verfüge längst selbst über weitreichende Waffensysteme und Deutschland leiste bereits umfangreiche militärische Unterstützung, sagte er.

Timo Stukenberg
Timo Stukenberg

Russland rückt nördlich von Kostjantyniwka vor

In der Region Donezk haben russische Streitkräfte Gelände im Norden der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka eingenommen. Das berichtet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem täglichen Lagebericht. Demnach sind sie bis in den Ort Wiroljubiwka vorgestoßen.

Ukrainische Truppen haben derweil an der Grenze zwischen den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja mehrere Orte unter ihre Kontrolle gebracht. Wie das ISW schrieb, haben sie ein großes Gebiet von Ternuwate in der Region Saporischschja bis Werbowe in der Region Dnipropetrowsk zurückerobert.

Mehr dazu lesen Sie hier:

Johanna Sethe
Johanna Sethe

Krieg hat in den letzten vier Jahren große Klimaschäden verursacht

Neben Hunderttausenden Toten und Verletzten hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine in den vergangenen vier Jahren auch die Umwelt und das Klima stark beschädigt. Das geht aus Berechnungen der Initiative zur Treibhausgasbilanzierung von Kriegen (IGGAW) hervor. Seit Februar 2022 sind demzufolge 311 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente ausgestoßen worden. Ein gutes Drittel (37 Prozent) der Gase kam demnach durch den Krieg selbst in die Atmosphäre, etwa durch die enormen Mengen an Kerosin, Öl und Diesel, die Jets, Schiffe und Panzer verbrennen. Für rund ein Viertel der Emissionen sind außerdem vom Krieg entfachte Wald- und Buschbrände verantwortlich, die mehrheitlich an den oder nahe der Frontlinien oder in Grenzgebieten ausbrechen.
Die Ukraine forderte auf der UN-Klimakonferenz im November in Brasilien Schadensersatz von Russland für während des Angriffskriegs erlittene Klimaschäden. Damit solle ein umweltfreundlicher Wiederaufbau nach dem Krieg finanziert werden. Die dafür benötigte Summe beträgt inzwischen 57 Milliarden US-Dollar. Die Ansprüche sollen beim Schadensregister für die Ukraine des Europarats eingereicht werden.

Alexander Eydlin
Alexander Eydlin

Erstmals mehr als 200.000 getötete russische Soldaten namentlich bekannt

Seit Kriegsbeginn sind mindestens 200.000 russische Soldaten getötet worden. Das geht aus einer fortlaufend aktualisierten Zählung des russischen Portals Mediazona und des britischen Senders BBC hervor. Die beiden Medien dokumentieren seit Jahren alle Fälle namentlich bekannter und damit zweifelsfrei bestätigter Todesfälle auf Grundlage von Todesanzeigen und Todesurkunden. 
Gräber russischer Soldaten in einem Friedhof bei Moskau
Gräber russischer Soldaten in einem Friedhof bei Moskau. Ramil Sitdikov/Reuters
Bei der Zahl von 200.000 Toten auf russischer Seite handelt es sich damit um eine Untergrenze, es wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen. US-Experten schätzten die Zahl getöteter russischer Soldaten zuletzt auf mutmaßlich mehr als 300.000; aufseiten der Ukraine gehen sie von bis zu 140.000 Toten aus. Das anonyme Projekt UALosses, das ebenfalls namentlich bekannte Todesfälle in der ukrainischen Armee dokumentiert, gibt deren Zahl mit mehr als 90.000 an, wobei weitere knapp 90.000 demnach als vermisst gelten. 

Alexander Eydlin
Alexander Eydlin

Selenskyj sieht Unabhängigkeit der Ukraine gewahrt

Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion hat der ukrainische Präsident in einer Videoansprache die Leistungen seiner Landsleute bei der Verteidigung des Landes hervorgehoben. „Heute sind es vier Jahre, seit Putin Kyjiw in drei Tagen einnehmen wollte“, sagte Wolodymyr Selenskyj in der auf sozialen Medien veröffentlichten Ansprache. „Das sagt sehr viel über unseren Widerstand aus, darüber, wie die Ukrainer in all der Zeit gekämpft haben.“

Russlands Staatschef sei seinen Kriegszielen auch nach vier Jahren nicht näher gekommen, sagte Selenskyj weiter: „Er hat das ukrainische Volk nicht gebrochen. Er hat ‌diesen Krieg ​nicht gewonnen. Wir haben die Ukraine ⁠bewahrt ​und werden ‌alles tun, um Frieden zu erreichen ‌und Gerechtigkeit zu ​gewährleisten.“

„Millionen Ukrainer“ hätten am 24. Februar 2022 „eine Wahl getroffen“, sagte der Staatschef weiter – weil es „keine andere Ukraine gibt, und das ist unser Zuhause.“ 

„Unsere Menschen haben nicht die weiße Flagge gehisst, sondern die blau-gelbe verteidigt.“

Wolodymyr Selenskyj

Der Präsident hielt die Ansprache im Regierungsbunker in der Hauptstadt. „Wir haben bisher noch nie dieses (Gebäude) gezeigt“, sagte er in dem Video, in dem er durch die leeren Gänge des Komplexes läuft. Dort sei ein Großteil der Regierungsarbeit in den ersten Kriegstagen geleistet worden.

Selenskyj erinnerte dabei an den Abwehrkampf der Truppen in der ersten Kriegsphase, sowie an Überzeugungsarbeit, die das Land international habe leisten müssen, um militärische, finanzielle und humanitäre Unterstützung zu erhalten: „Die Ukraine hat die Unterstützung aufgebaut, die uns ermöglicht hat, durchzuhalten: Als wir den ersten Tag des Krieges durchgestanden haben. Den längsten Tag unseres Lebens. Und dann noch einen. Und noch einen.“

Selenskyj verwies auch auf die erfolgreiche Verteidigung der Hauptstadt, die mit dem russischen Abzug aus dem Umland Kyjiws Ende März 2022 endete: 

„Wir haben den Frühling gesehen. Wir haben ihn damals gewonnen – als es schien, dass dieser Februar niemals enden wird.“

Wolodymyr Selenskyj

Mit Blick auf die aktuellen russischen Angriffe auf das ukrainische Energienetz sagte Selenskyj weiter: „Bis zum Frühling ist es nur noch eine Woche. Wir gehen gerade durch den härtesten Winter der Geschichte.“ Es sei „der Verdienst von jedem von euch“, dass das Land auch das durchstehen werde.

Der vierte Jahrestag der russischen Invasion fällt in eine Phase, in der Unklarheit über die Aussichten für ein Kriegsende herrscht: Mehrere Verhandlungsrunden zwischen Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA haben zuvor zu keinen öffentlich bekannten Ergebnissen geführt.

Während die Ukraine auf Druck der US-Regierung von vielen ihrer ursprünglichen Forderungen Abstand nahm, hält Russlands Staatschef Wladimir Putin weiterhin an seinen Bedingungen für ein Ende der Kämpfe fest, darunter ein Abzug der Ukraine aus der Region Donezk und der Ausschluss einer künftigen Stationierung westlicher Friedenstruppen in dem Land. Mehrere hochrangige russische Regierungsvertreter haben zudem zuletzt Forderungen nach einem Austausch der Regierung in Kyjiw erneuert. 

Johanna Sethe
Johanna Sethe

Von der Leyen trifft zum vierten Jahrestag in der Ukraine ein

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist zum vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine in Kyjiw eingetroffen. Sie sei in der ukrainischen Hauptstadt, um „unseren anhaltenden Einsatz für den gerechten Kampf der Ukraine zu unterstreichen“, schrieb von der Leyen im Onlinedienst X. Sie wolle „dem ukrainischen Volk wie dem Aggressor“ eine „deutliche Botschaft“ senden: „Wir werden nicht nachgeben, bis der Frieden wiederhergestellt ist. Frieden zu den Bedingungen der Ukraine.“
 
Es ist von der Leyens zehnter Besuch in Kyjiw seit Kriegsbeginn. Die seit 2019 amtierende Kommissionschefin reist gemeinsam mit EU-Ratspräsident António Costa. Wie die EU-Kommission mitteilte, werden die EU-Spitzenvertreter an der zentralen Gedenkzeremonie in der ukrainischen Hauptstadt teilnehmen und auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Darüber hinaus ist ein Besuch einer Energieanlage geplant, die von russischen Angriffen beschädigt wurde.
Der ukrainische Andrij Sybiha und die EU-Botschafterin in der Ukraine, Katarina Mathernova, begrüßen Ursula von der Leyen in Kyjiw
Der ukrainische Andrij Sybiha und die EU-Botschafterin in der Ukraine, Katarina Mathernova, begrüßen Ursula von der Leyen in Kyjiw. Andreas Stein/dpa

Ulrike Tschirner
Ulrike Tschirner

Ungarn bleibt bei Veto

Der EU ist es nicht gelungen, zum vierten Jahrestag der russischen Invasion den Weg für neue Sanktionen gegen Russland und milliardenschwere Finanzhilfen für die Ukraine freizumachen. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf EU-Diplomaten berichtet, blockiert insbesondere Ungarn weiter die notwendigen Beschlüsse dafür. Alle Versuche, Ministerpräsident Viktor Orbán zum Einlenken zu bewegen, seien bislang erfolglos geblieben.

Vermutlich wird nun lediglich ein 100 Millionen Euro schweres Nothilfepaket für die Energiesicherheit der Ukraine angekündigt werden können. Dies ist auch ohne Einwilligung Ungarns möglich. Bislang hat die EU nach jüngsten Angaben rund 11.000 Stromerzeugungsaggregate und 7.000 Transformatoren in die Ukraine geliefert, um die Folgen der zerstörerischen russischen Luftangriffe abzufedern.

Ulrike Tschirner
Ulrike Tschirner

Gedenken am vierten Jahrestag mit EU-Spitzen

An der offiziellen Gedenkfeier zum vierten Jahrestag des Ukrainekriegs werden auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa in Kyjiw erwartet. Das gab die EU-Kommission bekannt. Während des Besuchs sind außerdem ein Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie ein Treffen der sogenannten Koalition der Willigen geplant. Die 35 Länder, die ihr angehören, wollen damit ihren Einsatz für einen dauerhaften Frieden in der Ukraine bekräftigen.

Selenskyj soll den Angaben zufolge am Vormittag für eine Rede vor dem Europäischen Parlament zugeschaltet werden. Das EU-Parlament trifft sich zu einer Sondersitzung.