Verwandtenaffäre belastet: Stimmung bleibt finster, AfD verliert Punkt
Verwandtenaffäre belastetStimmung bleibt düster, AfD verliert Punkt
24.02.2026, 12:00 Uhr

Kreuz und quer beschäftigen AfD-Abgeordnete Verwandte von Parteifreunden. Trotz der Filz-Affäre hält sich die Partei im Trendbarometer stabil. Insgesamt bleibt die Unzufriedenheit mit den Parteien und Politikern groß.
Die Verwandtenaffäre der AfD kostet die Partei einen Prozentpunkt im Trendbarometer von RTL und ntv. Die Weidel-Partei steht aktuell bei 24 Prozent und bleibt damit in der Wählergunst stabil – die Fehlertoleranz der von Forsa erstellten Umfrage liegt bei 2,5 Prozentpunkten. Das Mini-Minus nutzt CDU und CSU. Ihr Vorsprung wächst trotz eigener Stagnation auf zwei Prozentpunkte – die Unionsparteien bleiben damit weiter deutlich unter ihrem ohnehin schon schwachen Ergebnis bei der Bundestagswahl. Ansonsten gibt es nur eine kleine Veränderung. Die Linke legt einen Punkt zu, das war’s.
Die Werte im Einzelnen: CDU/CSU: 26 Prozent (Bundestagswahl am 23.2.2025: 28,5 Prozent); AfD: 24 Prozent (20,8 Prozent); SPD: 14 Prozent (16,4 Prozent), Grüne: 12 Prozent (11,6 Prozent); Linke: 11 Prozent (8,8 Prozent); FDP: 3 Prozent (4,3 Prozent), BSW: 3 Prozent (4,981 Prozent), Sonstige: 4,6 Prozent (7 Prozent).
Währenddessen kommen die Unionsparteien in keiner Kategorie vom Fleck. Nur 17 Prozent meinen, CDU und CSU seien am besten in der Lage, die Probleme Deutschlands zu lösen – ein Punkt weniger als in der Vorwoche und 10 Punkte weniger als im Juni des vergangenen Jahres. Lediglich 23 Prozent zeigen sich mit der Arbeit von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz zufrieden. 75 Prozent sind es nicht. Das sind weiterhin schwache Werte für den Amtsinhaber, für Altkanzler Olaf Scholz waren sie der Tiefpunkt.
Nur wenige glauben an Aufschwung
Den anderen Parteien trauen die Wählerinnen und Wähler noch weniger zu als der Union. Die AfD kommt in der Kompetenzfrage auf 12 Prozent, die SPD auf 6, Grünen und Linke je auf 5. Für die Partei von Heidi Reichinnek ist das ein Plus von einem Punkt. 53 Prozent meinen, keine Partei sei in der Lage, die Probleme zu lösen. Seit vergangenem November liegen die Werte konstant über 50 Prozent.
Die düstere Stimmung spiegelt sich in den schwachen Wirtschaftserwartungen. Zuversichtlich sind wie in der Vorwoche nur 21 Prozent. 56 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus, 22 Prozent rechnen mit gleichbleibenden Verhältnissen.
Das könnte auch mit der schwierigen internationalen Lage zu tun haben, die die Menschen aufmerksam verfolgen. Die Lage in den USA (27 Prozent) und der Ukraine-Krieg (25 Prozent) werden weiterhin am häufigsten als wichtigste Themen genannt. Es folgen die Bundesregierung (25 Prozent) und die ökonomische Lage (22 Prozent). Auch die Olympischen Spiele stießen noch auf großes Interesse. 16 Prozent der Befragten nannten das Sportevent als wichtiges Thema der Woche. Rente, Iran und Landtagswahlen blieben einstellig, der Klimaschutz schaffte es gar nicht mehr in das Ranking.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Auftrag von RTL Deutschland 2504 Menschen in Deutschland. Die Umfrage wurde zwischen dem 17. und dem 23. Februar erstellt. Die Fehlertoleranz liegt bei 2504 Fehlerpunkten.
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Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland.
Source: n-tv.de