Alternative Dienstleister: Wie man von Google, Paypal und Whatsapp loskommt

Die Alternativen und wie sie funktionieren

Auf seinem Informationsportal zum „Digital Independence Day“ informiert der Chaos Computer Club (CCC) über Programme vertrauenswürdiger Anbieter und gibt gleich technische Anleitungen mit dazu. Hier kommt eine kleine Auswahl.

Signal statt Whatsapp: Der Chaos Computer Club empfiehlt Signal als beste Alternative zu Whatsapp. Laut CCC bietet sie alles, was man von Whatsapp kennt, die App, hinter der eine amerikanische Stiftung steht, kommt dabei aber ohne Werbung aus, Daten sind von Ende zu Ende verschlüsselt und werden nicht weitergegeben.

Wero statt Paypal: Für die Geldüberweisung in Echtzeit gibt es mit Wero jetzt eine europäische Lösung, an der sich immer mehr Banken beteiligen, weshalb das Programm, für das keine Extra-App heruntergeladen werden muss – Wero ist in den jeweiligen Apps der teilnehmenden Bank integriert –, weiter an Bedeutung gewinnt. Der Vorteil: Es gelten europäische Datenschutzstandards, für Privatkunden sind das Senden und Empfangen von Geld gebührenfrei, und auch der Handel profitiert, weil er weniger Gebühren bezahlen muss als für Paypal oder Kreditkarte.

Mastodon statt X: Kein Algorithmus, „der Dich wütend machen will“, keine gesponserten Posts, keine Kryptowerbung, eine chronologische Timeline, kurzum: „Genieße die Ruhe“, heißt es bei den Wechselrezepten des CCC zur Social-Media-Plattform Mastodon, die als Alternative zu X (ehemals Twitter) angepriesen wird. Mastodon ist keine einzelne Website, sondern ein Verbund aus vielen kleinen Netzwerken. Bevor man die App herunterlädt, muss man über den Server joinmastodon.org/de oder fedi.garden ein Konto erstellen.

Firefox statt Google Chrome und Safari: Die Internet-Browser Google Chrome, Microsoft Edge und Safari (Apple) dominieren das Internet. Sie basieren fast alle auf der gleichen Technik (Chromium). Google beherrscht damit laut CCC die Standards im Web. Firefox sei eine der letzten großen, unabhängigen Bastionen (Open Source, angeboten von der Non-Profit-Organisation Mozilla Foundation), die sich für ein offenes Web einsetze, heißt es. Die europäische Suchmaschine  ecosia.org nutzt zwar Ergebnisse von Google, aber ohne dass Google weiß, wer gesucht hat. Die Suchmaschine duckduckgo.com kommt zwar aus den USA, bietet aber Privatsphäre.

Posteo.de statt Gmail.com: Für die Nutzung von Googles Gmail zahlt laut CCC jeder mit seinen Daten. Die E-Mail-Adresse ist ein Teil der digitalen Identität einer Person. Der Chaos Computer Club empfiehlt Konten etwa bei Posteo.de, Mailbox.org und Tuta. Diese kosteten monatlich einen kleinen Beitrag von 1 bis 3 Euro, seien aber werbefrei, sicher verschlüsselt und arbeiteten unter strengem EU-Datenschutzrecht.