Nach Jahren dieser Spekulation – Holstenareal soll endlich Wohnraum eröffnen

Auf dem ehemaligen Gelände der Holstenbrauerei geht es weiter: Saga und Quantum haben einen Vertrag geschlossen, der rund 700 geförderte Wohnungen ermöglicht. Damit kommt nach langen Jahren ohne Baufortschritte wieder Bewegung in die Entwicklung des Quartiers.

Auf dem Holstenareal in Altona gibt es Bewegung für die weitere Entwicklung des Quartiers. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Saga und der Projektentwickler Quantum haben einen Kaufvertrag geschlossen, der den Erwerb von Grundstücken und schlüsselfertigen Gebäuden für rund 700 geförderte Wohnungen durch die Saga vorsieht. Zusätzlich verhandeln beide Unternehmen über eine weitere Tranche für zusätzlichen geförderten Wohnraum.

Saga‑Vorstandssprecher Thomas Krebs erklärte, Ziel sei, „so viel preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, wie möglich“. Quantum‑Vorstand Frank Gerhard Schmidt bezeichnete die Vereinbarung als Meilenstein und verwies auf das gemeinsame Interesse, zeitnah in die Umsetzung zu gehen.

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Insgesamt sollen auf dem früheren Brauerei‑Areal rund 2000 Wohnungen für mehr als 5000 Menschen entstehen, jeweils etwa zur Hälfte gefördert – darunter auch Einheiten für Studierende und Auszubildende – beziehungsweise frei finanziert.

Das Holstenareal hat eine lange Entwicklungsgeschichte. 2016 verlegte Carlsberg, zu dem die Holsten-Brauerei gehört, die Produktion an einen anderen Standort, das Gelände im Herzen von Hamburg-Altona wurde an die Düsseldorfer Gerchgroup verkauft. In den folgenden Jahren wechselte es mehrfach den Eigentümer, unter anderem zur Adler Group, ohne dass Baubeginn erfolgte. Der Grundstückswert stieg dabei deutlich – das Areal wurde in Medienberichten als Beispiel für eine spekulative Preisentwicklung bezeichnet.

Gelände blieb über Jahre unbebaut

Seit dem Wegzug der Brauerei blieb die Fläche unbebaut; konkrete Fortschritte blieben vor allem in den vergangenen Jahren aus. Im vergangenen Jahr einigte sich ein Konsortium aus Quantum als Projektentwickler, Saga als langfristiger Eigentümer der günstigen Wohnungen und der HanseMerkur als strategischer Partner mit der Adler Group auf einen Ankauf des Geländes.

Mit dem jetzigen Vertrag zwischen SAGA und Quantum liegt erstmals seit längerer Zeit wieder ein formaler Schritt zur Vorbereitung der Wohnbebauung vor. Die Saga übernimmt dabei eine zentrale Rolle für den geförderten Teil des Projekts, während Quantum die Gesamtentwicklung verantwortet. Wie schnell weitere Entscheidungen folgen können, hängt von den laufenden Abstimmungen mit Stadt und Bezirk sowie den zusätzlichen Verhandlungen über weitere Einheiten ab.

juve

Source: welt.de