„Jetzt schwitzt er“ – Aktivisten hängen Bild von Ex-Prinz Andrew im Louvre aufwärts
Inmitten von Meisterwerken haben Aktivisten im Pariser Louvre ein schon jetzt historisches Foto angebracht. Zu sehen ist Ex-Prinz Andrew, der nach mehreren Stunden Verhör im Auto nach Hause gebracht wird.
Das Foto ging am Donnerstag um die Welt: Andrew Mountbatten-Windsor (66) sitzt zusammengekauert auf der Rückbank eines Autos, nachdem er stundenlang in Aylsham in der Grafschaft Norfolk von der Polizei verhört wurde. Hinter dem historischen Schnappschuss steckt der Fotograf Phil Noble von der Reuters-Agentur.
Dieses haben unbekannte Aktivisten am Sonntag ins weltberühmte Louvre in Paris neben Leonardo da Vinci und antiken Meisterwerken gehängt – nur wenige Meter von der Mona Lisa entfernt. Auf den ersten Blick könnten Besucher tatsächlich glauben, es gehöre zur normalen Sammlung. Wie die umliegenden Bilder auch hat das des Ex-Prinzen einen alt aussehenden goldenen Rahmen. Darunter ist zu lesen: „He’s Sweating Now“ 2026 („Jetzt schwitzt er“ 2026). Ein provokanter Titel, der an die gleichnamige Schlagzeile der britischen „The Sun“ angelehnt ist.
Doch das Bild blieb nicht lange unerkannt. Nach 15 Minuten wurde es wieder entfernt. Hinter der Aktion soll das Bündnis „Everyone Hates Elon“ stecken. Die britische Aktivistengruppe protestiert gegen Superreiche und Machthaber – und thematisiert nun den Epstein-Skandal um den ehemaligen Royal.
Andrew steht im Verdacht, in seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Berichte an den verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben zu haben. Gegen ihn wird wegen des Verdachts auf Fehlverhalten in einer offiziellen Funktion ermittelt.
Der frühere Prinz, der wegen seiner Beziehungen zu Epstein bereits alle royalen Titel und Ehren verloren hat, war am Donnerstagmorgen an seinem 66. Geburtstag von der Polizei festgenommen und stundenlang festgehalten worden.
Erst am Abend kam er wieder auf freien Fuß. Seither ist er in seinem neuen Zuhause auf dem Gelände von Schloss Sandringham in Ostengland abgetaucht, wohin er auf Geheiß von König Charles III. vor rund zwei Wochen umziehen musste.
jm
Source: welt.de