Putin erklärt Atomstreitkräfte zur „absoluten Priorität“
Nach nächtlichen Explosionen in Lwiw spricht Präsident Selenskyj von einem „zynischen Terroranschlag“. Kiew fordert weitere Sanktionen, während die EU in Brüssel über neue Hilfen berät. Russlands Präsident Putin hält eine bedeutende Fernsehansprache. Mehr im Liveticker.
Der Druck auf die Ukraine wächst. In der Nacht zu Sonntag griff Russland das Land nach ukrainischen Angaben mit hunderten Raketen und Drohnen an. Präsident Selenskyj sprach nach einem tödlichen Anschlag in Lwiw von einem „zynischen und grausamen Terroranschlag“.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine im Liveticker:
06:30 Uhr – Südkorea fordert Russland auf, Banner an Botschaft zu entfernen
Südkorea fordert von der russischen Botschaft in Seoul die Entfernung eines „Sieges“-Banners gefordert. Das Transparent mit der Aufschrift „Der Sieg wird unser sein“ sei kurz vor dem vierten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine an der Botschaft angebracht worden, teilte das südkoreanische Außenministerium mit. Zudem müsse die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea aufhören. Diese stelle eine ernste Bedrohung für die Sicherheit Südkoreas dar.
06:15 Uhr – Putin setzt in Fernsehansprache auf Atomstreitkräfte
Nach dem Auslaufen des „New Start“-Abkommens zwischen Moskau und Washington betont Wladimir Putin die Bedeutung der russischen Atomstreitkräfte. „Die Entwicklung der atomaren Triade, die Russlands Sicherheit garantiert und für eine wirksame strategische Abschreckung sowie ein Kräftegleichgewicht in der Welt sorgt, bleibt eine absolute Priorität“, sagte Putin in einer Fernsehansprache an Russlands Tag des Verteidigers des Vaterlandes.
03:25 Uhr – „Präsidenten kommen und gehen“, sagt Selenskyj über Trump
Wolodymyr Selenskyj setzt auf verlässliche Sicherheitsgarantien, die nicht allein vom Willen des US-Präsidenten abhängen. „Aus guten Gründen wird der Kongress über sie (die Sicherheitsgarantien) abstimmen“, sagte Selenskyj der BBC in Kiew.
Und weiter: „Es geht nicht nur um Präsident Trump, wir reden von Amerika. Wir alle sind für eine angemessene Zeit Präsidenten. Wir (als Ukrainer) wollen beispielsweise Garantien für 30 Jahre. Die politischen Eliten werden künftig andere sein, die Anführer werden andere sein.“ Selenskyj gab das Interview laut BBC am Wochenende in einem streng gesicherten Raum in der Regierungszentrale in Kiew.
03:00 Uhr – Russland meldet Stromversorgung in Saporischschja fast wieder hergestellt
Im russisch besetzten Teil der ukrainischen Region Saporischschja ist die Stromversorgung weitgehend wiederhergestellt. Nur noch 12.000 Haushalte in einem Bezirk seien ohne Strom, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki über Telegram mit. Nach einem ukrainischen Angriff hatte es zwei Stromausfälle gegeben. Im ebenfalls russisch kontrollierten Luhansk geriet nach Angaben des dortigen Vertreters Russlands ein Treibstofflager nach einem ukrainischen Drohnenangriff in Brand.
Sonntag, 22. Februar
20:31 Uhr – Selenskyj verurteilt „zynischen und grausamen Terroranschlag“ in Lwiw
Der ukrainische Präsident hat nächtliche Bombenexplosionen in der westukrainischen Stadt Lwiw als „zynischen und grausamen Terroranschlag“ verurteilt. Bei dem Anschlag waren eine Polizistin getötet und 25 weitere Menschen teils schwer verletzt worden. Als mutmaßliche Täterin wurde eine 33-jährige Ukrainerin festgenommen, die nach Polizeiangaben von russischen Geheimdiensten zu der Tat angestiftet worden war. „Wir verfügen über Geheimdienstinformationen, dass die Russen weiterhin solche Dinge, also faktisch Angriffe auf Ukrainer, durchführen wollen“, führte Selenskyj am Abend aus.
dpa/AFP/Reuters/rct
Source: welt.de